Wusstet Ihr, dass Twittern auch ohne Computer funktioniert?
Es geht ganz einfach: Man stellt sich ans offene Fenster und ruft ganz laut hinaus, was man gerade tut:
“Habe gerade das beste Sushi meines Lebens gegessen!”
“Genieße jetzt mal das Nichtstun!”
“Bin soeben versetzt worden! Traurigbin, Smiley, Smiley, Smiley!”
Und wenn die Nachbarn einen fürsorglichen Freiheitsentzug in die Wege leiten, sagt zu den Pflegern, die Euch abholen, dass andere das im Netz auch ungestört tun dürfen.
Und ganz schlimm wird es, wenn du vom Abendessen nach Hause willst und bemerkst, dass dir 15’000 “Freunde/Innen” folgen … “ärgersmiley, groll”
Hallo Hans-Peter,
das macht doch fast jedes Kind und die meisten Menschen finden es toll, da dies auch in vielen Erwachsenen die Natürlichkeit erwachen lässt. Aber wehe wenn ich “Erwachsen” bin und mich auf solche Dinge einlasse, dann ging es in der Vergangenheit schon mehr als einmal los: “Bis Du noch klar im Kopf, hast Du sie noch alle” Ich muss sagen “JA”, denn in der Bibel steht schon geschrieben: “Werdet wie die Kinder, denn ihnen gehört das Himmelreich” In diesem Sinne
Liebe Grüße aus dem Rheinland
Bernhard
Gerade gestern bin ich auf ein Video mit dem MTV-Moderator Klaas Heufer gestossen. Wer sich ansehen moechte wie Hans-Peter’s Idee vom “analogen Twittern” tatsaechlich aussieht, kann das hier tun: http://www.youtube.com/watch?v=Lwf1ye5A2xU
Herzliche Gruesse, Moritz
Da habe ich was für Euch analoge Twitterer!
Schließlich gibt es auf diesem Planeten einige Spezies die das schon seit langem erfolgreich Praktizieren: http://www.myswitzerland.com/de/event_calendar/event_display_int.cfm?event_id=5446102
Nett!
Allerdings fühlte ich mich noch nie gezwungen, die Netz-Zwitscherei meiner Mitmenschen wahrzunehmen. (Ich habe selbst keinen Twitter-Account, “folge” auch niemandem und klicke alle paar Monate mal rein, wenn ich von “richtigen” Webseiten auf eine Zwitscherei aufmerksam gemacht werde – kurz, ich ignoriere Twitter aus vollem Herzen!)
Wenn mein Nachbar aber mit Megaphon in die Gegend brüllt, kann ich mich dem nur schwer entziehen. Das empfinde ich als kleinen, aber feinen Unterschied, der durchaus über eine Zwangseinweisung entscheiden kann.
Gruß
Ralf
Hallo Hans-Peter,
ich habe zu Twitter und Facebook eine andere Meinung. Sicher ist es blödsinnig die Gemütszustände und Schwachheiten von manchen Leuten zu lesen. Denen muss man ja nicht folgen, bzw. ich schmeiße sie raus sobald sie Blödsinn verzapfen. Habe eben meine Twitterliste wieder mal gesäubert.
ABER: Man kann diese Dinge auch zum Vorteil nutzen. ich nutze Twitter ähnlich wie einen RSS-Feed. Ich erfahre darüber sehr schnell Neuigkeiten und wenn in meiner Umgebung etwas los ist. Die Bilder aus Tokio die einer meiner Freunde immer reinstellt sind morgens für mich eine schöne kleine Reise, die mich nichts kostet.
Mir gefällt Twitter!
Gruß
Hannes
Lieber Hannes
Mein Post war in der Kategorie Humor abgelegt. Merkst Du was?
Twitterer war in den früheren Zeiten der Menschheit sogar mal ein sehr angesehener Beruf. Gut, landläufig und oft auch mundartlich nannten die sich ein bißchen anders. Dafür hatten die Büttel dann auch eine Bimmel dabei und konnten so richtig schön öffentlich herumschreien, wer gerade mal den Zehnten schuldig geblieben ist, oder wo es wieder was zu verdienen gab, wenn auf jemanden ein Kopfgeld ausgesetzt war. Wenn der dann auch noch Steuererhöhungen verkündete, konnte man ihm auch gleich eins auf die Nuß geben.
Öffentliches Twittern genießt noch heute große Aufmerksamkeit. Von Mund zu Ohr und zurück (Mund-zu-Mund-Propaganda ist nur Liebenden vorbehalten) wechselt so manches böses Gerücht – und die Spatzen pfoffen von den Dächern, was manch Lästermaul gerne wieder verschluckt hätte.
Also wirklich, es geht doch nix über analoges Twittern. Oder habt Ihr schon mal jemanden gesehen, der von der digitalen Variante ein blaues Auge gehauen bekam, wenn er was „Nettes“ über die Parkkünste der schönen Nachbarin geäußert hat?
Neh?
Siehste!
Ach, Michael! Das erinnert mich an die guten alten Zeiten, als wir nur ein Kommunikationsprotokoll hatten:
VoA (=Voice over Air).
Gruß
Ralf
140 Zeichen die die Welt verändern könnten. Ja, es wäre gut, dem analogen twittern (wieder) mehr Bedeutung zu geben. Als Kommunikationstrainer biete ich sicher demnächst einen Workshop an: Die Kunst des analogen twitterns – Einbahnkommunikation für den Alltag
Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn einer der Teilnehmer dann im Kaufhaus sich zu rufen traut: “War grad auf der Toilette, super das #sauberkeit” oder in der U-Bahn:”Brauch’ jetzt einen Kaffee, hab’ schlecht geschlafen #sorgen_am_morgen” usw.
In diesem Sinne übe ich noch ein bisschen virtuell, damit ich gut gerüstet bin für die analoge Welt
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