Archiv für März 2010

Wie alternativ ist Alternativ-Medizin?

Montag, 29. März 2010

Ich war ja ein paar Jahre als Referent bei der Medizinischen Woche in Baden-Baden tätig. Doch im Jahr 2004 hatte ich genug von dem, was dort unter Alternativ-Medizin verstanden wird.

Wenn ein Hersteller eines biophysikalischen Messverfahrens seit Jahren versucht, aus einem einzigen Körper-Parameter, nämlich dem Hautwiderstand an bestimmten Akupunktur-Punkten, eine exakte Wissenschaft zu konstruieren, dann ist das nicht Alternativ-Medizin, sondern lediglich schulmedizinisches Denken mit alternativen Methoden.

Zur Alternativ-Medizin gehört meines Erachtens auch die Überzeugung, dass es keine Zufälle gibt, und dass somit jeder für sein Leben, und damit auch für seine Gesundheit, selbst verantwortlich ist. Das bedeutet, dass man für seine Gesundheit immer etwas tun kann, wenn man wachsam bleibt und seine psychischen Baustellen immer wieder inspiziert und aufräumt.

Das bedingt natürlich, dass man bei der Suche nach den Krankheitsursachen eine psychische Komponente nicht von vornherein ausschließt. Wie das Leben anderer Menschen funktioniert, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass ich in meinem Leben aufgrund dieser Philosophie schon etliche schulmedizinische Eingriffe vermeiden konnte.

Natürlich ist auch mir klar, dass das Leben irgendwann zu Ende geht, und dass dann kein Eingriff mehr helfen wird, weder ein schul- noch ein alternativmedizinischer. Und das ist auch gut so. Jemand, der sein Leben gelebt hat, wird nicht auf Lebensverlängerung pochen, sondern bescheiden annehmen, was ist.

Ich bezahle übrigens sämtliche medizinischen Leistungen aus eigener Tasche, obwohl ich top-privatversichert bin. Auch das gehört meiner Meinung nach zur Verantwortung im Gesundheitsbereich.

Das Wassermann-Zeitalter klopft auch bei der Kirche an

Samstag, 27. März 2010

Die katholische Kirche steckt wieder einmal in einer tiefen Krise: Fast jeden Tag werden neue Missbrauchsfälle bekannt. Und nicht nur das. Herr Ratzinger wusste offenbar von etlichen Fällen und half seinerzeit mit beim Vertuschen.

Jetzt hoffen die Kirchen-Reformer auf ihre große Chance, endlich den Zölibat abzuschaffen und Frauen in Kirchenämtern zuzulassen. Aber das wäre gar nicht in meinem Sinn. Denn damit würde die katholische Kirche wieder eine akzeptable Institution, und die Menschheit würde vergessen, dass eine zentrale Sache absolut inakzeptabel ist, nämlich das veraltete Bild von einem Gott als altem Mann mit Rauschebart, der auf einem Thron sitzt und die Sünden der Menschen zählt. Das ist es, was im Neuen Zeitalter ausgedient hat, alles andere sind Neben-Schauplätze!

Daher mein Wunsch: Entweder die katholische Kirche findet jetzt endlich zu einer intelligenten Spiritualität, oder sie bleibt so stur, verstockt und verlogen, bis ihr sämtliche halbwegs Intelligenten den Rücken zukehren und für eine natürliche Dezimierung dieses Männer-Clubs sorgen.

Der Winter meldet sich zurück!

Samstag, 27. März 2010
27. März 2010 in Saanenmöser bei Gstaad

27. März 2010 in Saanenmöser bei Gstaad

Nach zwei ausgebuchten Seminaren mit wunderbaren Menschen bleiben Nany und ich noch ein wenig im Hotel Hornberg und genießen die Rückkehr des Winters.
So sah es heute morgen aus von unserem Balkon aus. Dann kam die Sonne, und jetzt schneit es wieder. Der Winter ist also in den Bergen noch nicht vorbei. Gottseidank, denn jetzt machen wir die Pisten nochmals ein wenig unsicher bis Ostern.

Die Anomalie des Ärgers

Montag, 22. März 2010

Es gibt, wie Ihr vermutlich wisst, vier negative Grundgefühle:

  • Trauer
  • Angst
  • Schuldgefühle
  • Ärger

Wie ist das, wenn Ihr einem Menschen begegnet, der traurig ist? Werdet Ihr dann automatisch traurig? Wohl kaum, oder?

Wenn jemand Angst hat, überträgt sich diese Angst automatisch auf Euch? Natürlich nicht.

Wie ist es mit Schuldgefühlen? Wenn jemand Euch seine Gewissensbisse gesteht, fühlt Ihr Euch dann auch schuldig? Auch hier: Ein klares Nein.

Nur mit diesem blöden Ärger ist es jedes Mal dasselbe: Wenn sich jemand über uns ärgert, löst er unser eigenes vollautomatisches Ärger-Programm aus. Ist das nicht gaga? Sollten wir einem Menschen, der sich ärgert, nicht mit demselben “neutralen Mitgefühl” begegnen wie einem Menschen, der Trauer, Schuldgefühle oder Angst empfindet?

