Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich bin der Meinung, dass sich in der Finanzwelt ganz gewaltig etwas ändern muss, und zwar bald. Es geht doch nicht, dass ein paar Casino-Clowns an unseren Börsen Milliarden in den Sand setzen, und wir Bürger müssen dafür bezahlen. In New York besetzen zur Zeit Tausende Amerikaner gewaltfrei die Wall Street und werden von den Medien als Randgruppe abgetan. Die weltweite überparteiliche Organisation Avaaz leistet auch hier ihren Beitrag und will zeigen, dass nicht nur Randgruppen der Meinung sind, dass eine Finanzreform nötig ist. Sie werden an der Wall Street einen großen Zähler einrichten, der den Mächtigen der Welt vor Augen führt, wie das Volk denkt.
Hier könnt Ihr unterzeichnen:
http://www.avaaz.org/de/the_world_vs_wall_st/?cQHRYbb
Archiv für die Kategorie „Politik/Rhetorik“
Die Finanzwelt muss sich ändern!
Freitag, 7. Oktober 2011Power-Letter Nr. 183 ist online!
Freitag, 5. August 2011http://www.hpz.com/hpz-hypnose-letter/powerletter183.html
Die Themen:
| 1. | Hallo, liebe Freunde… | |
| 2. | NEU: Kundenzeitung “HPZ aktuell”, gratis als PDF! | |
| 3. | Avaaz – der Bürger regiert die Welt? | |
| 4. | Anti-Freud – das Monument fällt nicht leicht vom Sockel | |
| 5. | Nützliche Radionik-Links und eine Gratis-Powerpoint-Präsentation | |
| 6. | Müssen wir Solidarität lernen? |
Ist das eine coole Entwicklung!
Dienstag, 22. Februar 2011Ich kann meine Freude über die Revolutionen im Nahen Osten nicht verbergen. Die Astrologen haben doch Recht behalten, dass sich zur Zeit einiges tut auf dieser Welt. Sie haben sich nur im Zeitpunkt ein ganz klein wenig vertan, denn es hätte schon 2010 passieren müssen. Na ja, vielleicht ist das Wichtigste auch damals schon passiert.
Ich finde es auf jeden Fall cool, dass die Selbstregulation funktioniert und keine fremde Nation sich einmischen muss. Ist eigentlich beim Anblick von Gaddafis Kopf (hätte gern “Fresse” gesagt, aber das hier ist ein anständiger Blog) ein bisschen Schadenfreude erlaubt?
Guttenberg: Die andere Seite…
Montag, 21. Februar 2011In einem der letzten Blog-Beiträge habe ich Guttenberg in Schutz genommen und postuliert, man möge einen Titel nicht mit “Fähigkeit” gleichsetzen. Aber wie das so ist, wenn man einen messerscharfen Wassermann-Schütze-Verstand hat: Man sieht immer auch die andere Seite.
Heute habe ich mir diese Sendung aus der Reihe “Sternstunde Philosophie” angeschaut:
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=1a0344d3-1597-4f6e-86fd-28c57d396aa4
Der Philosoph Julian Nida-Rümelin und die Juristin Anne Schwöbel diskutieren über das Pro und Contra des so genannten “Whistleblowing”. Das ist ein modernes Wort für “Petzen” oder “Denunzieren”. Das zur Zeit wohl bekannteste Whistleblowing-Portal dürfte Wikileaks sein. Es gibt meiner Meinung nach nicht nur zwei Seiten, sondern drei Aspekte, die man hier beleuchten muss:
- Die Wirkung solcher Portale auf unsere Ethik. Ich glaube, die ist, unabhängig von den Motiven der Whistleblower, eine gute. Wer heutzutage in der Öffentlichkeit steht, muss einfach wissen, dass er nicht schummeln darf. Denn von “ein bisschen schummeln” zu blühender Korruption ist es oftmals gar nicht so ein weiter Weg.
- Die absolute Transparenz. Wikileaks gewichtet ja seine Veröffentlichungen nicht nach Relevanz. Das bedeutet, die “persönliche Peinlichkeit” eines Diplomaten steht gleichwertig neben dem ausgewachsenen Korruptions-Skandal. Die Verantwortung dafür, auf welche Aspekte der Fokus gerichtet wird, obliegt also den klassischen Medien. Und die haben, wie wir wissen, einen Hang zum Skandalisieren. Der Konsument der kommenden Jahre wird also noch bessere Strategien entwickeln müssen, um sich eine eigene Meinung zu bilden.
