Offener Brief an die Kunden und Freunde von Hans-Peter Zimmermann

Liebe Freunde und Kunden,

Ich habe in meinem Leben etliche persönliche Krisen erlebt, in denen ich bereit war, auf alles bisher Erreichte zu verzichten, um es mit dem Gefühl zu tauschen, ein sinnvolles und nützliches Leben zu führen. Jetzt ist wieder so ein Moment gekommen, und ich möchte Euch mitteilen, was ich in meinem Leben ändern will und warum.

Keine Sorge: Ich bleibe meiner Berufung treu und bin weiterhin für Euch da. Es geht mir vielmehr um eine Fokussierung auf das Wesentliche.

Bitte nehmt Euch die Zeit, diesen Brief sorgfältig und vollständig zu lesen. Zum besseren Verständnis teile ich ihn in drei Abschnitte ein:

  1. Die Auslöser
  2. Was mich in meinem Leben stört
  3. Was ich ändern werde
  1. Die Auslöser

Es gab in letzter Zeit mehrere Ereignisse, die auf mich eine Signalwirkung ausübten:

  • Der Tod von Bärbel Mohr und anderer Trainer und spiritueller Lehrer. Viele Schüler dieser Lehrer haben sich verarscht gefühlt, weil sie herausfanden, dass diese offenbar doch nicht das gelebt haben, was sie predigten. Ich bin immer noch der Meinung, dass wir für unser seelisches und körperliches Wohl selbst verantwortlich sind. Wenn das aber so ist, dann haben sich diese Lehrer ihren frühzeitigen Tod unbewusst herbei gewünscht. Keiner versteht das besser als ich. Denn alles erreicht zu haben, was man auf materieller Ebene erreichen kann, das kann auch ein Fluch sein. Und wenn man meint, dass es danach keine Steigerung gibt in Sachen persönliche Entwicklung, landet man in einer Sackgasse, aus der man nur noch im Sarg liegend heraus kommt. Mehr darüber weiter unten.
  • Ein Blog-Leser, den ich nicht persönlich kenne, schrieb mir kürzlich, ich sei vielleicht bis vor zwei Jahren noch up-to-date gewesen, was Internet-Marketing angehe, aber den Social-Media-Zug hätte ich völlig verpasst, und somit sollte ich auch keine Internet-Seminare mehr anbieten. Auch wenn dieser Leser sich in erster Linie wichtig machen und sich selbst in den Vordergrund stellen wollte, enthält die Botschaft doch ein Körnchen Wahrheit. Und es hat auch einen Grund, warum ich mich nicht für die neuesten Entwicklungen im Internet-Marketing interessiere. Auch darüber mehr im nächsten Abschnitt.
  • In einem Video, das ich mit dem Radionik-Experten Hermann Grösser produziert habe, fielen die Stichworte „Placebo-Marketing“ und „Placebo-Preise“. Gemeint ist damit ein Preis, der so hoch ist, dass man gar keine Überlegung mehr darüber anstellt, ob auch tatsächlich etwas dahinter steckt. Auch darauf werde ich noch näher eingehen.
  • Grundsätzlich hatte ich in den letzten Monaten das Gefühl, dass ich mich verzettele und immer öfter Dinge tue nur mit dem Zweck, das bisher Erreichte zu erhalten, und nicht, um wirklich nützlich zu sein. Einige von Euch würden vielleicht sagen, mein Ego hatte Hochkonjunktur ;-)
    Wie Ihr jedoch alle aus den Nachrichten wisst, geht es zur Zeit den Egos dieser Welt mächtig an den Kragen, und das ist auch gut so.
  1. Was mich in meinem Leben stört

