Emile Coué gilt als Begründer der modernen Autosuggestion.
Als Apotheker befasste er sich eingehend mit den Schriften der Nancy-Schule und stellte fest, dass er die Wirkung eines Medikaments positiv beeinflussen konnte, wenn er zum Kunden Sätze sagte wie: «Dieses Medikament wird Sie sehr schnell gesund machen.»
Coué soll auch mit dem Placebo-Effekt experimentiert haben, indem er zum Beispiel einer Kundin ein pharmakologisch völlig wertloses Mittel gab mit dem Hinweis, es sei das beste Kopfwehmittel auf dem Markt.
Von Coué stammt die berühmte Selbst-Suggestion «Es geht mir mit jedem Tag und in jeder Hinsicht besser und besser.»
Solche Selbst-Suggestionen werden von Tiefenpsychologen oft kritisiert, weil sie eigentlich nichts anderes suggerierten, als dass es einem jetzt schlecht gehe.
Coué hat, ähnlich wie Mesmer und später Milton Erickson, Kultstatus erreicht; es gibt in vielen Ländern Coué-Gesellschaften, die sein Gedankengut verbreiten.