Archiv für Juli 2010

Arme Filmhochschul-Professoren!

Donnerstag, 29. Juli 2010

Gestern haben Nany und ich uns den Film “The Hurt Locker” über Pay-per-View reingezogen. Poaaah, die Enttäuschung des Monats! Warum der so viele Oscars bekommen hat, ist mir ein Rätsel. Saufdünne Story, um nicht zu sagen “keine Story”, und vor allem lausige Kameraführung und amateurhafter Schnitt.

Seit einiger Zeit scheint in Hollywood eine neue Nachlässigkeit salonfähig zu werden, die den Besuch von Filmhochschulen überflüssig macht. Es wird nicht nur alles aus der Hand gefilmt, nein, man rüttelt noch absichtlich und unmotiviert mit der Kamera in der Gegend herum. All das, was man früher an Amateurfilmern kritisiert hat, wird jetzt zum Kult erhoben. Hat der Kameramann Lust, mal eben ruckartig den Zoom zu bewegen: Aber ja doch, mach’ ruhig; wir werden es als Stilmittel verkaufen! Und was die Kamera nicht kaputtmacht, das wird beim Schnitt noch besorgt. Mal eben einen Achssprung oder einen Anschlussfehler einbauen? Warum nicht, merkt ja eh’ keiner. Und die, die’s merken, zeichnen den Film noch aus für besonderen “Reality Touch” oder wie immer das Stichwort lautet für diese stümperhaften Machwerke.
Wenn die Storys schon nichts mehr bewegen, bewegen wir doch wenigstens die Kameras nach Herzenslust!

Arme Filmhochschul-Professoren, was wollt Ihr Euren Studenten in Zukunft noch beibringen?

Tarot für Bodenständige

Dienstag, 27. Juli 2010

Ich habe in den letzten Tagen eine Umfrage bei den Teilnehmern meines Grundlagen-Seminars durchgeführt und bin völlig überwältigt vom positiven Echo.

Unter anderem wollte ich auch wissen, wie man das neue Programm meines Unternehmer-Workshops “Spiritualität und Erfolg” beurteile. Ich bin noch nicht fertig  mit der Auswertung, aber geschätzte 90 Prozent der Befragten finden den Titel und das Programm gut. Bei den restlichen 10 Prozent findet sich öfter mal Skepsis bei der Erwähnung des Begriffes “Tarot”. Für die möchte ich hier etwas Aufklärung leisten und einen Ausschnitt aus meinen Unterlagen veröffentlichen:

Der seriöse Umgang mit dem Tarot kann uns in unserer Entwicklung unterstützen, indem wir uns mit den Schattenanteilen unserer Seele konfrontieren. In der Jungschen Philosophie gibt es die „Persona“; das ist der Teil in uns, den wir für das „Ich“ halten. Alles, was wir ablehnen, gehört dagegen zum psychologischen „Schatten“, ist aber gemäß Jung dennoch ein Teil von uns.

Der ernsthafte Umgang mit dem Tarot setzt voraus, dass der Hauptzweck unseres Lebens unsere seelisch-geistige Entwicklung ist, und dass alles, was geschieht, dieser Entwicklung dient.

Für den Tarot-Anfänger gibt es „gute“ Karten und solche, die einem Angst machen. Man sollte sich so lange mit dem Tarot beschäftigen, bis einem keine Karte mehr Angst macht. Denn dann hat man begriffen, worum es geht.

Das Tarot kann unbewusste und vorbewusste Aspekte ins Bewusstsein holen und damit zu ganzheitlicherem Handeln anregen.

Wofür man das Tarot nicht missbrauchen sollte:
Für Zukunftsvorhersagen banaler Art, z.B. „Wann steht der nächste Lover auf der Matte“. Wer das tut, zeigt erstens, dass er eine sehr simple Weltanschauung pflegt, und zweitens, dass er sich lieber auf die Intuition eines „professionellen“ Deuters als auf die eigene Intuition verlässt. Außerdem vergibt er sich die Chance, seinen eigenen Umgang mit Symbolen zu üben und zu pflegen.

Spannend finde ich auch den Beitrag des promovierten ETH-Technikers Hanspeter Schmid, der erklärt, warum er sich als Wissenschaftler mit dem Tarot befasst:
www.schmid-werren.ch/tarot/philosophie/warum_why.html

Und hier ein weiteres Jung-Highlight

Dienstag, 27. Juli 2010

Hier geht’s zur Fernsehsendung “Sternstunde Philosophie” vom 25.7.2010.
Die Psychologie-Professorin und Buchautorin Verena Kast spricht über das geheimnisvolle “Rote Buch” von C.G. Jung, das kürzlich veröffentlicht wurde.