- Die Persönlichkeit der Whistleblower. Die beiden Gesprächs-Teilnehmer im Video sind sich einig, dass die meisten Whistleblower “Getriebene” seien, mit neurotischen bis manischen Zügen. In einzelnen Fällen wird auch aus lauter Eigennutz gepetzt, etwa um einen Konkurrenten auszuschalten oder, wie im Fall mit den Steuersünder-CDs, einen Geldvorteil zu erwirken. Aber Julian Nida-Rümelin warnt davor, dass man den Fokus zu sehr auf die Person richte. Denn, und das sind jetzt meine eigenen Worte, auch aus böser Absicht kann Gutes entstehen. Und vielleicht braucht es ja diese Whistleblower, um die viel propagierte neue Weltordnung, die mit dem Jahr 2012 eintreten soll, zu etablieren.
Interessant, dass gerade diejenigen, die von ihrer Charakterstruktur her wohl am wenigsten geeignet sein werden, Führung und Verantwortung zu übernehmen, nämlich die ängstlichen und daher anonym auftretenden Whistleblower, so eine zentrale Rolle dabei spielen werden.
Wer will in zehn Jahren noch Politiker sein?
Freitag, 18. Februar 2011Deutschlands Verteidigungsminister ist jung, attraktiv, reich und adlig. Außerdem scheint er treu zu sein und seine Frau zu lieben. Was tut man da als politischer Gegner? Man sucht das Haar in der Suppe, bis man es findet. Bei Guttenberg sind es offensichtlich einige Textpassagen in seiner Doktorarbeit, die er nicht als Zitate gekennzeichnet hat.
Wie schön, dass man mal wieder vom politischen Tagesgeschäft ablenken und etwas Boulevard-Journalismus genießen kann, oder? Da ging es einem zu gut, und jetzt machen wir ihn fertig. Schöne, neue Welt!
Ich habe politisch das Heu auch nicht auf der gleichen Bühne wie Guttenberg, aber ich möchte Folgendes zu bedenken geben:
- Wenn wir diesen Schmutzkampagnen Aufmerksamkeit schenken, müssen wir uns nicht wundern, wenn in zehn Jahren keiner mehr Politik machen will, oder dann nur so abgebrühte Burschen wie Silvio Berlusconi. Deutschland hat nicht verstanden, warum Horst Köhler letztes Jahr zurücktrat. “Sensibelchen” hieß es da. “Mimöschen, nicht geeignet für die Politik.” Also, so ist das, man darf keine Gefühle haben als Politiker? Man muss ein kalter Arsch sein oder was?
- Wenn wir auf 40 Jahre zurück alle Doktorarbeiten untersuchen würden, möchte ich nicht wissen, wie viele ihren Titel wegen Plagiats oder wissenschaftlicher Bedeutungslosigkeit ablegen müssten.
- Wäre es nicht an der Zeit, diesen alten Titelzopf endlich abzuschaffen? Ich kenne so viele Volltrottel, die einen (staatlich abgesegneten und akkreditierten) Doktortitel tragen, dass es eine Farce ist, diese Zweiklassengesellschaft aufrecht erhalten zu wollen. Wenn man intensiv darüber nachdenkt, kommt man sich wirklich vor wie im Mittelalter.
Geht es Euch auch so?
JA zur Waffenschutz-Initiative!
Mittwoch, 9. Februar 2011Sorry, wenn ich die Nicht-Schweizer damit langweile:
Wir stimmen am nächsten Wochenende über die sogenannte Waffenschutz-Initiative ab, die bewirken soll, dass die Schweizer Wehrpflichtigen ihre Ordonanzwaffe nicht mehr zu Hause im Schrank aufbewahren dürfen, sondern nach geleistetem Wehrdienst im Zeughaus abliefern müssen.
Der Grund dafür: Wir Schweizer sind offenbar führend, wenn es um den erweiterten Selbstmord geht, also das (umweltschädliche) Erschießen von Frau und Kindern mit anschließendem (umweltfreundlichem) Beseitigen seiner eigenen unsäglich untherapierten Wenigkeit mittels Ordonanzwaffe.
Also, sage ich, ab ins Zeughaus damit. Wenn wir nur eine Familie retten können, ist das doch schon Grund genug, oder? Und, liebe Gegner der Initiative, was Ihr da für Argumente ins Feld führt, das kann doch wohl nicht wahr sein! “Waffen-Monopol für Verbrecher? Nein!” prangt uns da von den Plakatwänden entgegen. Und “Schweizer Werte zerstören? Nein!”
Ich bin auch nicht mehr der Jüngste, aber ein wie debiler alter Sack muss man sein, um sich nur dann als Mann und als Schweizer zu fühlen, wenn die Dienstwaffe zu Hause im Schrank steht?
Deutsche, holt Euch die D-Mark zurück!
Dienstag, 21. Dezember 2010Wie sagte ein EU-Experte bei der Einführung des Euro? “Kluge Staaten tun gut daran, ihre alte Währung an einem sicheren Ort aufzubewahren, um jederzeit wieder zu ihr zurückkehren zu können.”