Ganzheits-Medizin bekommt Rückenwind

Donnerstag, 18. März 2010
Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin

Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin neu im Karger-Verlag

Die Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin bekommt eine professionellere Note: Sie wird seit Anfang 2010 vom renommierten Wissenschaftsverlag Karger herausgegeben.

Man kann entweder die Print-Version oder die Online-Version oder beides abonnieren, und zwar hier:
www.karger.com/szg

Schaut mal auf die Homepage, ob Euch die Themen interessieren. Und dann unterstützt die integrative Medizin mit einem Abonnement!

Video-Podcast “HPZ unterwegs”, Route No. 25

Montag, 15. März 2010

Nach drei sensationellen Frühlings-Skitagen habe ich wieder Lust zu arbeiten. Heute geht’s los mit Seminaren, und gestern Abend musste ich noch rasch einen neuen HPZ unterwegs produzieren. Es geht um die provokante Frage, ob Therapie und Forschung überhaupt vereinbar sind.

Bitte drei Mal anhören, bevor Ihr einen Kommentar postet. Denn es ist wichtig, dass man die Gedankengänge genau versteht. Und bitte keine Hasstiraden auf die Schulmedizin, die würde ich nicht veröffentlichen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich die Errungenschaften der modernen Medizin hoch achte. Ich bin lediglich der Ansicht, dass eine rein mechanistische Denkweise jedem Therapeuten und seinen Patienten schadet.

Power-Letter Nr. 162 ist online!

Mittwoch, 10. März 2010

Nützlich, spannend, informativ, wie immer!

http://www.hpz.com/hpz-hypnose-letter/powerletter162.html

Evidenzbasierte Medizin?

Dienstag, 9. März 2010

In der Pharmakologie wird heute verlangt, dass ein Medikament, bevor es auf den Markt kommt, so genannte Doppelblindstudien durchläuft. Wie viele genau verlangt werden, entzieht sich meiner Kenntnis, aber mindestens eine wird es auf jeden Fall sein.

Was geschieht genau bei so einer Studie? Man verabreicht einer Gruppe von Patienten ein Placebo, also eine wertlose Substanz, und einer anderen Gruppe das Verum, also das zu prüfende Medikament. Natürlich weiß keine der Testpersonen, zu welcher Gruppe sie gehört. Weil man relativ früh gemerkt hat, dass es eine Rolle spielt, ob der verabreichende Arzt Bescheid weiß, was er da verabreicht, ging man schon sehr früh zur so genannten Blindstudie über, wo man auch die Ärzte im Dunkeln ließ.

Das reichte aber noch nicht: Man stellte bald darauf fest, dass auch das Wissen der Versuchsleitung die Resultate beeinflusst. Die Doppelblindstudie war geboren.

Mit anderen Worten: Was die so genannte evidenzbasierte Medizin seit langem bekämpft, ist längst Hauptakteur in ihren Studien: Ein heilender Faktor, der weit über den Placebo-Effekt hinaus geht, und der offensichtlich im Unterbewusstsein sämtlicher Beteiligten schlummert.

Kann man es uns Alternativ-Medizinern verübeln, dass wir genau auf diesen Faktor bauen?

Neue Video-Reihe “Small Business Talk”

Freitag, 5. März 2010

Gestern war Francis Dercourt von der Firma Bodyteam in Winterthur bei mir zu Besuch, und schon ist diese neue Video-Reihe entstanden:
hans-peter-zimmermann.tv/Hans-Peter_Zimmermann_TV/001_Small_Business_Talk.html

Wenn Ihr nach dem Anschauen des neunminütigen Videos sagt, das sei nicht Small Business Talk, sondern Business Small Talk, dann gratuliere ich erstens zu Euren Englischkenntnissen, und zweitens sage ich: “Na klar, was glaubt Ihr, warum ich mir dieses spielerische Logo habe einfallen lassen?”

Für die Technik-Interessierten unter Euch: Solche (und noch bessere) Titel könnt Ihr mit Adobe Livetype herstellen, das zum Programm FinalCut Express gratis mitgeliefert wird.

Als wär’s dein letzter Tag?

Dienstag, 2. März 2010

Hand aufs Herz: In wie vielen Self-Help-Büchern habt Ihr schon den Spruch gelesen: “Lebe jeden Tag so, als wär’s dein letzter Tag?”

Hat das irgend einer dieser Nachplapperer jemals zu Ende gedacht? Wie würde man wohl den letzten Tag verbringen? Ich glaube, die meisten von uns würden dasitzen und auf den Tod warten, oder? Das kann ja wohl nicht gemeint sein mit diesem oft zitierten Spruch. Besser wäre wohl zu sagen: “Lebe jedes Jahr so, als wäre es dein letztes.” Ein Jahr ist ein vernünftiger Zeitrahmen. In einem Jahr kann man noch ein paar Dinge unternehmen, die man unbedingt in seinem Lebensbuch drin haben möchte.

Wie wär’s, wenn du jetzt gleich das Jahr 2010 als dein letztes Lebensjahr planen würdest? Wenn da beim Schreiben all dieser Dinge, die du noch tun würdest, Freude aufkommt, dann weißt du, was zu tun ist.

Video-Lektion 4 Zeit-Management

Montag, 1. März 2010

Viel Spaß beim Anschauen und Umsetzen!