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Das ABC der Naturheilkunde |
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| Hans-Peter Zimmermann | ||||||
Ein Methoden-Verzeichnis von Naturheilkunde und Komplementär-Medizin sowie HPZs Vision "Medizin 2000" |
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| 30. Januar 2000 | ||||||
| Ich verweise zunächst auf meinen Aufsatz Hat die Schulmedizin zu geringe Heilungsquoten aufzuweisen?, in welchem ich für alle Menschen in Heilberufen einen "integrativen" Ansatz gefordert habe. Integrative Medizin heißt: Es wird alles getan, was dem Patienten hilft, egal, ob die Resultate wissenschaftlich erwiesen sind oder nicht. Denn Hand aufs Herz: Wenn Sie von einer tödlichen Krankheit geheilt werden, ist es Ihnen doch so egal wie nur etwas, ob das aufgrund eines Placebos oder aufgrund eines "echten" Medikaments geschehen ist, das 100 Doppel-Blindstudien hinter sich hat. Und wenn Sie zusätzlich zu einer Chemotherapie noch Ayurveda, Bio-Energetik und Hydro-Colon-Therapie angewandt haben und gesund geworden sind, dann kann es zwar durchaus sein, dass Sie eines davon nicht gebraucht hätten. Aber ist es Ihnen dann wirklich wichtig zu wissen, welches? Oder sind sie nicht schlicht und einfach froh, dass die Integration, das Zusammenspiel all dieser Therapieformen Ihnen geholfen hat? Ein alter Grundsatz, den mittlerweile auch die meisten eingefleischten Schulmediziner unterschreiben, lautet: Bei akuten Fällen die Schulmedizin, bei chronischen Problemen die Naturheilkunde. Ich finde diesen Grundsatz nicht besonders gut, weil er einmal mehr trennt und außerdem den Therapeuten davon entbindet, ganzheitlich zu denken. Meine Vision "Medizin 2000" sieht ungefähr so aus: Das Wichtigste am ganzheitlichen Ansatz ist die Weltsicht des Therapeuten. Zur Illustration ein Vergleich zwischen holistischem und nicht-holistischem Denken: Der Nicht-Holistiker sucht hinter einer Krankheit keine tieferen Ursachen. In seinen Augen ist die Natur wieder mal ausgerastet, und es gilt, sie mit Chemikalien, Bestrahlungs-Therapie oder chirurgischen Eingriffen zu korrigieren. In einer Welt, in der der Zufall regiert. gibt es kein Prinzip von Ursache und Wirkung. Es kann jeden jederzeit treffen.
Die Schulmedizin kann wesentlich mehr als nur akute Fälle behandeln. Mit Hochachtung betrachte ich beispielsweise das Können von Wiederherstellungs-Chirurgen, die einem Menschen mit Verbrennungen dritten Grades wieder ein Gesicht hinzaubern, mit dem es sich weiterleben lässt. Genauso viel Respekt verdienen die Ärzte in Notfall-Aufnahmen, die nach Unfällen oftmals nur wenige Sekunden Zeit haben, um eine Diagnose zu stellen und einen lebensrettenden Entscheid zu fällen.
Hier ist die Schulmedizin unschlagbar!Nehmen Sie einen weiteren Fall: Sie brechen sich beim Skifahren ein Bein. Möchten Sie dann mit einem Psychoanalytiker darüber sprechen, wie das passieren konnte und wie sehr Sie sich seelisch verletzt fühlen, oder möchten Sie erst einmal, dass der Schulmediziner dafür sorgt, dass der Knochen wieder richtig zusammenwächst? Und vergessen sollten wir auch nicht die Pharma-Industrie. Ihr ist es beispielsweise zu verdanken, dass eine Lungen-Entzündung oder eine Blutvergiftung heute nicht mehr den Tod bedeuten. So sehr es in den letzten Jahren schick geworden ist, die "Pharma-Lobby" zu bekämpfen (immer dran denken: was man bekämpft, wird größer!), so sehr wird wahrscheinlich jeder von uns das Antibiotikum dem Akupunkteur vorziehen, wenn wir mit einer akuten Pneumonie darnieder liegen. Das waren nur drei Beispiele. Ihnen fallen bestimmt noch Hunderte weiterer Beispiele ein, wo Sie froh waren, dass es die Schulmedizin gibt.
