Du gehörst zu den Reichsten!

Wusstet Ihr schon, dass wir zu den 7 Prozent der reichsten Menschen gehören, allein aufgrund der Tatsache, dass wir in Europa leben? Ist doch eine gute Information für den Wochenbeginn, oder?

18 Kommentare zu „Du gehörst zu den Reichsten!“

  1. Simon HeiseNo Gravatar sagt:

    Einerseits ist das schön und es freut mich natürlich, von so viel Reichtum umgeben zu sein.

    Andererseits kann man an vielen Stellen nachlesen, dass wir im Westen u.a. deshalb reich sind, weil die Menschen und Volkswirtschaften in anderen Teilen der Welt systematisch ausgebeutet und noch ärmer gemacht werden, von natürlichen Ressourcen (Stichwort Umweltschutz) ganz zu schweigen.

    Sollte nicht daran etwas geändert werden und falls ja: wie?

    Es geht sicher nicht darum, mit einem schlechten Gewissen in der Welt herumzulaufen, alles schlecht zu machen und überall (in erster Linie sich selbst) zu erzählen, wie böse “wir Westler” sind.

    Aber wenn man die Sweatshops in Fernost und die Öko-Sünden z.B. im Platin-Bergbau (damit wir hier alle einen “sauberen” Kat im Auto haben) komplett ignoriert und sich einfach nur über die Manifestation des billigen T-Shirts oder seines iPhones freut, ist das nicht gerade eine ganzheitliche Betrachtungsweise.

    Wie stehst Du denn zu solchen Überlegungen, lieber Hans-Peter? Ich sehe all unseren Wohlstand immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge und glaube, dass sich da in Zukunft etwas radikal ändern muss.

    (Leseempfehlung: “Confessions of an Economic Hitman”, John Perkins)

  2. StephanNo Gravatar sagt:

    Das ist doch wunderbar und ein schöner Ansatz dafür, dass alles im Leben eine Sache des Blickwinkels ist.

    Ich könnte natürlich auch relativieren und fragen: Gehören wirklich alle Europäer zu den 7%? Wie war doch gleich der Name der Technik?

  3. Hallo Simon, hallo Stephan,

    …wenn das doch mal kein Ansporn dafür ist, nun endlich bald selber zu den “Allerreichsten” zu gehören, oder?
    Mit dem Geld kann man dann ja viel Gutes bewirken, im Sinne des Umweltschutzes und gegen Öko-Sünden…
    ;-)
    viele Grüße,

    Jürgen

  4. CheesLeeNo Gravatar sagt:

    Hallo Simon
    Auf Grund meiner Psychohygiene dürfte ich eigentlich Deine Thesen gar nicht lesen.- Möchtest Du wirklich, dass wir alle ständig griesgrämig und mit einem schlechten Gewissen in der Welt rum laufen? Klar leben wir im Luxus, klar begehen wir Sünden. Aber, wir tun auch was für unseren Luxus und schreien nicht nur nach IV, Sozialunterstützung und Harz4 (ist dasselbe).

  5. Simon HeiseNo Gravatar sagt:

    @ Stephan:

    Ohne es ganz genau zu wissen, schätze ich mal, dass selbst der ärmste Europäer immer noch reicher ist als 99% aller Thailänder. Es geht ja nicht nur darum, wieviel Geld man auf dem Konto hat, sondern auch darum, auf welche Gesellschaftsleistungen man Zugriff hat – Sozialsystem, halbwegs brauchbares Essen, medizinische Versorgung, Hygienestandard, Kanalisation, Müllabfuhr, humane Arbeitsbedingungen etc.

    @ Jürgen:

    Guter Ansatz, und viele Superreiche (Bill Gates et al) sind ja nebenbei noch “Philantropen” engagiert.

    Wenn jedoch irgendwo weiter unten in der Zuliefererkette von in irgendeinem fernen Land, in dem man billig einkauft, Korruption und Ausbeutung ein wichtiger ökonomischer Faktor sind (damit die Rechnung überhaupt aufgeht), kann man vielleicht einen Teil der entstandenen Ungerechtigkeit mit seinem Geld kompensieren, aber sicher nicht alles.

