
Lucas Cranach d. Ä.: Adam und Eva im Garten Eden, 1530
Aus irgend einem Grund hatte ich heute Morgen Lust, bei Wikipedia das Wort “Paradies” nachzuschlagen. Unter “Paradies” verstehen ja die meisten Menschen grenzenlose Freiheit und unendliche Glückseligkeit.
Vom Wortstamm her ist aber das Gegenteil der Fall. “Paradies” kommt aus dem avestischen (altiranischen) pairi.daêza und bedeutet “umgrenzter Bereich”. Das grieichische parádeisos (Tiergarten, Park) und das lateinische paradisus sind in ihrer Bedeutung davon abgeleitet.
Das also meinen die Sekten-Heinis, wenn sie uns das “Paradies auf Erden” versprechen, einen umgrenzten Bereich, eine Art Tiergarten für ahnungslose Lämmchen und dumme Affen. Das heißt, die sagen ja sogar die Wahrheit, wir sollten nur genau hinhören
Aber Spaß beiseite: Wie wär’s, wenn wir endlich aufhören würden, unserer Vorstellung des Paradieses nachzujagen und stattdessen einsehen würden, dass sich jeder seine Welt selbst erschafft. Dann könnten nämlich die schlimmsten Schicksalsschläge einem nicht wirklich etwas anhaben. Man könnte sich ganz der Trauer hingeben und gleichzeitig frohlocken, dass das Universum einem diese Chance zum Wachstum bietet.
Wen diese Thematik interessiert, der möchte sich vielleicht meinen Power-Podcast mit Pfarrer Werner Ebling anhören.
Wer lieber der Musikantenstadl-Version des Paradieses frönt, der wird mit diesem Video von Hansi Hinterseer glücklich. Wie war das nochmal? “Paradies” heißt “umgrenzt”? Vielleicht auch “beschränkt”? ;-)



Wie stellen Filmemacher ein klassisches Happy-End dar?
Ausbilder für Klinische Hypnose, Erfolgs-Trainer und Bestseller-Autor, schreibt hier über alles, was bewegt.