Archiv für die Kategorie „Politik/Rhetorik“

Video-Podcast “HPZ unterwegs”, Route No. 20

Sonntag, 11. Oktober 2009
HPZ unterwegs, Route No. 20

HPZ unterwegs, Route No. 20

In Route No. 20 geht’s um den Friedensnobelpreis 2009 und um die Frage, ob wir für unsere Leistung oder für unsere Wirkung honoriert werden.

Eine wichtige Frage, die darüber entscheiden kann, ob Ihr genügend Geld verdient oder immer am Rande des Ruins herumserbelt.

Congratulations, Mr. President!

Freitag, 9. Oktober 2009

Das sind gute Nachrichten: Der Friedensnobelpreis 2009 geht an Barack Obama. Begründung: Er habe ein ganz neues internationales Klima geschaffen. Hundert Prozent einverstanden.

Und dem Leser, der mir geschrieben hat, es gebe jetzt schon eine Internetseite mit dem Titel “Sorry-I-voted-for-Obama”, möchte ich sagen: “Wer Obama nicht mindestens die gleichen Chancen geben will wie Bush, also zwei Amtszeiten, der ist direkt als bösartig zu bezeichnen. Wenn es jetzt schon eine Web Site von reuigen Obama-Wählern gibt, dann muss ich fast davon ausgehen, dass da ganz schlimme Rassisten dahinter stecken, die herausgefunden haben, dass man einem Menschen mehr schaden kann, wenn man behauptet, man hätte ihn einmal gemocht und jetzt nicht mehr. Shame on you!”

Wir sind die Wirtschaft!

Donnerstag, 3. September 2009

Schon wieder musste ich einen TV-Bericht über mich ergehen lassen, der davon sprach, dass “gewisse Politiker es nicht geschafft” hätten, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Ja hallo, geht denn das überhaupt? Kann ein Politiker die Arbeitslosigkeit reduzieren?

Nein, die einzigen, die das können, sind wir. Das heißt. jeden einzelnen von uns, der Geld ausgeben möchte, es auch könnte (weil er welches hat) und es nicht ausgibt, den müsste man zur Rechenschaft ziehen in Sachen Arbeitslosigkeit.

Also, was hast Du heute schon für die Vollbeschäftigung getan?

Bettlektüre für Besserwessis…

Sonntag, 12. Juli 2009

Ich lese zur Zeit das Buch “Gefängnis-Notizen” von Egon Krenz, dem ehemaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR. Meine Meinung dazu könnt Ihr Euch in diesem neunminütigen Video-Podcast anhören.

Wie weit sind wir unserer Gehirnwäsche verpflichtet?

Mittwoch, 10. Juni 2009

Im Fernsehen kam kürzlich eine Sendung über den ehemaligen DDR-Staatsratsvorsitzenden Egon Krenz, in der ein Journalist krampfhaft versuchte, von Krenz ein Interview zu bekommen. Krenz wehrte das zuerst ab mit dem Hinweis auf die vielen Verleumdungen, die er schon habe über sich ergehen lassen müssen, aber bei einer Autogrammstunde kam dann doch so etwas wie ein Interview zustande.

Was der Journalist genau aus Krenz herausholen wollte, war mir nicht ganz klar. Ich bekam irgendwie den Eindruck, der Pressemann hätte am liebsten gehabt, wenn Krenz sich vor ihm niedergekniet und um Verzeihung gebeten hätte. Dass er aus dem kleinen Häuschen, in dem Krenz heute wohnt, ein “Anwesen” machte, sprach ebenfalls Bände. Fast möchte man behaupten, es gebe Journalisten, die in Sachen Verleumdung viel von der Stasi gelernt haben.

Juristisch gesehen hat Krenz seine Strafe abgesessen und somit das Recht, ein freier Bürger wie jeder andere zu sein. Wie sieht es aus in moralischer Hinsicht? Wer sind wir, über jemanden zu richten, der schlicht und einfach seinem Staat verpflichtet war?

Schauen nicht wir alle seelenruhig zu, wie ein Papst Benedikt beispielsweise in Afrika viel Leid verursacht, indem er die Pille und Kondome verbietet? Und wie viele Kinder werden ein sinnloses Leben führen, weil sie nicht über den Missbrauch durch einen perversen Kleriker hinwegkommen? Angenommen, die Menschheit würde in ein paar Jahren tatsächlich aus diesem seltsamen Traum aufwachen und merken, was die ganze Sache mit dem Klerus für eine Farce ist, wen müsste man dann zur Rechenschaft ziehen? Nur sämtliche Kardinäle oder schlicht und einfach jeden, der dazu geschwiegen hat?

Ja, Krenz war ein Kind des Kommunismus. Er hat an dieses System geglaubt. Für mich als freier Geist unverständlich. Aber ich muss es auch nicht verstehen. Ich bin ja nicht in der DDR groß geworden und musste diese Gehirnwäsche nicht über mich ergehen lassen. Zu meiner Gehirnwäsche gehört, dass der Papst von Gott eingesetzt wurde und unfehlbar ist. Merkt Ihr etwas?