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| So, und jetzt dürfen Sie sich umsehen in meinem ABC der Naturheilkunde. Ach ja, noch etwas: Hüten Sie sich vor jedem Menschen, der seine Therapieform als die 400prozentige Lösung anpreist. Folgen Sie Ihrer Intuition und Sie werden mit Sicherheit die Methode finden, die Ihnen am besten helfen kann. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und vollkommene Gesundheit! |
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Das ABC der NaturheilkundeSie wünschen mehr Details? |
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A |
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| Aderlass | Öffnung einer Vene zur Blutentnahme (früher 500 bis 800 ml). Anwendung z.B. bei beginnendem Lungenödem, aber auch zur allgemeinen Blut-Auffrischung und Entgiftung. |
| Akupressur | Form der chinesischen Massage, bei der Druck auf Akupunktur-Punkte ausgeübt wird (siehe auch Akupunktur) |
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Akupunktur
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Aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (siehe auch TCM) stammende Methode, bei der an anatomisch genau lokalisierten Punkten Nadeln unterschiedlich tief eingestochen werden. Zweck: Energetische Blockaden beseitigen, Meridiane mit Unterfunktion tonisieren (anregen), Meridiane mit Überfunktion sedieren (beruhigen). |
| Akupunkt-Massage (APM) | Meridian-Massage, in der Regel mit Unterstützung eines Massage-Stäbchens und eines Vibrationsgeräts (siehe auch TCM) |
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Alexander-Technik
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Die Alexander-Technik ist eine pädagogische Methode, die die kausale Beziehung zwischen Denken und Bewegung untersucht. Ziel ist es, gewohnheitsmäßige Denkmuster so zu verändern, dass die natürliche Funktionsweise des Organismus nicht länger gestört wird. Das methodische Vorgehen ist an der wissenschaftlichen Methode orientiert und besteht stark vereinfacht aus: 1.der Analyse einer Aktivität, 2.dem Entwerfen eines besseren Planes zur Ausführung der Aktivität, unter Berücksichtigung der Koordination des Körpers, 3.dem erneuten Ausführen der Aktivität unter Anwendung des neuen Planes. Ein wichtiges methodisches Mittel ist die Demonstration einer guten Koordination. Diese wird dadurch erreicht, dass der Lehrer mit den Händen direkt Veränderungen in der Koordination des Schülers bewirkt. Ein häufiger Effekt der Methode ist eine deutliche Reduktion von Verspannungen und damit einhergehenden harmonischeren Bewegungen sowie ein erhöhtes allgemeines Wohlbefinden. Die Methode wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Frederick Matthias Alexander (1869-1955) entwickelt und gilt als Vorläufer ähnlicher Methoden wie beispielsweise Feldenkrais. |
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Anthroposophische Medizin
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Der Name kommt aus dem Griechischen Antropos
= Mensch, Sophia = Weisheit und bezeichnet eine medizinische
Richtung, die auf den Lehren von Dr. Rudolf Steiner (1861-1925)
basiert. Unter anderem waren seine Ideen auch Grundlagen für
die Waldorfpädagogik, die Heilpädagogik und die biologisch-dynamische
Landwirtschaft. Im Menschen gibt es eine bestimmte Kraft,
die ihn über jedes Tier erhebt. Steiner nennt diese das
"Ich". Das menschliche Dasein beginnt nicht mit der
Geburt und endet nicht mit dem Tod, sondern das "Ich"
des Menschen kehrt aus dem Jenseits wieder auf die Erde zurück,
um neue Erfahrungen zu sammeln und bereits erlebte weiterzugeben.
Der Mensch ist ein Mischwesen aus Materie und Geist. |
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Aromatherapie
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Therapeutische Anwendung ätherischer
Öle. Die Verabreichung erfolgt durch orale Einnahme, Bäder,
Massagen, Wickel oder Inhalation. Ziel ist die Optimierung der Selbstheilungskräfte. Stimmungsbeeinflussende und endokrine Wirkungen sind nachgewiesen. |
Atemtherapie
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Physiotherapeutisches Verfahren zur Belüftung aller Lungenabschnitte. Anwendung zur Prophylaxe, aber auch bei bronchopulmonalen Erkrankungen sowie Deformierungen der Wirbelsäule. |
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Augen-Diagnostik (auch Iris-Diagnostik)
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Untersuchung der Iris (Regenbogenhaut) mit der Absicht, aus deren Form, Farbe, Dichtigkeit und Zeichen sowie der Pupille und den Leder- und Bindehäuten Hinweise auf Krankheiten zu finden. Von Skeptikern wird oft bemängelt, dass selbst vergangene und verheilte Krankheiten auf der Iris ihre Spuren hinterlassen. |