    Und ganz pedantisch gesehen kommen wir sowieso alle karmisch nicht ganz sauber aus der Sache raus, solange wir eben quasi zwangsläufig von pervers billigen Arbeitskräften (teils Kindern) mit 14-Stunden-Tagen profitieren und allein aufgrund unserer Teilnahme am System am Erdölverbrauch teilnehmen.

    Und jeder, der irgendwas konsumiert oder produziert, kauft oder verkauft, finanziert das System mit, weil eben alles durch die globalisierte Werschöpfungskette miteinander verwoben ist. Da hilft auch kein Boykott jeglicher Form.

    Vielleicht sehe ich das alles zu kritisch und vielleicht ist Abhilfe an diesen Zuständen schon längst unterwegs, aber es gibt jedenfalls viele “schmutzige Geheimnisse”, die aus gutem Grund in keiner Werbesendung und in keinem Audi-Prospekt erwähnt werden.

    Wie schon erwähnt, kann man natürlich sowieso nicht viel an der Zuständen ändern außer vielleicht sein ganzes Geld spenden (wenn es denn auch da ankommt, wo es hin soll).

    Aber die schreiende Ungerechtigkeit, von der wir alle profitieren (und ohne die wir auch keine Blogs lesen oder kommentieren könnten, weil eben auch jemand die Computerdisplays und sonstige Bauteile möglichst günstig produzieren muss) und sich stattdessen an “unserem” Reichtum zu erfreuen, kann doch wohl letzten Endes auch nicht die richtige Lösung sein.

    Aber wenigstens kann man mal an geeigneter Stelle (hier?) auf solche Themen hinweisen, damit Leute, die etwas bewirken können, dazu angeregt werden, ihre Position in der globalisierten Welt kritisch zu beleuchten.

    @ HPZ:

    Danke, dass Du diese Diskussion ermöglichst, wenn auch leider bislang ohne persönliche Teilnahme :-)

  6. Simon HeiseNo Gravatar sagt:

    @ CheesLee

    Nein, ich möchte niemandem den Spaß verderben, weil das überhaupt nichts bringt, der Thailändischen Fabrikarbeiterin nicht und mir auch nicht.

    Und mit der “Psychohygiene” hast Du natürlich auch recht. Man muss bei der theoretisch verfügbaren Menge an schlechten Nachrichten wirklich aufpassen, dass man nicht total depressiv wird (ich habe das mehrmals hinter mir).

    Aber es kann andererseits nicht angehen, dass man sagt, hey super, uns geht’s voll gut und völlig ignoriert, worauf das eben auch basiert (Ausbeutung der sog. “Dritten Welt” und massive Umweltzerstörung).

    Das wäre psychologisch gesehen Verdrängung, das kann auf Dauer nicht gutgehen und das muss sich ändern!

    Ich habe nicht das Patentrezept, wie wir möglichst nahtlos an den hiesigen Status Quo anknüpfen und gleichzeitig eine globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit aufbauen können, so dass der Rest der Welt nachzieht. Wobei ich glaube, dass das absolut möglich wäre.

    Aber nur das reiche Europa wie einen sauberen und nachhaltigen Selbstversorger zu betrachten und den Rest der Welt zu ignorieren und das, was die westlich gesteuerte Globalisierung angerichtet / verschlimmert hat, wäre geradezu zynisch!

    Und es sind keine “Thesen”, sondern vorhandene und durchaus recherchierbare Missstände, von denen ich hier spreche. Sie finden nur in den traditionellen Medien wenig Erwähnung und erst recht nicht in der Konsum- und Werbewelt.

    Natürlich wird man schnell zum Spielverderber, wenn man mal kritisch nachfragt. Aber möchtest Du denn, dass unser Lebensstandard und unser wirtschaftliches Selbstverständnis auf Ignoranz und Lüge basiert?

    Es wird zurecht immer mehr “Ganzheitlichkeit” gepredigt, aber dazu gehört eben auch, dass man sich mal ansieht, was alles schief hängt, damit man es (wie auch immer) irgendwie gerade rücken kann. Oder das zumindest versuchen.

  7. wie wäre es damit:

    „Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.”

