Was würdet Ihr sagen, wenn ein Heilpraktiker Euch erzählte, er hätte einen Alkoholiker geheilt, nur dadurch dass er ihm die Aufgabe erteilt habe, sich im Botanischen Garten die Kakteen anzuschauen, die jahrelang sein könnten ohne Wasser?
So einen Heilpraktiker würde man als Scharlatan bezeichnen, oder? Oder zumindest würde man verlangen, dass diese wundersame “Case Study” ein paar Mal reproduziert würde.
Und wie wäre es, wenn ein Heiler ohne staatliche Absegnung behaupten würde, er hätte einen Mann vom Wahn befreit. Jesus zu sein, indem er ihm Zimmermanns-Aufgaben übertragen hätte? Den würde doch das medizinische und psychologische Establishment auf dem Scheiterhaufen sehen wollen!
Nur wenn ein Milton H. Erickson so etwas erzählt (Die Lehrgeschichten des Milton Erickson), dann wird das kritiklos akzeptiert. Erickson war sicher ein guter Hypnotherapeut. Aber war er wirklich so gut, dass man eine Gesellschaft gründen muss, die seinen Namen trägt?