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Aura-Soma-Therapie
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Kombination aus Aroma-, Edelstein- und Farbtherapie. Auftragung von farbigen Flüssigkeiten auf die Haut, in denen pflanzliche Extrakte und Edelsteine eine Wirkung ausüben sollen. |
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Aura-Massage
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Entspringt den Praktiken der Geistheilung bzw. des Heilmagnetismus und geht davon aus, dass der Mensch von einer unsichtbaren Aura umgeben wird, deren "Massage" korrigierende Wirkungen auf den Körper hat. |
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Aurikulo-Therapie
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Vom französischen Arzt Paul Nogier entwickeltes, eigenständiges Diagnose- und Therapie-Konzept, aus der Ohr-Akupunktur abgeleitet. Anwendungen: Akute und chronische Schmerzen, Rheuma, Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und der Atemwege, Süchte. |
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Autogenes Training
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Durch J.H. Schulz aus der Hypnose entwickeltes Verfahren der Selbst-Entspannung durch Konzentration auf autosuggestive Formeln. Anwendung: Prophylaxe und psycho-vegetative Störungen, Asthma bronchiale, Verstopfung, Schlafstörungen, Sexualtherapie, Unterstützung bei Psychosen. |
| Autosanguis-Stufentherapie | Kombination von Homöopathie und Eigenblut-Therapie. |
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Ayurveda
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(Aus dem Sanskrit: Ayur = langes
Leben; Veda = Wissen) Aus dem Nordwesten Indiens stammende Wissenschaft,
die helfen soll, das Leben in seiner Ganzheit zu verstehen. In
Indien neben der westlichen Schulmedizin die am meisten verbreitete
Lehre. Riesiges und relativ komplexes Gebiet, das als Therapieformen
unter anderem die ayurvedische Massage, die ayurvedische Ernährungsberatung
und ayurvedische Heilmittel (Kräuter und Gewürze) kennt. Wichtiger Bestandteil sind die somatischen Doshas (eine Art "Körper-Typ") "Vata", "Pitta" und "Kapha". Jeder Mensch ist einem dieser drei Doshas zuzuordnen und allein dadurch schon unterschiedlich zu therapieren. |
B |
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Bachblüten-Therapie
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Basiert auf den
Erkenntnissen des walisischen Arztes Edward Bach (1886-1936) Behandlung von 38 Seelenzuständen mit potenzierten und verdünnten Blütenmitteln (ähnlich wie Homöopathie). Soll gemäß Bach auch bei körperlichen Krankheiten wirken, da er Krankheit primär als Resultat von Konflikten zwischen "Höherem Selbst" und "Persönlichkeit" sieht. |
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Baunscheidtieren
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Karl Baunscheidt
(1809-1873) entdeckte dieses Verfahren, als er eine Linderung
seiner geschwollenen Handgelenke durch Mückenstiche erfuhr.
Seine Beobachtung veranlasste ihn dazu, solche Stiche nachzuahmen,
um einen Heilungserfolg zu erzielen. Er konstruierte ein Gerät,
den "Lebenswecker": Ein Federmechanismus schießt ein
Feld feiner Stahlnadeln in die oberen Hautschichten. Anschließend
wird ein hautreizendes Öl auf die so behandelten Hautpartien
aufgetragen. Die Auswahl des Öls richtet sich nach der Diagnose.
Durch diese Reizung wird eine verstärkte Ausscheidung von
Abfallprodukten des Körpers erreicht, sowie eine Anregung
der inneren Organe über die Reflexzonen der Haut. Von der Schulmedizin vor allem wegen Infektionsgefahr abgelehnt. |
| Bewegungs-Therapie | Behandlung durch allgemeine und gezielte körperliche Aktivität. Wird auch Krankengymnastik genannt. |
| Bicom-Therapie | Bioresonanz-Therapie mit dem Bicom-Gerät nach Franz Morell (siehe auch Bioresonanz) |
| Bindegewebs-Massage | Form der Reflexzonen-Massage, bei der Druck- und Zugreize auf das subkutane Bindegewebe ausgeübt werden. Soll dadurch auch innere Organe beeinflussen. |
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Bio-Energetik
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Die Bioenergetik
ist eine Form der Psychotherapie, die über spezielle Übungen
heilsame psychische Prozesse in Gang setzen soll. Sie ist für
Menschen gedacht, die durch Körperarbeit seelische Verletzungen
und belastende Erlebnisse verarbeiten wollen. Doch auch Menschen,
die lediglich etwas für ihr Körpergefühl tun oder
Stress abbauen wollen, können von der Bioenergetik profitieren.
