So sollten Therapeuten kalkulieren

Kürzlich erzählte mir ein Therapeut, er verlange pro Stunde 80 Franken, weil er gehört habe, das sei so ein “marktüblicher Preis”. Ich fragte ihn, wieviel Geld er denn pro Monat brutto zum Leben brauche. “Mit 20’000.— geht’s grad”, meinte er.

“Dann musst Du also pro Monat 250 Therapiestunden verkaufen”, entgegnete ich folgerichtig. “Das sind etwas über 60 Stunden pro Woche.”

“Was meinst Du, warum ich so ausgelaugt bin?” war die Antwort.

“Und wie lange willst Du das noch machen?” hakte ich nach.

Großes Schulterzucken…

Dabei wäre die Kalkulation so einfach:
Bei dieser intensiven Tätigkeit sind 6 Stunden pro Tag 4 Tage die Woche zumutbar. Der Rest geht für Administration und Buchhaltung drauf. Macht zwischen 96 und 100 Stunden pro Monat. Bei einem Bedarf von CHF 20’000.— ergibt das einen Stundenansatz von CHF 200.—

Noch ein Beispiel gefällig?
HPZ-Therapeuten bieten in der Regel dreitägige Durchbruch-Sitzungen an. So etwas hält man einmal die Woche durch. Bei vier Sitzungen pro Monat und einem Bedarf von CHF 20’000.— ergibt das ein Honorar pro Sitzung von CHF 5000.—
Wer glaubt, dass das teuer ist, soll eine Alternative ausprobieren: 50 Sitzungen bei einem Psychoanalytiker zu CHF 150.— ergeben CHF 7500.—
Dann einfach die Wirkungen vergleichen ;-)

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