
Steve Jobs
Seit gestern bekannt wurde, dass Apple-Gründer Steve Jobs gestorben ist, wird viel über ihn geschrieben. Doch ich finde, eine Aussage von ihm wird viel zu wenig beachtet. Er sagte vor ein paar Jahren sinngemäß Folgendes: “Der Tod ist die beste Erfindung des Lebens. Wenn man mit ihm konfrontiert wird, macht man völlig angstfrei das, was man noch tun will und was nötig ist.”
Mit dem Tod von Steve Jobs geht ein Visionär in die Geschichte ein, wie es ihn wohl seit Einstein nicht mehr gegeben hat. Und ich warne alle Möchtegern-Facebook-Kommentatoren: Wenn einer meint, sein armseliges Leben dadurch aufwerten zu können, dass er bei Jobs ein Haar in der Suppe findet, wird sein Kommentar schneller gelöscht als ihm lieb sein kann.
Wir sollten wieder lernen, Achtung vor großen Leistungen zu empfinden. Und Steve Jobs hat sie, genau so wie sein Konkurrent und Freund Bill Gates, redlich verdient.
Anmerkung 8.1.2012: Obigen Kommentar schrieb ich, bevor ich die Biografie von Steve Jobs gelesen hatte. Nach der Lektüre bin ich schockiert. Ein Psychiater würde bei ihm eine schwere Persönlichkeitsstörung diagnostizieren. Ich tippe auf 80 Prozent Borderline und 20 Prozent Narzissmus und frage mich, ob so etwas wirklich der Preis ist für außergewöhnliche Leistungen. Bei einigen Exzentrikern unter denen, die Großartiges geleistet haben, könnte man es meinen. Aber es gibt gottseidank genau so viele Gegenbeispiele.