Begründer der Bioenergetik ist der amerikanische Arzt und Psychotherapeut Alexander Lowen (geb. 1910), ein Schüler des Psychoanalytikers Wilhelm Reich. Bioenergetische Übungen sollen helfen, "mit sich selbst in Kontakt zu kommen" und zunächst für die körperlichen Verspannungen ("Panzerungen"), dann aber auch für die dahinterstehenden Verhaltensweisen ein Gespür zu entwickeln. Am Anfang einer Bioenergetik-Sitzung wird fast immer eine "Grounding"-Übung ausgeführt. Mit dem englischen Begriff ist gemeint: festen Kontakt zum Boden haben, geerdet sein. Das Grounding ist das grundlegende der insgesamt sechs Elemente bioenergetischer Körperarbeit. |
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Biofeedback
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Beim Biofeedback
werden Körperfunktionen, die normalerweise unbewusst ablaufen
(Muskelspannung, Herzfrequenz, Durchblutung) mit geeigneten Geräten
gemessen und dem Patienten "rückgemeldet". Durch
die audiovisuelle Rückmeldung (= feedback) werden physiologische
Funktionen der Wahrnehmung zugänglich gemacht und unter
willentliche Kontrolle gebracht. Im Verlauf einer Behandlung gelingt es immer besser, die durch Biofeedback erworbenen Fertigkeiten auch ohne Gerät anzuwenden. Es ist somit ein Lernen von Körperwahrnehmung, Selbstkontrolle und Selbstheilung. Erste Ansätze wurden in den 30er Jahren dieses Jahrhunderts gemacht, doch erst die technische Entwicklung in den letzten Jahren machte eine Weiterentwicklung möglich. Bei diesen computerunterstützten Geräten (Computer Aided Biofeedback = CAB) können gleichzeitig über mehrere Module folgende Parameter abgeleitet werden: GSR (Hautleitfähigkeit), EMG (Elektromyographie), EEG (Elektroenzephalographie), Hauttemperatur, Pulsfrequenz, Pulsamplitude sowie Atemexkursionen über Thorax und Abdomen. Biofeedback ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode am Schnittpunkt von Medizin und Psychologie und wird erfolgreich angewandt bei Erkrankungen, die mit einem gesteigerten Muskeltonus (Spannungskopfschmerz, Tortiscollis) oder einem erhöhten Erregungsniveau einhergehen (Bluthochdruck, Angststörungen, Psychosomatosen), aber auch im Bereich Neurologie und Rehabilitation (Lähmungen, Inkontinenz) sowie beim Leistungssport. |
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Bioresonanz
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Seit Jahrtausenden
ist in der chinesischen Medizin bekannt, dass unser Leben von
Energien abhängig ist, die wir mit unseren bewussten Sinnen
nicht erfassen können. Dieser Hypothese haben sich in unserem
Jahrhundert viele namhafte Wissenschaftler angenommen und sie
mit den Möglichkeiten moderner Technik erforscht. 1923 schloss der russische Forscher Alexander Gurwitsch aus Experimenten mit Zwiebelkeimen, dass diese sich durch Aussendung von UV-Licht gegenseitig im Wachstum beeinflussen. 1975 wies der deutsche Physiker Dr. Fritz-Albert Popp Lichtaussendungen (Photonen) aus lebenden Zellen nach. Leben hat also offensichtlich viel mit Schwingungen zu tun. Derartige Erkenntnisse führten zur Entwicklung der Bioresonanz-Therapie. Begründer des Verfahrens war 1977 der deutsche Arzt Dr. Franz Morell. Der Ausgangspunkt: Jeder Mensch besitzt ein individuelles Schwingungsspektrum, das therapeutisch genutzt werden kann. In einem elektronischen Gerät (z.B. Mora-Gerät, Bicom) sollen über Elektroden körpereigene Schwingungen erfasst und modifiziert werden. Krankhaft veränderte Signale werden dann "invers" (spiegelverkehrt) über Elektroden zurück an den Patienten geschickt. So sollen die kranken Schwingungen neutralisiert werden, und der Körper kann selbst zurück zur Gesundheit finden. Bei der Bioresonanztherapie liegt der Schwerpunkt in der Therapie, sie wird aber auch diagnostisch genutzt, vorwiegend bei der Allergietestung. |
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Biochemie nach Schüssler
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Der deutsche Arzt und Homöopath Dr. Wilhelm Schüssler (geb. 1821) entwickelte diese Therapieform, die er anfangs "Abgekürzte Homöopathie" nannte. Zu seiner Zeit war schon eine große Zahl homöopathischer Mittel bekannt. Nach langen Studien der Körperchemie isolierte Schüssler zwölf Mineralsalze, die für das Funktionieren einer gesunden Zelle unverzichtbar seien. Er ging davon aus, dass Ursache aller Krankheit in einer fehlerhaften Menge der einzelnen Stoffe zu finden ist. |
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Biodynamische Psychologie
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Wurde von der norwegischen
Psychologin Gerda Boyesen begründet und ist eine Form der
von Wilhelm Reich entwickelten Körper-Psychotherapie. Ein wichtiger Teil der biodynamischen Behandlung besteht aus speziellen Massagen, die auf allen Ebenen des Körpers und auch auf dem energetischen Körper, der Aura, körperliche und emotionale Verspannung aufspüren und sie zu lösen helfen. Gerda Boyesens wohl bekannteste Entdeckung in diesem Zusammenhang ist die Funktion des Verdauungstraktes, der Peristaltik, zur Verarbeitung von seelischem Stress, von ihr daher Psychoperistaltik genannt. Emotionale Spannung kann sich nicht nur im Gefühlsausdruck wie Weinen und Schreien entladen, sondern auch durch ein sanftes Hinausfließen und im wahrsten Sinne des Wortes "Verdautwerden" durch das Verdauungssystem. Die Töne der Peristaltik werden deshalb häufig in der biodynamischen Behandlung durch ein auf dem Bauch liegendes Stethoskop abgehört und geben eine Art Feedback, das eine gezielte Behandlung und ein Schmelzen der festgefahrenen neurotischen Muster von Körper und Seele ermöglicht. Gerda Boyesen ist der Überzeugung, dass auf diese Weise eine vollständige Auflösung der Neurose möglich ist, ohne dass unbedingt die Ursache der Störung erkannt und bewusst werden muss. |