Zurück zu Krenz. Vergessen wir bitte bei allem Moralfinger-Zeigen eines nicht: Krenz ist es zu verdanken, dass bei den Montagsdemonstrationen nicht geschossen wurde, dass also die Wende unblutig verlief. Ich finde, man dürfte diesen Mann jetzt endlich in Ruhe lassen. Oder aber konsequenterweise etwas gegen den Papst unternehmen…

Ja zur Komplementärmedizin, Power-Podcast Nr. 62

Donnerstag, 9. April 2009

 

Dr. med. Beat Bumbacher, Komitee "Ja zur Komplementärmedizin"

Dr. med. Beat Bumbacher, Komitee "Ja zur Komplementärmedizin"

Am 17. Mai 2009 wird in der Schweiz über den Verfassungsartikel zur Komplementärmedizin abgestimmt. Dr. med. Beat Christoph Bumbacher, Zuger Arzt und Jurist, erklärt, worum es dabei geht.

Auch für Nicht-Schweizer sehr aufschlussreich, vor allem in Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Heilpraktikern!

Hier geht’s zum Power-Podcast Nr. 62

Lust auf mehr? Hier geht’s zum Verzeichnis aller Power-Podcasts.

Und mit diesem Klick öffnet sich Euer iTunes-Programm und Ihr könnt HPZs Power-Podcast in iTunes gratis abonnieren.

Die Schweiz ist auch ohne Steuervergünstigungen attraktiv!

Donnerstag, 2. April 2009

Liebe Nicht-Schweizerinnen und Nicht-Schweizer,

Ich möchte mich bei Euch ganz höflich für unsere Politiker entschuldigen. In den letzten Wochen  ließen viele von ihnen leider den Verdacht aufkommen, dass die Schweiz ohne legalisierte Steuerhinterziehung an Attraktivität verlieren könnte.

Lasst Euch von einem Schweizer Weltbürger gesagt sein: Dem ist nicht so. Ich habe ein paar Ecken dieser Welt gesehen und auch in anderen Ländern gelebt. Ich möchte nicht mehr woanders leben, und das liegt beileibe nicht an der Steuersituation. Ganz nebenbei: Was ein Mensch meiner Einkommensklasse im Kanton Zug an Steuern spart, legt er an Mietzinsen wieder drauf. Aber Ihr dürft mich trotzdem beneiden, zum Beispiel um folgende Eigenschaften meiner Heimat:

  • Unsere liberaleren Gesetze, die den Bürger weniger bevormunden als in anderen Ländern und ihm mehr Eigenverantwortung zutrauen,
  • Unseren Schutz gegen Haie von Rechtsanwälten, die nur von sinnlosen Abmahngebühren leben und die Unternehmer in ihrer Arbeit behindern,
  • Unsere Eigenart, niemanden zu sehr zu verherrlichen, so dass auch internationale Promis unbehelligt auf unseren Straßen flanieren können,
  • Unsere einzigartige Landschaft (von der es zwar auch in Deutschland und Österreich viel gibt, aber aus irgend einem Grund finden Nicht-Schweizer die Schweiz besonders schön),
  • Unsere minimale Korruption,
  • Unsere schnell arbeitenden Behörden (doch, die sind im Vergleich zu anderen Ländern, selbst zu den USA, pfeilschnell),
  • Unsere Möglichkeiten, gegen Behördenwillkür vorzugehen und den Autoritäten nicht einfach ohnmächtig ausgeliefert zu sein.

Und wenn Ihr in die Schweiz kommt, fallen Euch sicher noch weitere Vorteile auf. Im übrigen werden wir steuerlich immer günstiger bleiben als andere Länder, weil der Behörden-Wasserkopf, den wir unterhalten müssen, bedeutend kleiner ist.

Herzlich willkommen in der Confoederatio Helvetica!

Es lebe die Krise!

Montag, 30. März 2009

Egal, ob das griechische Wort “krisis” nun “Meinung”, “Beurteilung”, “Entscheidung”, “Zuspitzung” oder, wie es in vielen Erfolgsbüchern heißt, “Wendepunkt” bedeutet: Ich finde, unsere gegenwärtige Krise deutet auf eine Wende zum Guten hin.

Durch die zunehmende Globalisierung wird es einfach immer weniger möglich, kriminelle Handlungen zu begehen. Und dazu gehört auch das Hobby von uns Schweizern, Ausländer mit Steuergeschenken anzulocken. Was mich angeht, ich bezahle gerne ein bisschen mehr Steuern, wenn wir dafür ein besseres Karma bekommen  ;-)

Seit wir den fatalen Fehler begingen, unsere Währungen von der Goldbindung zu lösen, lief unser Geldsystem in eine falsche Richtung. Die Krise erlaubt uns, diesen Fehler zu korrigieren.

In der rechten Seitenleiste findet Ihr neu eine Rubrik “Umfragen”. Macht Ihr mit bei der Frage “Spürst Du persönlich die Wirtschaftskrise?”

Ein Meister-Rhetoriker

Samstag, 21. März 2009

Liebe Politiker in Deutschland und in der Schweiz, die Ihr Euch in den letzten Wochen gegenseitig mit Komplimenten überschüttet habt, würdet Ihr bitte mal schauen, wie Obama es macht?

Seine Video-Botschaft an das iranische Volk ist ein rhetorisches Meisterwerk. Ich traue Euch allen zu, dass Ihr das auch lernen könnt.
Übrigens… gute Rhetorik ist nicht, wenn die Leute sagen “der hat schön gesprochen”, sondern wenn die Leute nachher etwas tun. Und ich bin sicher, dass hier Resultate zu spüren sein werden.