Also, eigentlich begann das Ganze, weil ich schon lange ein Audible-Hörbuch-Abo habe.
Das Problem ist: Ich bin kein Roman-Hörer, und die meisten Sachbücher, die neu herauskommen, sind entweder stinklangweilig oder einfach ein aufgekochtes lauwarmes Süppchen aus bereits bestehender Literatur. Kabarett und Comedy verschlinge ich immer gleich, wenn in der Hörprobe ein gewisses Niveau zu erkennen ist, obschon die für das Abo völlig unrentabel sind. Aber auch da gibt es für meinen Geschmack zu wenig Neuerscheinungen.
Das Abo möchte ich aber trotzdem behalten, denn schließlich schickt mir die liebe Firma Audible regelmäßig etwas Taschengeld für meine eigenen Hörbücher. Da ist es nichts als fair, wenn ich auch ihr Kunde bleibe.
Da ich des Englischen recht mächtig bin, habe ich mich also im englischsprachigen Verzeichnis, ebenfalls bei http://www.audible.de zu finden, umgeschaut. Und da bin ich auf ein Thema gestoßen, um das ich mich, da ich mal fünfeinhalb Jahre in der Nähe von Hollywood gelebt habe, längst hätte kümmern sollen. “Screenwriting for Hollywood” heißt ein empfehlenswertes Hörbuch von Michael Hauge. Es ist die Aufzeichnung eines zweitägigen Live-Seminars, zusammengeschnitten auf drei Stunden, und es erklärt Euch in einfachen Worten, wie Hollywood-Screenplays gestrickt sind. Hochspannend, kann ich nur sagen, und egal, ob ich irgendwann etwas draus mache oder nicht: Ich werde mir Kino- und Fernsehfilme ab jetzt mit anderen Augen anschauen.
Ach ja, wer sich das Hörbuch auch runterladen möchte, tippt in diese Suchmaske “Screenwriting Hauge”:
Wusstet Ihr übrigens, dass man im Internet fast jedes Screenplay gratis runterladen kann?
Studiert doch mal die Screenplays von Thelma & Louise, Pretty Woman und Forrest Gump, nachdem Ihr Euch Michael Hauge’s Audio-Kurs angehört habt. Dann wisst Ihr, warum “Thelma & Louise” und “Pretty Woman” typische Hollywood-Konstruktionen sind und eigentlich nicht schiefgehen konnten, während Ihr als Hollywood-Produzent wohl eher auf “Forrest Gump” verzichtet hättet. Letzteres ist ein völlig untypisches Screenplay, das erst durch das Shooting Script (das eigentliche Drehbuch) und vor allem die Darsteller und die Regie zu einem tollen Werk wurde.
Was ich allerdings schön finde an Michael Hauge’s Audio-Seminar: Er zeigt den zukünftigen Hollywood-Schreibern, wie sie die größten Chancen haben, dass ihr Screenplay produziert wird; aber er ermutigt sie auch, dass sie, wenn sie mal Fuß gefasst und sich einen Namen geschaffen haben, gewagtere Dinge anpacken.
Also, wann sehen wir den ersten Hollywood-Movie “made by a HPZ-Blogreader”?







Ausbilder für Klinische Hypnose, Erfolgs-Trainer und Bestseller-Autor, schreibt hier über alles, was bewegt.