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Bioelektronik nach Vincent
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Dieses Früherkennungsverfahren nach Vincent misst auf elektronischem Wege drei verschiedene Zustände der Körpersäfte Blut, Urin und Speichel. Ziel der Methode ist es zu erkennen, ob eine besondere Anfälligkeit besteht, oder ob bereits ein Befall durch Viren und Bakterien stattgefunden hat. Aus den Befunden werden in erster Linie ernährungstherapeutische Konsequenzen gezogen. Die Bioelektronik nach Vincent wird auch zur Untersuchung von Trinkwasser und Lebensmitteln herangezogen, um deren Qualität zu überprüfen. |
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Blutegel-Therapie
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Die Verwendung des
Blutegels (dieser Ringelwurm lebt in ruhigen Teichen und Sümpfen)
in der Medizin ist uralt. Beim fast schmerzlosen Biss durch den
Blutegel geraten verschiedene Stoffe in den menschlichen Körper,
die entzündungshemmend, antibakteriell und gerinnungshemmend
wirken. Zudem regen verschiedene Bakterienstämme das Immunsystem
an. Ein Nachbluten der Bissstelle kann bis zu zehn Stunden dauern,
wodurch die umgebende Haut und das Lymphsystem genügend
Möglichkeiten haben, Abfallprodukte und Schlacken auszuscheiden. |
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Brain Gym
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Brain Gym ist die Basis der vom amerikanischen Sonderschulpädagogen Dr. Paul Dennison entwickelten EDU Kinesiologie. Der Schwerpunkt dieser Methode liegt in der Integration der beiden Gehirnhälften. Mit Brain-Gym kann man durch eine Reihe einfacher Bewegungsübungen Denk- und Lernblockaden auflösen.Gezielt eingesetzte Bewegungen und Berührungen können brach liegende Potentiale und Fähigkeiten aktivieren und verfügbar machen. |
C |
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Chakra-Therapie
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Der Begriff Chakra
kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Kreis oder Rad. Als Bezeichnung
für die feinstofflichen Energiezentren des Menschen, die
nur von einigen wenigen Sensitiven wahrgenommen werden können
und von diesen als sich drehende Räder aus Licht beschrieben
werden, wird er erstmals in den altindischen Upanishaden verwendet. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit einer Blüte wurden die Chakren in Indien später auch "Lotusblüten" genannt. Es gibt sieben Hauptchakren auf der Körpervorderseite, die körperlich jeweils mit einer endokrinen Drüse verbunden sind und deren Funktion sie mit beeinflussen. Daneben existieren eine ganze Reihe von Nebenchakren. Die Chakren können durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, unter anderem mit Lichttherapie, Musik oder Aura-Massage. |
| Chiropraktik | Bei der Chiropraktik werden spezielle Handgrifftechniken an den Gelenken der Gliedmaßen oder an der Wirbelsäule durchgeführt, um funktionelle Störungen an den Gelenken (Blockaden) zu erkennen und zu behandeln. |
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Colon-Massage
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(Colon = Grimmdarm,
Hauptanteil des Dickdarms) Spezial-Massage, bei der fünf Punkte des Dickdarms mit im Uhrzeigersinn kreisenden Bewegungen atemsynchron in Richtung After massiert werden. Anwendung bei Darmträgheit, Obstipation und Meteorismus. Die Colon-Massage nach Vogler und Kraus wirkt nicht nur auf die Peristaltik des Dickdarmes, sondern über die Reflexzonen auch auf den vegetativen Tonus anderer Organe ein. So können z.B. eine Anregung der Magensaftproduktion oder eine Normalisierung des Blutdrucks und des Pulses erreicht werden. |
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Cranio-Sakral-Therapie
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Wird zur Osteopathie gerechnet (siehe auch Osteopathie). In der Cranio-Sakral-Therapie versucht der Therapeut, durch Abtasten des Schädels das Pulsieren der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit wahrzunehmen. Aus den Ergebnissen werden Rückschlüsse auf Verspannungen im Gewebe geschlossen. Kaum wahrnehmbare Druckbewegungen in Schädel- und Beckenbereich sollen danach Krankheitsursachen beseitigen helfen. |
D |
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Dauerbrause
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Zählt zur Hydrotherapie und den Ausleitungsverfahren. Der liegende Patient wird von einem heißen Brausestrahl abgeduscht, der sich von den Füssen aufwärts bewegt. Ziel ist eine Entgiftung des Körpers über die Ausscheidungsfunktionen der Haut. Diese sanfte Therapie hat Erfolge bei Angina Pectoris, Migräne, Asthma und Verstopfung zu verzeichnen. |
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Deep Draining
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Das Deep Draining umfasst jene Biodynamischen Massagen, die in ihrer kombinierten Anwendung wie eine Psychoanalyse des Körpers wirken. Es wird angestrebt, Abwehrstrukturen des Körpers aufzuspüren, zu lösen und die unterliegende Brisanz der vegetativen Selbstregulierung zuzuführen. |
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Dunkelfeld-Mikroskopie
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(Blut-Diagnostik nach Prof. Dr.
