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Wozu sind Gefühle da?

 
             
 

Hans-Peter Zimmermann über den Sinn von positiven und negativen Gefühlen, und warum sich nicht jeder auf seine innere Stimme verlassen kann...

 
             
 
             
 

Der innere Kompass

Ich wage mal die folgende Behauptung: "Positive Gefühle zeigen mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin; negative Gefühle zeigen mir, dass ich etwas verändern muss." Stimmt das? Meine Antwort: Es stimmt nur unter der Bedingung, dass man weitgehend blockadenfrei ist.

Wie weiß ich denn, ob ich eine Blockade habe?

Wollen wir zusammen ein kleines Experiment durchführen?
Denken Sie bitte jetzt gleich an einen Menschen, der Sie verletzt oder enttäuscht hat, den Sie jedoch länger als ein Jahr nicht mehr gesehen oder gesprochen haben. Stellen Sie sich diesen Menschen vor. Was er sagte. Wie er sich verhielt. Und wie Sie sich fühlten.
Falls Sie nicht schon einmal therapeutisch an Ihrer Beziehung zu diesem Menschen gearbeitet haben, werden Sie jetzt ein unangenehmes Gefühl empfinden. Überlegen Sie sich, wo in Ihrem Körper Sie dieses unangenehme Gefühl empfinden. Merken Sie sich: Gefühle finden IMMER im Körper statt, sonst sind es keine Gefühle. Wenn SIE sich unwohl fühlen, heißt das immer, dass sich IHR KÖRPER unwohl fühlt.
Bezeichnen Sie die Intensität jedes körperlichen Symptoms mit einer Zahl zwischen 1 und 10. Eins bedeutet ganz schwach, zehn bedeutet sehr stark.

Da Sie mit diesem Menschen über ein Jahr lang keinen Kontakt mehr hatten, bedeutet das: Ihre "Vergangenheit" sitzt noch in Ihrem Nervensystem und blockiert Ihre Energie. Oder mit anderen Worten: Dieses Gefühl ist vermutlich ein neurotisches und dient Ihnen in keiner Weise. Die Aufgabe eines Therapeuten ist es daher, Sie von dieser seelischen Blockade, die gleichzeitig auch eine körperliche ist, zu befreien.

Warum positives Denken allein nicht genügt...

Der klassische Positivdenker würde Ihnen jetzt sagen: "Denk' einfach möglichst wenig an diesen Menschen; denke statt dessen an all die guten Dinge in deinem Leben." Und es stimmt tatsächlich: Wenn Sie an positive Dinge denken, fühlen Sie sich logischerweise besser. Das Problem ist nur: Der Gedanke an diesen einen Menschen kann Sie jederzeit wieder verletzen und blockieren.

Warum LOLA-Denken nicht genügt...

Wer René Eglis hervorragendes Buch "Das LOLA-Prinzip" gelesen hat, wird möglicherweise versuchen, seine Blockaden auf intellektuellem Weg, das heißt durch Nachdenken, loszuwerden. Das ist schön und gut, und ich würde es gerne sehen, wenn all die LOLA-Jünger tatsächlich im Hier-und-Jetzt leben würden, wie sie so eifrig zu behaupten pflegen. Meine Vermutung hat sich jedoch in einigen Fällen bestätigt, dass es sich nur um einen verkappten Verdrängungsmechanismus handelt. Wenn man die Probe aufs Exempel macht, sind alle Blockaden noch da. Das ist an sich logisch. Denn wir wissen, dass Lernen abhängig ist vom Bewusstseinszustand. Und da die meisten seelischen Blockaden in einem hypnoiden Zustand aufgebaut wurden (Kinder sind bis ungefähr zum zwölften Altersjahr im sogenannten Alpha-Zustand), können sie auch nur im hypnoiden Zustand wieder beseitigt werden.

Der große Vorteil der TimeLine-Therapie

Nach einer TimeLine-Therapie können Sie an diesen Menschen, der Sie verletzt hat, denken, soviel Sie wollen: Der Körper wird völlig neutral bleiben. Das bedeutet nicht, dass Sie alles gutheißen werden, was dieser Mensch Ihnen angetan hat. Es bedeutet nur, dass Sie Ihr Nervensystem nicht mehr damit blockieren.
Die Psychoneuroimmunologie (siehe auch meine Gesundheits-Philosophie) geht davon aus, dass seelische Blockaden über das Nervensystem auf das endokrine System und dadurch auf das Immunsystem einwirken.

