Von 1993 bis 1998 bin ich ja viermal im Jahr die Strecke Zürich-Los Angeles geflogen, weil ich in San Clemente (eine Stunde südlich vom internationalen Flughafen Los Angeles) wohnte und regelmäßig in der Schweiz Seminare gab. Aber nie habe ich mich so benommen wie diejenigen Menschen, die ich als “Frequent Flyer Deppen” bezeichne, und denen ich auch diesmal wieder begegnet bin. Die lesen doch tatsächlich die Financial Times oder sonst ein Blatt, das Typen lesen, die keinen Mehrwert generieren, sondern nur Geld in der Gegend herum schieben, während unten die schönste Landschaft ungesehen und ungeschätzt vorbeizieht.
Ich frage mich immer: Wofür leben denn diese Menschen? Warum verdienen sie so viel Geld? Offensichtlich leiden sie ja alle unter Anhedonie, also dem Verlust der Fähigkeit, Freude zu empfinden. Warum also überhaupt schuften, wenn man diese kleinen großen Geschenke des Alltags nicht annehmen kann oder will?