G. Enderlein) Die Dunkelfeld-Mikroskopie ist eine ganzheitliche Blut-Untersuchnung unter einem Spezial-Mikroskop. Sie gibt Auskunft über das "innere Milieu" z.B. Übersäuerung oder Stauungen. Ferner kann die Funktionfähigkeit der Blutzellen erkannt werden. Störungen durch Toxine (z.B. Schwermetalle) werden sichtbar und entsprechende weitere diagnostische Massnahmen können veranlasst werden. Die Untersuchung des Blutes nach Prof. Dr. G. Enderlein (1872-1968) im Dunkelfeld ermöglicht die Beobachtung von im lebendem Blut vorkommenden Mikroorganismen. Nach Enderlein sind diese Mikroorganismen Vorstufen von Bakterien und Pilzen. Zur Untersuchung wird lediglich ein Tropfen Blut aus dem Finger oder Ohr benötigt. Die Beobachtung des Blutes unter dem Mikroskop über Stunden und Tage, ergibt Aufschluss über den Zustand des Immunsystems, Zellresistenz, Degenerationsneigung und Neigung zu Tumorbildung. Folgendes lässt sichtbar machen: Dysbiose, Säure-Base-Verschiebung, Übereiweißung, Lactatüberschuss, Spurenelementmangel, Mineralstoffmangel, Belastung mit Umweltgiften. |
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Dorn-Methode
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Der bayrische Landwirt und Sägewerksbetreiber Dieter Dorn aus Lautrach hat als Nicht-Mediziner eine sanfte Behandlungs-Methode entwickelt, die bei vielen Rücken- und Gelenkproblemen sofort hilft. Zur Anwendung dieser manuellen Methode werden keine Medikamente oder Geräte benötigt, sondern nur die Hände. Ausserdem ist die Methode so einfach, dass sie fast jeder Mensch an einem Wochenende lernen kann. |
E |
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Edelstein-Therapie
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Grundgedanke dieser Therapieform ist, dass es drei Reiche gibt: Das Mineralreich, das Pflanzenreich und das Tierreich. Diese Teilaspekte stehen miteinander in Verbindung. Die körperliche und geistige Entwicklung des Menschen sind abhängig vom natürlichen Kontakt mit dem Mineralreich, in dem man jeder Sorte bestimmte Schwingungen und damit Wirkungen zuordnet. Bringt der Therapeut den Patienten mit den richtigen Schwingungen, also dem richtigen Stein zusammen, will er damit eine Harmonisierung der Körperschwingungen erreichen. Die Edelsteine werden an bestimmten Punkten des Körpers aufgelegt oder ständig getragen (siehe auch Chakra-Therapie). |
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Eigenblut-Therapie
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Zur Eigenbluttherapie entnimmt der Therapeut dem Patienten Blut aus der Vene und injiziert es ihm wieder, entweder in die Haut (intracutan), unter die Haut (subcutan) oder in den Muskel (intramuskulär). Vor der Injektion kann das Blut durch verschiedene Methoden aufbereitet werden; es können ihm aber auch bestimmte Medikamente oder Ozon hinzugefügt werden (siehe auch Ozon-Therapie) |
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Eigenharn-Therapie
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Wie auch bei der Eigenbluttherapie liefert hier der Körper mit seinem Urin die Heilsubstanzen. Eigenharn kann in Kuren getrunken werden, wobei man hauptsächlich den Morgenurin nimmt. In anderen Therapieformen wird der Urin unverdünnt oder homöopathisch aufbereitet gespritzt. Ebenso sind äussere Anwendungen als Bäder, Einreibungen oder Wickel möglich. In Indien, wo die Benutzung des Eigenharns in vielen Bereichen der Medizin schon sehr alt ist, gibt es heute über 100 Urin-Kliniken, in denen erfolgreich behandelt wird. |
| Elektro-Akupunktur | Weiterentwicklung der Akupunktur.