Ich hoffe doch sehr, dass Koko (Kohl und Konsorten) das seinerzeit getan haben. Denn für Deutschland wird es langsam Zeit, aus dieser maroden Währung auszutreten, wenn sie nicht die Zeche für die armen EU-Länder zahlen wollen.
Habe ich gerade “arm” gesagt? Korrupt wäre wohl das treffendere Wort. Warum wird eigentlich immer nur über die Amis geflucht und nie über die Griechen, die mit ihrer Korruption, ihrem Weit-über-dem-eigenen-Standard-Leben und ihren Lügen die ganze EU zu Fall bringen werden?
Der Beweis: Es gibt intelligente Amerikaner!
Dienstag, 30. November 2010Wer Englisch kann, sollte sich die unzähligen Videos von Bill Maher anschauen. Er ist der Beweis dafür, dass es jenseits des Teichs mindestens ein intelligentes Wesen gibt. Und ich denke, da er Millionen von Zuschauern hat, dürften die auch eine gewisse Intelligenz besitzen, denn die anderen schauen sich den unsäglichen Rush Limbaugh oder aber die Teletubbies an.
Hier ein Beispiel für Mahers bissigen Humor:
www.youtube.com/watch?v=tcz_NHAFGS0
Und ja, ich bin dankbar dafür, in einer Zivilisation zu leben, wo auf so einen Mann KEIN Kopfgeld ausgesetzt wird.
Der Papst, von Gott eingesetzt?
Montag, 5. Juli 2010Aufgrund einer privaten Reinkarnationsforschung beschäftige ich mich gerade mit der Geschichte der Päpste. Und jetzt, wo ich mehr darüber weiß, bin ich noch erstaunter darüber, dass die Kirchenfürsten immer noch steif und fest behaupten, der Papst werde jeweils von Gott eingesetzt. Das kann nicht sein, zumindest nicht von dem Gott, an den diese Menschen zu glauben vorgeben.
Oder würde der Gott der Katholiken die Simonie zulassen, also das Kaufen der Papstwürde durch Angehörige von Adelsgeschlechtern, wie es vor Clemens II. (1005 – 1047) gang und gäbe war? Und hätte der Gott der Katholiken zugelassen, dass Clemens II. ermordet wird, weil er die Simonie abgeschafft und weitere Reformen in die Wege geleitet hat?
Mein Tipp an die Herren Kirchenfürsten: Hört doch endlich auf mit dem Spuk! Ihr seid doch alle studierte Menschen und solltet es besser wissen, oder?
Obama steht Red’ und Antwort
Samstag, 6. Februar 2010Ich bleibe bei meiner früheren Aussage: Die wichtigste Aufgabe des amerikanischen Präsidenten ist die Kommunikation. Und das macht dieser Präsident so gut wie keiner seiner Vorgänger. Für ihn hätte man eigentlich den Nobelpreis für Kommunikation schaffen sollen.
Hier ist das neueste Interview, bei dem er spontan Fragen der Bevölkerung beantwortet: http://www.youtube.com/watch?v=0pqzNJYzh7I
Und hier einer meiner Video-Podcasts zum Thema Kommunikation:
http://www.youtube.com/watch?v=Pji5CuFzRjU
Englisch ist Arbeitssprache
Mittwoch, 27. Januar 2010Nicht Englisch können ist das eine. Aber eine solch massive Fehleinschätzung seiner eigenen Fähigkeiten müsste sofortige Absetzung bewirken.
Schaut Euch Günther Oettingers “English for Runaways” (Englisch für Fortgeschrittene) an und amüsiert Euch gut!
Minarette zum Zweiten
Sonntag, 6. Dezember 2009Wie man meinen früheren Blog-Beiträgen entnehmen kann, habe ich mich am letzten Wochenende gegen ein Minarett-Verbot ausgesprochen, weil ich der Meinung bin, dass man damit keine Probleme löst.
Was jedoch das “Nachspiel” zu dieser Abstimmung angeht, finde ich ein paar Dinge mehr als peinlich:
- Länder, die die Menschenrechte mit Füßen treten (ich erinnere nur an die tollen Traditionen wie Steinigen, Händeabhacken und Kinderzwangsheirat) kritisieren jetzt, dass die Schweiz das Völkerrecht missachte. Super!
- Es kann nicht gut sein, dass sich mit Hilfe dieser Abstimmung ein paar Politiker profilieren, die mit ihren verstaubten Ansichten in der modernen politischen Arena längst nichts mehr zu suchen haben.