(Kleine Preisfrage: Wie kommt es wohl, dass wir in unserer Zeit mit einem "angeeigneten Immunschwäche-Syndrom" zu kämpfen haben? AIDS steht ja bekanntlich für Acquired Immune Deficiency Syndrome.)

Ein weiterer Vorteil der TimeLine-Therapie liegt darin, dass keine sogenannten Abreaktionen nötig sind. Der Begriff "Abreaktion" wurde von Sigmund Freud und seinem Kollegen Breuer geprägt. Er bedeutet die plötzliche Lösung einer seelischen Spannung durch Worte, Gebärden oder Handlungen. Wenn Sie Erfahrungen mit gewissen NewAge-Techniken wie Rebirthing oder holotropischem Atmen nach Grof haben, dann wissen Sie, was Abreaktionen sind: Da wird gebrüllt, geweint, gekotzt und gezappelt, was das Zeug hält! Das mag für gewisse Temperamente eine wertvolle Erfahrung sein; ich dagegen halte es eher mit dem "stillen Therapeuten-Gewerbe", und daher ist TimeLine-Therapie für mich genau das Richtige.
Unter uns gesagt, muss ich lachen, wenn ein Therapeut zum anderen sagt: "Endlich kann mein Klient den Hass auf seinen Vater zugeben." Soll das der Zweck einer Therapie sein, dass man lernt, richtig zu hassen? Doch wohl eher nicht!

Was ist, wenn ein negatives Gefühl trotzdem wiederkommt?

Wenn ein negatives Gefühl nach einer TimeLine-Therapie wieder auftaucht, gibt es zwei Möglichkeiten:

a) Der Klient hat nicht das allererste Ereignis einer Gestalt erwischt. Informationen dazu gibt's auf meiner Kassette Kick Nr. 7.

b) Das Gefühl deutet darauf hin, dass der Klient etwas verändern sollte in seinem Leben. Dazu zwei Beispiele:

  1. Eine Frau kam zu mir wegen schlechter Stimmung, die sie als "Depressionen" bezeichnete. Nach der ersten Sitzung schienen die neurotischen Gefühle aus ihrem Nervensystem verschwunden zu sein. Nach ein paar Tagen kamen sie wieder, und ich empfing die Frau ein zweites Mal. Als sie mich zum dritten Mal anrief, fragte ich sie, ob sie sich eigentlich auf die bevorstehende Hochzeit freue (sie wollte in zwei Monaten heiraten). Da stellte sich heraus, dass sie und ihr Freund mehr aufgrund des familiären Drucks die Ehe schließen wollten. Nach einem Gespräch wurden sich beide einig, dass es besser sei, die Hochzeit abzublasen. Gemäß meinen letzten Informationen geht es den beiden jetzt wesentlich besser.

  2. Ein Mann hatte große Probleme mit einem seiner Arbeitskollegen. Nach der Therapie konnte er mit neutralen Gefühlen an diesen Kollegen denken.
    Am nächsten Tag rief er mich an, der Kollege hätte sich wieder so blöd verhalten, dass ihm die Galle hochkomme. Es stellte sich heraus, dass mein Klient eigentlich schon lange eine berufliche Veränderung gewünscht, sie sich jedoch nicht zugetraut hatte. Wir kamen dann zum Schluss, dass sein unangenehmer Arbeitskollege eine wichtige Funktion erfüllte, nämlich meinen Klienten aus seiner Komfortzone herauszuschubsen.
    Zusammen stellten wir anschließend einen Karriereplan auf, den mein Klient seither mit großem Enthusiasmus verfolgt. Wenn er heute an seinen ehemaligen Arbeitskollegen denkt, kommen laut seinen Worten "Gefühle von Dankbarkeit" auf.

Der kurzen Rede tiefer Sinn...

Mit diesen paar Beispielen wollte ich Ihnen zeigen, dass es zwei Sorten von negativen Gefühlen gibt:

  1. Neurotische und daher sinnlose negative Gefühle. Sie wirken als Energieblockaden und können mit TimeLine-Therapie und verwandten Therapieformen mühelos aus dem Nervensystem entfernt werden.
  2. Sinnvolle negative Gefühle, die uns zeigen, dass wir etwas verändern sollten. Hier gibt es nur eine Abhilfe: Die Dinge anpacken!

Viel Spaß dabei!

 
             
             
 
             
 

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