Kann bedeuten, dass normale Akupunkturnadeln zusätzlich
an ein Gerät angeschlossen werden, das niederfrequente Wechselströme
aussendet. Kann aber auch heißen, dass ganz auf Nadeln verzichtet
wird und die Akupunktur-Punkte lediglich mit Elektroden gereizt
werden. Verschiedene Experten vertreten die Meinung, dass man in der Akupunktur heutzutage auf das Traumatisieren durch Nadeln verzichten sollte, weil es genau so gute Verfahren der sanfteren Sorte gebe. Ein gutes Beispiel dafür ist der 4-K-Stab von Warnke, eine Kombination von Elektropunktur, Farb-Therapie und Laser-Therapie. |
| Elektro-Akupunktur nach Voll (EAV) |
Das Verfahren wird sowohl zur Diagnose als
auch Therapie eingesetzt. Da die klassische Akupunktur in das
Energiesystem des Menschen eingreift und dabei messbare elektrische
Veränderungen hervorruft, lag der Schluss nahe, direkt mit
elektrischem Strom zu arbeiten. Bei der verbreiteten "Elektroakupunktur
nach Voll (EAV)", benannt nach dem Begründer Dr. R.
Voll, wird Strom durch Elektroden über die Haut in den Körper
geleitet. Dies geschieht mit so geringen Stromstärken, dass
sie absolut ungefährlich für den Menschen sind. Durch
die Verbindung von klassischer Akupunktur und moderner Technik
hat sich die Möglichkeit ergeben, dass Stoffe verschiedenster Art (Umweltgifte, Medikamente, Allergien auslösende Stoffe) auf ihre Wirkung untersucht werden können, ohne dass der Patient direkt mit ihnen in Berührung kommen muss. Hierzu wird das zu testende Mittel in den Stromkreislauf eingefügt. So kann der Therapeut vorher feststellen, ob ein Mittel schädigende oder heilende Wirkung hat. Die sowjetische Raumfahrt hat dieses Verfahren verfeinert und daraus das PROGNOS-System entwickelt. Der EAV wird von einigen Therapeuten vorgeworfen, dass die Messspitze zu spitz und die Ströme zu stark seien, so dass eine Messung gleichzeitig therapeutisch wirke. Diesem Umstand versucht PROGNOS mit einer stumpfen Messsonde, sehr geringen Messströmen und einem ausgeklügelten Mittelungsverfahren gerecht zu werden. |
| Elektro-Therapie | Der Mensch ist ohne die natürlichen elektrischen Ströme, die ihn durchfließen, nicht lebensfähig. Durch Reizung über elektromagnetische Energie versucht man, Krankheiten zu beeinflussen. Zur Elektrotherapie zählen unter anderem die Galvanisationstherapie, die Ultraschalltherapie, die Schwellstrombehandlung und die Niederfrequenztherapie. |
| Esalen-Massage | Esalen-Massage wurde vor über 30 Jahren
am Esalen Institute in Big Sur (Kalifornien) entwickelt. Das
Esalen Institute war ein wichtiger Begegnungsort für die
gesamte Human Potential Bewegung der späten sechziger Jahre
und unterstützt auch heute menschliche Werte, gegenseitiges
Verständnis und das Wachstum aller Menschen unabhängig
von Nationalität, Konfession oder politischer Orientierung.
