Ich würde verstehen, wenn jemand sagt, das reicht jetzt mit den Holocaust-Filmen. Aber solange man den “Jungen im gestreiften Pyjama” nicht gesehen hat, reicht es nicht.
Dieser Film, der auf dem gleichnamigen Bestseller von John Boyne beruht, ist, obschon er zur Zeit des dritten Reiches spielt, kein Holocaust-Film, sondern in erster Linie ein Film über eine Familie, über die Freundschaft zwischen zwei achtjährigen Kindern, und nicht zuletzt über das Gesetz des Karma, das da lautet: Jeder darf alles ausprobieren auf diesem Planeten; er muss nur die Konsequenzen seiner Handlungen selbst tragen.
Und die Konsequenzen sind für den nationalsozialistischen Vater und seine Frau niederschmetternd, genau so niederschmetternd wie das, was dieser Mann den Juden angetan hat. Das Schicksal seiner Frau wiederum zeigt, was geschieht, wenn man lieber nicht hinsieht und es vorzieht zu schweigen.
Hallo Hans-Peter,
habe denn Film bisher nicht gesehen, aber gerade direkt bestellt. Da ich das Buch gelesen habe, kann ich Dir, was das Thema und den Inhalt angeht voll und ganz beipflichten. Wenn der Film sich nur angehend an das Buch anlehnt und die Protagonisten so darstellt, ist es mit Sicherheit auch ein sehr tief gehender Film. Das Buch, das kann ich versichern, war es auf jeden Fall.
Viele Grüße
Olaf