Minarette zum Zweiten

Wie man meinen früheren Blog-Beiträgen entnehmen kann, habe ich mich am letzten Wochenende gegen ein Minarett-Verbot ausgesprochen, weil ich der Meinung bin, dass man damit keine Probleme löst.

Was jedoch das “Nachspiel” zu dieser Abstimmung angeht, finde ich ein paar Dinge mehr als peinlich:

  1. Länder, die die Menschenrechte mit Füßen treten (ich erinnere nur an die tollen Traditionen wie Steinigen, Händeabhacken und Kinderzwangsheirat) kritisieren jetzt, dass die Schweiz das Völkerrecht missachte. Super!
  2. Es kann nicht gut sein, dass sich mit Hilfe dieser Abstimmung ein paar Politiker profilieren, die mit ihren verstaubten Ansichten in der modernen politischen Arena längst nichts mehr zu suchen haben.
  3. Ich finde den Islam eine genau so bescheuerte Religion wie alle anderen organisierten Religionen. Man denke nur an den Ramadan. Da steht also, man solle 30 Tage lang fasten, was ja eine ganz gesunde Sache wäre. Und weil das vielen nicht passt, sagen sie einfach “Allah hat nichts von den Nächten gesagt.” Resultat: Am Tag wird gehungert und am Abend frisst man sich die Hucke voll. Für solche depperten Interpretationen habe ich nur einen einzigen Trost: Die Interpretationen der christlichen Bibel sind auch nicht besser. Jeder denkt, dass da oben ein Riesendepp sitzt, der es nötig hat, Vorschriften zu erlassen, und den man problemlos austricksen kann.

Ja, es ist gut, dass die Initiative eine Diskussion in Gang bringt. Aber würdet Ihr bitte auch diskutieren, welcher “christlichen” Gehirnwäsche wir hier täglich ausgesetzt sind. Traut sich mal jemand zu sagen: “Der Papst verletzt meine religiösen Gefühle?”

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