Wir erleben im Moment so etwas wie “die Sechziger Jahre, Teil 2″. Die Welt befindet sich in einer Heilkrise: Damit eine neue Ordnung entstehen kann, müssen die alten Ordnungen aufgelöst werden. Das geht nicht ganz ohne Schmerzen.
Wer allerdings Angst hat und Angst verbreitet, der hat gar nichts begriffen und ist um keinen Deut besser als die gierigen Investment-Banker. Gier entsteht ja aus der Angst, nicht genug zu bekommen, und aus dem mangelnden Vertrauen in ein wohlwollendes Universum.
Ein paar Leser haben mir geschrieben, warum ich denn ausgerechnet jetzt nach Kalifornien ziehen wolle; die Küstenregionen seien doch bei den bevorstehenden Katastrophen die ersten, die dran glauben müssten. “So what”, kann ich da nur sagen. “Lieber als freier Mensch in Kalifornien sterben, als in ständiger Angst zu leben wie diese Leute, die meinen, sie müssten andere vor Gefahren warnen, und die dabei selbst vor Angst zugrunde gehen.”
Und falls es tatsächlich in Kalifornien zu einer Katastrophe kommen sollte und ich überlebe, dann ist ein Mensch mehr zur Stelle, der helfen kann, oder?