Achtung: Mit diesem Link öffnet sich das Programm iTunes, und Ihr könnt die Sendung direkt auf Eure iPods, iPhones oder iPads laden:
itunes.apple.com/ch/podcast/sternstunde-philosophie-vom/id192647956?i=85112669

Wieder einmal: Danke, Google!

Dienstag, 27. Juli 2010

Ich habe heute wieder einmal das Bedürfnis, der Firma Google zu danken für alles, was sie für uns tut:
Für die Unterlagen meines neuen Workshops wollte ich das Thema “C.G. Jung und Tarot” vertiefen und stellte fest, dass Jung uns dank Youtube (das ja auch Google gehört) in Wort und Bild zur Verfügung steht.

Hier geht’s zum Beispiel zu einem interessanten Interview mit C.G. Jung:
Teil 1 www.youtube.com/watch?v=eLJsiQ4h3fY
Teil 2 www.youtube.com/watch?v=A6D6N6U6Hjg
Teil 3 www.youtube.com/watch?v=hD-W-1z_qco
Teil 4 www.youtube.com/watch?v=90VXHjQREDM

Wer nur wenig Zeit hat, soll sich zumindest die letzten 10 Minuten des vierten Teils anhören. Da spricht Jung über seine Ansicht über ein allfälliges Leben nach dem Tod. Und der letzte Satz des Interviews ist besonders eindrücklich: “Der Mensch erträgt kein sinnloses Leben!”

Wie findet Ihr diesen Werbespot?

Samstag, 24. Juli 2010

Hier ist mein Werbespot für den neuen Workshop “Spiritualität und Erfolg”. Ist doch ganz gut gelungen, oder?

hans-peter-zimmermann.tv/Hans-Peter_Zimmermann_TV/Unternehmer-Workshop.html

Sind Blog-Leser keine potenziellen Kunden?

Donnerstag, 22. Juli 2010

Ich diskutierte kürzlich mit einem befreundeten Seminarleiter, und der gab eine provokative These zum Besten. Er meinte: “Ich habe aufgehört zu bloggen, da ich gemerkt habe, dass die meisten Blog-Leser sich mit meinem Blog begnügen und nie zu einem Seminar kommen. Im Gegenzug stelle ich fest, dass sich von meinen Seminar-Teilnehmern selten jemand für meinen Blog interessiert. Die wollen eben ‘the real thing’ und nicht so eine Pseudo-Brieffreundschaft.”

Das will ich jetzt mal wissen: Liebe HPZ-Blog-Leser, wer von Euch war schon mal an einem HPZ-Seminar. Ihr müsst nicht schreiben, wie es Euch gefallen hat (obschon mich das natürlich freut).

Keine Sorge: ich werde trotzdem weiter bloggen. Ihr wisst ja, wenn man in erster Linie nützlich sein will, kommt das nötige Geld automatisch rein. Aber aus Marketing-Sicht interessieren mich Eure Antworten schon…

Power-Letter Nr. 166 ist online!

Donnerstag, 15. Juli 2010

Viel Spaß beim Lesen!

http://www.hpz.com/hpz-hypnose-letter/powerletter166.html

Video-Podcast “HPZ unterwegs”, Route No. 26

Dienstag, 13. Juli 2010
Route No. 26 ist bereit für Euch, sechs Minuten zum Thema Astrologie

Route No. 26 ist bereit für Euch, sechs Minuten zum Thema Astrologie

Ein weiterer Zugersee-Bootcast wartet darauf, von Euch gesehen zu werden. Sechs Minuten zu dem Thema, das mich in den letzten Monaten am meisten beschäftigt hat: Astrologie.

http://www.youtube.com/watch?v=VY6lNKJuAaw

Gratis: Astrologie-Grundlagen für Hypnotherapeuten

Samstag, 10. Juli 2010

In einem 23-seitigen PDF habe ich zusammengefasst, was Hypnotherapeuten über Astrologie wissen müssen, um noch besseren Rapport zu ihren Klienten aufzubauen und ihren individuellen Eigenheiten noch besser gerecht zu werden.