    Viele Grüße,

    Jürgen

  8. Man kann das alles auch aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Wenn dieser Planet ein Ort ist, um bestimmte Erfahrungen machen zu dürfen ist alles gut so wie es ist.
    Dann muss nicht zwangsweise geurteilt werden was schlecht oder gut ist.
    Allerdings heißt das nicht dass wir alles so hinnehmen müssen. Wenn sich jemand dazu entscheidet auf dieser Erde die Erfahrung machen zu wollen, etwas verbessern zu müssen, ist er hier genau richtig. Am Ende bekommen wir alle die Erfahrung die wir brauchen.
    Der Superreiche, die Thailändische Fabrikarbeiterin und der Verbesserer.

    Stefan

  9. BrigitteNo Gravatar sagt:

    @ Simon
    “man” soll, “man” kann, “man” muss, “man” darf, “man” will, … Von diesem “Man” hab ich jetzt schon sooo viel gehört und gelesen! Wenn der tatsächlich all das umsetzt, was wir von ihm erwarten und fordern und erhoffen, dann steht uns bald das Paradies auf Erden ins Haus ;-)
    Da ich “Man” jedoch leider nicht kenne und wohl auch nie das Vergnügen haben werde, fange ich einfach mal damit an, dass ich Dinge ändere, die ich ändern will, muss, darf, soll, kann…! Und wer weiss: Vielleicht ist das so ansteckend, dass (jeder)man mit Freude mitzieht!?!

    Äs fröhlichs Grüässji üs Schaffhüse
    Brigitte

  10. Hallo Hans Peter,
    was ist Reichtum? wo beginnt Reichtum? Es ist doch eher eine Definition. Ich denke wir haben ein völlig falsches Verständnis von dem Begriff Reichtum, es wird mit Besitz gleichgesetzt. Bin ich aber nicht Reich wenn ich eine gute Partnerin oder einen guten Partner an meiner Seite habe, wenn ich wirkliche Freunde habe auf die ich jederzeit zählen kann, wenn ich eine Familie habe die hinter mir steht und mich stärkt usw.?
    Viele Grüße
    Olaf

  11. Hallo Olaf,

    Du hast Recht, es ist alles eine Frage der Definition.

    in dem Fernsehbericht über eine Vortragsreise eines deutschen Politikers durch Indien konnte man folgendes sehen und hören:
    Der Politiker benutzte immer mal den Begriff “dritte Welt”.
    Es meldete sich ein Zuhörer und fragte nach der Definition des Befriffs. Es folgen die bekannten Erklärungen wie: …nicht so weit entwickelt, hinter dem üblichen Standart zurück etc.
    Da antwortete der Zuhörer: Was gibt ihnen das Recht so zu urteilen? Sie haben vielleicht Mercedes und Siemens aber wir kümmern uns um unsere Eltern wenn diese alt sind.”

  12. Simon HeiseNo Gravatar sagt:

    @ Brigitte:

    Du hast es schon richtig erkannt: DU bist “man”. Und analog zu dem “Flügelschlag eines Schmetterlings, der irgendwo auf der Welt einen Orkan auslösen kann, wird es wohl auch nicht ohne Auswirkung bleiben, wenn Du Dinge in deinem Wirkungskreis veränderst.

    Leider tun das die meisten überhaupt nicht und scheren sich einen Dreck darum, wer ihnen ihren “Reichtum” (s. Definitionsfrage) erwirtschaftet.

  13. Simon HeiseNo Gravatar sagt:

    @ Olaf, Jürgen

    Die sog. “Dritte Welt” ist eigentlich recht klar definiert: Die Südhalbkugel. Alles, was zur Zeit der Prägung dieser Definition nicht “West” (= 1. Welt) oder “Ost” (= 2. Welt) war.

    Obwohl die “2. Welt” heute offenbar nicht mehr so eine große Rolle spielt, ist die “3. Welt” das geblieben, was sie schon immer war: Ein Selbstbedienungsladen für die westlichen Mächte, reich an Ressourcen und billigen Arbeitskräften, gebeutelt von Diktaturen, Bürgerkriegen und Hungersnöten, mit oft niedrigstem Lebensstandard, niedriger Lebenserwartung, teils ohne den Hauch gewisser Grundrechte und -versorgung etc. etc.

    Ja, sie kümmern sich um ihre Eltern, aber oft notgedrungen in irgendwelchen improvisierten Asbesthütten ohne Kanalisation. Ist das Reichtum?

    Natürlich ist Geld nicht alles und mit Geld kann man auch nicht alles kaufen. Das wissen wir spätestens seitdem wir HPZs “Geld ist schön” gelesen haben. Und ich kann auch verstehen, dass Inder oder irgendwelche anderen Südhalbkugler nicht gerne als “Dritte Welt” bezeichnet werden.