- Ich finde den Islam eine genau so bescheuerte Religion wie alle anderen organisierten Religionen. Man denke nur an den Ramadan. Da steht also, man solle 30 Tage lang fasten, was ja eine ganz gesunde Sache wäre. Und weil das vielen nicht passt, sagen sie einfach “Allah hat nichts von den Nächten gesagt.” Resultat: Am Tag wird gehungert und am Abend frisst man sich die Hucke voll. Für solche depperten Interpretationen habe ich nur einen einzigen Trost: Die Interpretationen der christlichen Bibel sind auch nicht besser. Jeder denkt, dass da oben ein Riesendepp sitzt, der es nötig hat, Vorschriften zu erlassen, und den man problemlos austricksen kann.
Ja, es ist gut, dass die Initiative eine Diskussion in Gang bringt. Aber würdet Ihr bitte auch diskutieren, welcher “christlichen” Gehirnwäsche wir hier täglich ausgesetzt sind. Traut sich mal jemand zu sagen: “Der Papst verletzt meine religiösen Gefühle?”
Mehr als die Hälfte der Schweizer hat Angst
Sonntag, 29. November 2009In der Vergangenheit war ich öfter mal positiv überrascht über das eine oder andere Abstimmungsresultat, das die Mehrheit der Schweizer als liberal auszeichnete. Umso mehr frage ich mich, wer für dieses seltsame Resultat heute verantwortlich ist.
Ich bin der Meinung, wir sollten jetzt konsequent handeln und dafür sorgen, dass auch alle lärmigen Kirchtürme und schwülstigen Mormonentempel aus unserer Landschaft verschwinden. Organisierte Religion ist überflüssig und gefährlich, egal welchen Namen sie trägt.
Etwas mehr als die Hälfte der Schweizer ist offenbar der Meinung, dass man mit Kampf vieles erreichen kann. Dieser Meinung sind auch viele ausländische Regierungschefs, und sie sind sicher froh, dass sie ihr Kriegsmaterial weiterhin bei uns einkaufen dürfen. Denn die Initiative, die die Ausfuhr von Kriegsmaterial verboten hätte, wurde abgelehnt. Wir könnten ja Arbeitsplätze verlieren, und das rechtfertigt jede kriminelle Handlung!
Die Schweiz als neutraler Mediator? Das war einmal… Ich bin gespannt, wo diese Identitätssuche endet.
Ich werde mich allerdings hüten zu sagen “Ich schäme mich, ein Schweizer zu sein”. Nein, als Therapeut sage ich “Wenn die Mehrheit der Schweizer in Angst lebt, haben wir noch ein bisschen was zu tun!”
Regiert Rupert Murdoch die Welt?
Mittwoch, 25. November 2009Ich habe mich vor ein paar Wochen schon mal zum amerikanischen Newssender “Fox” geäußert, der dem Medienmogul Rupert Murdoch gehört und eine ganz fiese Schiene fährt. Jetzt habe ich in Roger Kaufmanns Blog ein interessantes Video dazu gefunden. Das Thema scheint also bekannt zu sein:
Konservativ? Oder destruktiv?
Montag, 2. November 2009Ein Grund, warum es gut ist, nicht mehr in Amerika zu leben, liegt im amerikanischen TV-Programm begründet. Was da an Schrott und vor allem an gezielter Desinformation in den Äther gespritzt wird, geht auf keine Kuhhaut.
Fast schon vergessen hatte ich den Fernsehsender “Fox”, der sich konservativ nennt, weil seine Schmieren-Journalisten selbst zu Bushs schlimmsten Zeiten noch sieben gute Haare an diesem Kerl gefunden haben. Konservieren heißt ja bewahren; ich frage mich, was die bewahren wollen, wenn sie einfach auf alles losschlagen, was nicht in ihren verbohrten Schädel passt. Und jetzt wird natürlich genüsslich jeder noch so banale Schritt und jede noch so belanglose Äußerung Obamas zerpflückt, und was noch schlimmer ist: Die versuchen tatsächlich, Sarah Palin als nächste Präsidentin aufzubauen.
Und dann ist da noch ein gewisser Rush Limbaugh, als Host einer Radio-Talkshow bekannt wie ein bunter Hund, der keine Gelegenheit auslässt, seine völlig haltlosen Argumente gegen alles, was anständig ist, heraus zu posaunen.
Daher meine Replik an all jene, die glauben, sie müssten mich auf “Obamas Hintermänner” hinweisen: Was meint Ihr, wie viele Menschen und vor allem was für Menschen ein Interesse daran haben, diesen Mann zu demontieren und eine zweite Amtszeit zu verhindern?
Mein Fazit: Man muss nur böse oder dumm genug sein, dann ist man für die Konservativen “gerade richtig”.
Ausbilder für Klinische Hypnose, Erfolgs-Trainer und Bestseller-Autor, schreibt hier über alles, was bewegt.