Mit diesem Formular könnt Ihr das PDF gratis abrufen:
http://www.hpz.ch/formulare/astrologie-formular/astrologie-fuer-hypnotherapeuten.html

Wer mehr über Astrologie erfahren will, studiert das Programm zu meinem Workshop “Spiritualität und Erfolg”.

Die Weisheit des Monats

Samstag, 10. Juli 2010

Die Weisheit des Monats stammt diesmal von meinem Studienkollegen Topher Morrison. Wenn er mit dem alten Vorurteil konfrontiert wird, dass Show-Hypnotiseure den Willen von Menschen beeinflussen können sollen, sagt er:
“Wenn die das könnten, warum verplempern sie dann ihre wertvolle Zeit in schummrigen Discotheken und fragwürdigen Fernseh-Shows? Warum sorgen sie nicht dafür, dass Kinder keine Drogen konsumieren und Politiker keine Kriege anzetteln wollen?”

Veraltete Begrüßungs- und Abschieds-Zeremonien

Freitag, 9. Juli 2010

Am Ende einer tollen Gratis-Weiterbildung für meine Therapeuten ist mir aufgefallen, dass wir uns immer noch begrüßen und verabschieden wie vor 200 Jahren. Das ganze Zeremoniell dauerte mehr als eine Viertelstunde und man hätte meinen können, dass wir mindestens ein Jahr lang nichts mehr voneinander hören und sehen würden.

Dabei bekamen die Teilnehmer schon eine Stunde nach Schluss wieder eine Rundmail von mir mit Foto-Links, Adressliste und verschiedenen Downloads, natürlich wieder mit Begrüßungs- und Abschiedsfloskel, wie wir es gewohnt sind.

Meine Anregung:
Floskeln und Rituale sind ja schön und gut. Aber ist es wirklich noch sinnvoll, in einer Zeit, wo man ständig mit allen in Kontakt ist, so viel Zeit zu verplempern für Begrüßungen und Verabschiedungen, die sowieso keine sind, weil man sich eine halbe Stunde später schon wieder via Handy unterhält?

Und muss ich jede E-Mail, die ich an Felix Muster schicke, mit den zeitraubenden Floskeln “Lieber Felix” und “Mit herzlichen Grüßen, Hans-Peter” ergänzen, wenn wir uns täglich mehrmals anmailen?

Spricht etwas dagegen, dass wir unsere Rituale der rasanten Entwicklung in der Kommunikation anpassen?

Der Papst, von Gott eingesetzt?

Montag, 5. Juli 2010

Aufgrund einer privaten Reinkarnationsforschung beschäftige ich mich gerade mit der Geschichte der Päpste. Und jetzt, wo ich mehr darüber weiß, bin ich noch erstaunter darüber, dass die Kirchenfürsten immer noch steif und fest behaupten, der Papst werde jeweils von Gott eingesetzt. Das kann nicht sein, zumindest nicht von dem Gott, an den diese Menschen zu glauben vorgeben.

Oder würde der Gott der Katholiken die Simonie zulassen, also das Kaufen der Papstwürde durch Angehörige von Adelsgeschlechtern, wie es vor Clemens II. (1005 – 1047) gang und gäbe war? Und hätte der Gott der Katholiken zugelassen, dass Clemens II. ermordet wird, weil er die Simonie abgeschafft und weitere Reformen in die Wege geleitet hat?

Mein Tipp an die Herren Kirchenfürsten: Hört doch endlich auf mit dem Spuk! Ihr seid doch alle studierte Menschen und solltet es besser wissen, oder?

Träume deuten, bringt das etwas?

Montag, 5. Juli 2010

Meine persönliche Meinung:
Träume sind das Recycling unseres psychischen Mülls. Von unserer bewussten Kontrolle befreit, laufen nachts Bilder, Klänge und Gefühle wild durcheinander ab, und beim Aufwachen versucht unser Bewusstsein, daraus eine Geschichte zu formen. Mehr ist da nicht.

Eine Ausnahme bilden immer wiederkehrende Träume, die mit so starken Emotionen verbunden sind, dass sie uns selbst tagsüber noch beschäftigen. Die sollten wir uns mittels Symptomtrance anschauen, den Ursprung ergründen und neurologisch entkoppeln. Erfahrungsgemäß gehören solche Träume anschließend der Vergangenheit an, und die Seele ist um eine Erfahrung reicher.

Nochmals Glückwunsch, Deutschland!

Samstag, 3. Juli 2010

Wow, jetzt schon im Halbfinal. Spitze, weiter so!