    Aber um (unfreiwillig) despektierliche Bezeichnungen geht es hier doch gar nicht. Ich denke, dass HPZ in erster Linie von materiellen Parametern spricht. Darüber hinaus gibt es ein paar Sekundärtugenden, die eine Gesellschaft sich leisten kann, wenn das Gröbste materiell gesichert ist.

    Dass man nachts rausgehen kann, ohne um sein Leben fürchten zu müssen. Dass nicht nächstes Jahr alles, was nach einem Bürgerkrieg mühsam aufgebaut wurde, in einem Staatsstreich oder einer “ethnischen Säuberung” innerhalb kürzester Zeit wieder zerstört wird.

    Dass man nicht 800 km vor Hungersnöten, Seuchen, feindlichen Soldaten oder Freischärlern zu Fuß ins Ungewisse fliehen muss. Dass Kinder nicht ohne Umwege über Schule oder ähnlichen Quatsch direkt in die Fabrik oder den Bergbau geschickt werden.

    Dass es, wie weiter oben von mir erwähnt, überhaupt ein Schulsystem, eine medizinische Versorgung, genügend Essen, halbwegs verlässliche Polizei, so etwas wie ein (wenn auch sicher unzulängliches) Rechtssystem gibt.

    Man möge mir verzeihen, wenn ich hier etwas quengelig rüberkomme, aber ich finde es unvorstellbar, dass all diese eklatanten Unterschiede in der Welt (man könnte auch von “Ungerechtigkeit” sprechen, aber das ist ja schon wieder “beurteilend”) für die meisten Menschen und sogar für die meisten in dieser Diskussion überhaupt keine Rolle zu spielen scheinen.

    Sicher, diese Welt ist dafür da, Erfahrungen zu machen, jeder auf seine Art. Und wir können auch in niemanden hineinsehen, um einzuschätzen, ob das für ihn eine angemessene Erfahrung ist.

    Mit dem gleichen Argument könnte man aber auch jegliche Grausamkeiten gegen Minderheiten oder schwächere als “halt deren Erfahrung” hinnehmen. Da bräuchte ja keiner nach Afrika zu fliegen und denen nahezubringen, dass Genitalverstümmelung an Frauen eigentlich etwas ganz übles ist. Ist halt deren Kultur und die Frauen hatten wahrscheinlich ihre Gründe (vielleicht karmische) für diese Erfahrung. Wie weit geht deine Toleranz da, Jürgen?

    Mir ist bewusst, dass sog. “Weltverbesserer” oder “Gerechtigkeitsfanatiker” (als ob Gerechtigkeit eine ähnlich nebulöse Angelegenheit wie eine Religion wäre) meist auf recht verlorenem Posten stehen und unterm Strich oft wenig erreichen.

    Aber es wird doch wohl erlaubt sein, auf die Zustände und Zusammenhänge in der globalisierten Welt hinzuweisen. Ich habe leider nicht die Lösung in der Tasche, aber ich bin der Meinung, dass Aufklärung notwendig ist und dass jeder, der sich mit dem Thema “Reichtum” befasst (besser noch: jeder, der in der globalisierten Welt konsumiert, also wir alle), sich auch die Schattenseiten ansehen sollte, damit diejenigen, die etwas verändern könn(t)en, überhaupt erreicht werden.

    Wie im Beispiel Ghandi braucht es ja manchmal nur einen einzigen, um viele andere zu inspirieren und mitzureißen. Ich bin sicher nicht der große Inspirator, sondern eher der kleine Nörgler – aber auch der hat seinen Platz und seinen Sinn, wenn er z.B. den Inspirator aufmerksam macht und aktiviert. Vielleicht ist der Inspirator ja eine(r) von Euch… Brigitte?

