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  Internet-Einführung  

Hans-Peter Zimmermanns Internet-Kindergarten

File Transfer Protocol (FTP)

 
             
 

Gratis- und Fast-Gratis-Programme à Gogo!

Nehmen wir einmal an, Sie hätten noch immer kein vernünftiges Programm für Ihre elektronische Post.

Nachdem Sie in einer Newsgroup (hoffentlich der richtigen, sonst machen Sie sich bei den Newsfreaks von Anfang an verhasst) erkundigt haben, welches Programm für Windows das Beste sei, und nachdem man Ihnen einstimmig Eudora empfohlen hat, starten Sie Ihren Browser, gehen auf eine der vielen Suchmaschinen (z.B. die Marktleaderin Google) und tippen "Eudora Windows" ins Suchfenster. Nachdem Sie den Suchknopf gedrückt haben, wird Google Ihnen mehrere Orte präsentieren, wo Sie Ihr Eudora-Programm abholen können.

Wenn Sie dort klicken, brauchen Sie ein wenig Geduld. Eudora ist nicht mehr die Jüngste und hat ein paar Kilobyte Fett angesetzt. Es dauert also eine Weile, bis sie sich auf Ihre Festplatte gehievt hat.

Damit es nicht noch länger dauert als ohnehin schon, kommt Eudora zusammengepfercht auf Ihre Festplatte, bei Macintosh gestufft und dann noch gebinhexelt, bei DOS und Windows meistens gezippt. Wundern Sie sich daher nicht, wenn Netscape nach dem Runterladen meldet "Unzipping Eudora". Das ist nichts Unanständiges, solange Sie es nicht in der Newsgroup "alt.binaries.erotica.pictures" vorfinden.

Die Dateien Eudora.zip und Eudora.zip.hex und wie sie alle heißen mögen, können Sie anschließend getrost in den Papierkorb schmeißen. Ein sauberer Eudora-Folder wird sich nämlich auf Ihrer Schreibtisch-Oberfläche materialisiert haben. Der selbstlose FTP-Server und Ihre grenzenlose Konsequenz im Befolgen von Anleitungen machten es möglich.


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Achtung: Es gibt im Internet, wie im richtigen Leben auch, höfliches und unhöfliches Verhalten. Es gilt als ausgesprochen unhöflich, von der Schweiz aus ein Programm in Hawaii abzuholen, wenn man es genauso gut in Zürich holen kann. Wenn es schon nicht anders geht, dann benutzen Sie ausländische Server bitte zu Zeiten, wo diese wenig gebraucht werden. Wenn es beispielsweise in der Schweiz nachmittags um zwei ist, schlafen die Hawaiianer tief und fest und haben nichts dagegen, dass Sie ihre Server benutzen.

(Mehr über "Netiquette" erfahren Sie bei http://de.wikipedia.org/wiki/Netiquette)

Meistens sieht man es der Internet-Adresse an, wo der entsprechende Server steht. Ein paar Kennungen (man nennt sie auch "Top Level Domains"):


USA:

  • com = kommerzielle Organisationen
  • edu = Organisationen des Bildungssektors (meistens Hochschulen)
  • gov = Regierungsstellen
  • mil = Verteidigungsministerium
  • net = Netzwerke
  • org = andere Organisationen

Server mit diesen Kennungen sind in der Regel in den USA stationiert (Zeitzone = Mitteleuropäische Zeit minus 6 bis 9 Stunden / Hawaii minus 12 Stunden)

Länderkennungen:

  • at = Österreich
  • de = Deutschland
  • ch = Schweiz
  • se = Schweden
  • fr = Frankreich
  • uk = England
  • au = Australien (MEZ plus 8 Stunden)
  • ca = Kanada (MEZ minus 6 bis 9 Stunden)
  • jp = Japan (MEZ plus 8 Stunden)

Am besten gehen Sie zu Shareware.com. Dort finden Sie heraus, wo Sie Ihr gewünschtes Programm am besten abholen. Eine hervorragende Dienstleistung!

Anmerkung 2004: Mittlerweile ist die Nachfrage nach "guten" Domains so groß geworden, dass man neue Top Level Domains geschaffen hat, zum Beispiel .biz, .info, .pro und was der Dinge mehr sind. Hier gibt's ein vollständiges Verzeichnis der Top Level Domains.

 
     
             
 
             
 
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