  • Dass es im Leben eines Menschen mit einem gewissen Bekanntheitsgrad Unterschiede gibt zwischen der öffentlichen und der privaten Persönlichkeit, liegt in der Natur der Sache. In den letzten Jahren hatte ich jedoch immer öfter das Gefühl, dass der private Hans-Peter Zimmermann hinter der öffentlichen HPZ-Marke auf der Strecke blieb. Die Kommentare in meinem Blog zum Beispiel stammen zum größten Teil von Menschen, die ich nicht persönlich kenne und möglicherweise nie kennenlernen werde. Meine Kunden und Freunde lesen meine Beiträge auch, bleiben aber in der Regel stille Konsumenten. So ergibt sich für den unbedarften Leser ein völlig verzerrtes Bild meiner „Kundschaft“, und für mich bedeutet es, dass ich oft mit belanglosen Blog-Kommentaren meine Zeit verplempere, die ich besser nutzen würde, indem ich jemandem helfe, ein sinnvolleres Leben zu führen.
    Außerdem habe ich bei vielen Kommentatoren das Gefühl, dass sie ihre Kommentare nur abgeben, um im Internet möglichst präsent zu sein.
  • Dass ich mich grundsätzlich wenig für Social Media (Facebook, Twitter, Xing etc.) interessiere, liegt daran, dass das Ganze in meinen Augen ein aufwändiges Kartenhaus ist, das nur zum Zweck hat, ständiges „Internet-Rauschen“ zu produzieren und nicht in Vergessenheit zu geraten. „Twitter“ bedeutet ja „Zwitschern“, und es drückt sehr gut aus, was da passiert: Belangloses Gezwitscher, um nur ja nicht zur Ruhe zu kommen, und um ja nicht über echte Lebensinhalte diskutieren zu müssen.
  • Ich habe bis jetzt für Therapien und Coachings 600 Franken pro Stunde verlangt. Das war eindeutig ein Placebo-Preis. Erstens konnte ich es mir finanziell leisten, wenn gar keiner kam, denn ich verdiene ja mein Geld vorwiegend mit Seminaren. Und zweitens wollte ich den Preis künstlich hoch halten, damit möglichst viele Klienten zu meinen Studenten gingen. Es wäre ja nicht in Ordnung, wenn ich von allen Therapeuten der Billigste wäre und allen die Arbeit wegnähme. Trotzdem stört mich dieses Placebo-Honorar, weil ich ein engagierter Therapeut bin und nicht ein unseriöser Abzocker.
  • Ich habe zwar eine wunderbare Möglichkeit gefunden, um die Themen „Astrologie“ und „Tarot“ effizient und bodenständig zu vermitteln und werde diese Instrumente auch weiterhin für mich und andere nutzen. Dennoch habe ich das Gefühl, dass ich mich mit einem Teil meines Seminarprogramms von meinen Kernkompetenzen weg bewege und dass die legendäre „HPZ-Essenz“ in einigen neu geschaffenen Seminaren nicht im üblichen Masse vorhanden ist.
  1. Was ich ändern werde

  • Ich werde zwar meine Social-Media-Konten weiter am Leben lassen und auch weiterhin nützliche Informationen liefern. Jedoch werde ich die Kommentarfunktionen sperren. Wenn jemand einen Kommentar abzugeben hat, den er für wichtig und nützlich erachtet, dann soll er mir den via E-Mail zukommen lassen. Bei Bedarf wird das Thema dann im Power-Letter oder im Blog neu aufgenommen.
  • Bevor ich mich kritisch zu Personen oder Organisationen äußere, werde ich mir immer überlegen, zu welchem Zweck ich es tue. Manchmal ist das notwendig, um zu kommunizieren, „wie ich ticke“, und um diejenigen Menschen abzuschrecken, die nicht zu mir passen. Ich finde, das gehört zu einer transparenten Kommunikation und einem ehrlichen Auftreten gegenüber meinen Kunden.
  • Ich fokussiere meine Aktivitäten ab sofort wieder auf meine Kernkompetenzen. Es gibt nur noch folgende Seminare:
    • Hypnose, Persönlichkeitsbildung und Lebensplan
    • Hypno-1a
    • Hypno-1b
    • Hypno-1c
    • Online-Studium Psycho-Pathologie
    • Lebensbilanz-Seminar in Kalifornien
  • Ich halbiere für Therapien sowie für Business- und Erfolgs-Coachings mein Honorar. CHF 300.- pro Stunde sind genug und angemessen.
  • Da meine Seminare gerade in Krisenzeiten wichtig und nützlich sein können, nehme ich Rücksicht auf die Euro-Krise und reduziere die Seminargebühren ab sofort um 15 Prozent (mit Ausnahme des Kalifornien-Seminars und Hypno-1c, die bereits knapp genug kalkuliert sind). Das entspricht dem Frankenkurs-Anstieg in den letzten Monaten. Wer bereits zu einem Seminar angemeldet ist, bekommt von mir die Differenz zurück erstattet. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man sich nicht zu billig verkaufen darf, und das ist auch etwas, was ich meinen Seminar-Teilnehmern weiterhin beibringe. Es gehört aber auch zu einem guten Zielgruppen-Marketing, dass man erkennt, welcher Preisrahmen für ein bestimmtes Kundensegment angemessen ist. Dieser Preisrahmen hat sich leider, zumindest für die Nicht-Schweizer, durch die Euro-Krise verschoben.

Das war‘s, was ich Euch mitteilen wollte. Danke fürs Mitlesen. Ich freue mich, weiterhin für Euch da zu sein.

Herzlich, Euer
Hans-Peter Zimmermann

 

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