Ich war ja ein paar Jahre als Referent bei der Medizinischen Woche in Baden-Baden tätig. Doch im Jahr 2004 hatte ich genug von dem, was dort unter Alternativ-Medizin verstanden wird.
Wenn ein Hersteller eines biophysikalischen Messverfahrens seit Jahren versucht, aus einem einzigen Körper-Parameter, nämlich dem Hautwiderstand an bestimmten Akupunktur-Punkten, eine exakte Wissenschaft zu konstruieren, dann ist das nicht Alternativ-Medizin, sondern lediglich schulmedizinisches Denken mit alternativen Methoden.
Zur Alternativ-Medizin gehört meines Erachtens auch die Überzeugung, dass es keine Zufälle gibt, und dass somit jeder für sein Leben, und damit auch für seine Gesundheit, selbst verantwortlich ist. Das bedeutet, dass man für seine Gesundheit immer etwas tun kann, wenn man wachsam bleibt und seine psychischen Baustellen immer wieder inspiziert und aufräumt.
Das bedingt natürlich, dass man bei der Suche nach den Krankheitsursachen eine psychische Komponente nicht von vornherein ausschließt. Wie das Leben anderer Menschen funktioniert, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass ich in meinem Leben aufgrund dieser Philosophie schon etliche schulmedizinische Eingriffe vermeiden konnte.
Natürlich ist auch mir klar, dass das Leben irgendwann zu Ende geht, und dass dann kein Eingriff mehr helfen wird, weder ein schul- noch ein alternativmedizinischer. Und das ist auch gut so. Jemand, der sein Leben gelebt hat, wird nicht auf Lebensverlängerung pochen, sondern bescheiden annehmen, was ist.
Ich bezahle übrigens sämtliche medizinischen Leistungen aus eigener Tasche, obwohl ich top-privatversichert bin. Auch das gehört meiner Meinung nach zur Verantwortung im Gesundheitsbereich.


Ausbilder für Klinische Hypnose, Erfolgs-Trainer und Bestseller-Autor, schreibt hier über alles, was bewegt.