  14. @ Simon
    „Leider tun das die meisten überhaupt nicht und scheren sich einen Dreck darum, wer ihnen ihren “Reichtum” (s. Definitionsfrage) erwirtschaftet“.
    Hört sich schon Therapie bedürftig an, meinst Du, alle Reichen sind Ausbeuter.
    Wie Brigitte ja schon schrieb, ist jeder selbst für alles was einem umgibt selbst verantwortlich. Das einzige ist die Familie die ich mir nicht aussuchen kann, aber auch hier gibt es Möglichkeiten Veränderungen zu bewirken. So habe ich auch meinen Beitrag gemeint und nicht von dritter Welt geschrieben. Reichtum ist in erster Linie in uns, was jeder daraus macht ist ihm überlassen. Du kannst ihn annehmen und dann viel Gutes bewirken oder aber ablehnen und dich selbst sabotieren.
    Viele Grüße
    Olaf

  15. Lieber Simon,

    du schreibst: …”Wie weit geht deine Toleranz da, Jürgen?”
    Bitte meine Texte richtig lesen. Niegendwo schreibe ich, dass ich Ungerechtigkeiten toleriere.
    Meine Toleranz ist für diejenigen, die solches Leid, wie du beschreibst, ertragen müssen, leider völlig unerheblich.
    Daher ist es toll zu sagen, DAS toleriere ich überhaupt nicht! Klingt sehr engagiert und gut. Und wir gefallen uns hier in unserer sicheren westlichen Welt ja auch mit solchen Aussagen. Gern machen wir auch Lichterketten gegen Hungersnöte, Wibelstürme und Kriege.
    Leider habe ich auch oft festgestellt, dass Menschen, die im eigenen Leben viele Baustellen haben, gern für Frieden und Gerechtigkeit in der ganzen Welt kämpfen.
    Du hast sicher in vielen Dingen Recht aber zu diesem Thema reicht der Blog nicht aus und die Anregungen aller Blogschreiber hier sind des Nachdenkens wert!

    Viele Grüße,

    Jürgen

  16. RenateNo Gravatar sagt:

    Hi, Simon – kleine Nörgler haben m.E. überhaupt keinen Sinn, nur zuviel Zeit am Arbeits-Tag und am Feier-Abend. Tipp: Deiner Mutter so einen langen Text schreiben, Sparen für´s Grundlagenseminar oder Garten umgraben: und zack, ist die Welt wieder etwas reicher. Wenn Du weißt, was reich sein kann.
    Herzliche Grüße
    Re

  17. Simon HeiseNo Gravatar sagt:

    @ Olaf

    Das “therapiebedürftig” geht mir fast ein wenig zu weit, aber ich will mal galant darüber hinwegsehen.

    Ich habe nicht gesagt, dass alle Reichen automatisch Ausbeuter sind (gerne noch einmal genau nachlesen).

    ABER zumindest mittelbar profitieren viele von, sagen wir, Verschiebungen weiter unten in der Hierarchie.

    Da muss man gar nicht bis nach Asien gehen: Zeitarbeitsfirmen sind auf dem Vormarsch und an vielen Stellen, wo die Unternehmen (sagen wir Mercedes) früher Festangestellte hatten, arbeiten heute, weil es für das Unternehmen billiger ist, Zeitarbeits-Söldner für 7 € / Stunde.

    Das ist schlicht und einfach Sozialabbau und das ganze Wirtschaftssystem ist im wachsenden Maße durchsetzt mit solchen Unausgeglichenheiten.

    Darum ging es mir bei meinen Postings. Natürlich kann der Einzelne wenig daran ändern, aber ich sehe auch nicht ein, dass man dazu nichts sagen soll.

    Mir ist schon bewusst, dass diese Dinge im klassischen HPZ-Klientel niemanden direkt betreffen. Aber ganzheitlich gesehen ist das System nicht in Ordnung. Und die meisten, obwohl Teilnehmer und Nutznießer, wissen davon gar nichts.

  18. Simon HeiseNo Gravatar sagt:

    @ Jürgen

    Ich verstehe deine Anregungen und praktisch gesehen hast Du absolut recht. Ich sage ja auch gar nicht, dass Du oder sonstwer irgend etwas tun MUSST.

    Ich finde es nur erstaunlich, welche Unkenntnis über Teilbereiche des globalen Wirtschaftens bei vielen herrscht.

    Und wir haben noch gar nicht mal richtig über Ökologie gesprochen (das lassen wir an dieser Stelle auch mal lieber, sonst kommen wir vom Hundertsten ins Tausendste).

    Aber der Hinweis ist doch wohl erlaubt, dass die Basis unseres Reichtums zum großen Teil nicht von uns selbst, sondern von anderen erschaffen wird, die selbst überhaupt nichts davon haben?

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