Die Grundlage der Esalen-Massage bildet die klassische Schwedische Massage, die auf sehr präzise Art und Weise die Muskeln und das Kreislaufsystem bearbeitet. In Verbindung mit der tiefgründigen und gefühlsbetonten Arbeit resultierte eine Massageform, die Disziplin mit wohltuenden Streichungen verbindet. Esalen-Massage ist bekannt für die langanhaltenden Dehnbewegungen, die über die Länge des gesamten Körpers ausgeführt werden. Leichtes Wiegen, passive Gelenkbewegungen und tiefe Strukturarbeit an den Muskeln sind zusammen mit dem energetischen Ausbalancieren des Körpers alles Bestandteile einer Esalen-Massage. Spezifische Methoden aus der Arbeit mit Trager, Feldenkrais, Rolfing, Polarity und Akupressur können von den Ausübenden nach eigener Einschätzung mit der persönlichen Arbeitsform kombiniert werden. |
F |
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Farbpunktur
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Diese Variante der Akupunktur kommt ohne Nadel aus. Man geht davon aus, dass Farben mit ihrer jeweils speziellen Wellenlänge eine besondere Wirkung auf den Menschen haben. Der Patient reagiert wie bei der Farbtherapie, nur wird der Einfluss dadurch verstärkt, dass besonders die Akupunkturpunkte bestrahlt werden. Die Entdeckung dieses Verfahrens ist dem Techniker Peter Mandel zu verdanken. |
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Farb-Therapie
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Wir wissen, dass Licht und Farben
Körper und Seele beeinflussen. Eindeutig feststellbar sind
die Wirkungen von Farben auf das Nerven- und Hormonsystem. So
werden z.B. Maniker in fortschrittlichen psychiatrischen Kliniken
nicht in roten oder grell-bunten Räumen untergebracht, und
blaue Farbe setzt man bei Schlaflosigkeit ein. Weitere Beispiele:
Gelb wirkt auf die Hohlorgane primär entkrampfend, grün
und orange üben positive Einflüsse auf die Psyche aus
und violett ist beim Neurotiker anregend. Die Anfänge der Farbtherapie entstanden Ende des 19. Jahrhunderts durch die Forschungen des Arztes Edwin D. Babbit. Die häufigste Methode der Farbtherapie ist das Bestrahlen des Patienten mit ausgesuchten Farben. Da die Strahlung über die Haut aufgenommen wird, ist auch eine Behandlung blinder Patienten möglich. Zusätzlich können Nahrungsmittel oder homöopathische Präparate bestrahlt werden, was deren Verträglichkeit erhöht oder die Wirkung verstärkt. |
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Feldenkrais-Methode
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Die Feldenkrais-Methode ist benannt nach ihrem Begründer, dem israelischen Physiker Moshé Feldenkrais (1904 - 1984). Sie ist ein spezielles Verfahren zur Gestaltung von Lernprozessen. Angestrebt wird, Menschen zu befähigen, über achtsam wahrgenommene Bewegungsabläufe ihr eigenenes Lernen zu lenken. Die Feldenkrais-Methode schafft Lernbedingungen, in denen Menschen sich über die Sensomotorik darin schulen können, ihr Unterscheidungsvermögen auszubilden. Diese Fähigkeit trägt wesentlich dazu bei, dass die Person besser erkennt und versteht, wie sie sich selbst sieht und sich diesem Bild entsprechend im täglichen Leben organisiert; denn solange sie nicht wahrnimmt und also nicht weiß, wie sie sich zum Beispiel beim Gehen organisiert, kann sie daran auch nichts verändern. Indem Bewusstheit über das eigene Tun geschieht, entsteht neue Beweglichkeit (in körperlicher, geistiger und seelischer Hinsicht) wie von selbst. |
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Fußreflexzonen-Therapie
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Es ist bekannt, dass schon vor
ungefähr 5000 Jahren in Asien Druckpunktbehandlungen gegen
Krankheiten in Gebrauch waren. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden
ähnliche Verfahren in Mitteleuropa ausgeübt. Zu Beginn
des 20. Jahrhunderts griff der amerikanische Arzt Dr. Fitzgerald
die Fußreflexzonenmassage wieder auf und die Amerikanerin Eugenice
Ingham legte den Grundstein für die heute bekannte Therapie.
Die Fußreflexzonentherapie soll regulierend in die Funktionen des Körpers eingreifen. Wie bei vielen anderen naturheilkundlichen Verfahren geht auch diese Therapie davon aus, dass der Körper als ein Ganzes betrachtet werden muss. Störungen und Beschwerden äussern sich an vielen Stellen des Körpers und können auch von dort aus behandelt und beseitigt werden. Die Reflexpunkte befinden sich seitlich sowie unter- und oberhalb der Füsse. In der Diagnose stellt der Therapeut über die Empfindlichkeit des Patienten in den einzelnen Fußzonen und die Beschaffenheit der Füsse die Erkrankung fest. Durch Massage unterschiedlichen Druckes soll der Selbstheilungsprozess des Körpers eingeleitet oder beschleunigt werden. |
G |
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Geistiges Heilen
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Die meisten Geistheiler sprechen von einer Übertragung der Lebenskraft, zum Teil über große Entfernungen hinweg. Sie wollen dafür sorgen, dass Energieströme im Körper wieder frei fließen und so die Selbstheilungskräfte aktiv werden können. Einige erfassen den Zustand ihrer Patienten rein intuitiv, andere verweisen auf geistige Führer aus dem Jenseits oder die Begleitung von Engeln. In anderen Ländern (z.B. England) wird das geistige Heilen weitaus besser anerkannt als im deutschsprachigen Raum. Dort arbeiten Schulmediziner oft mit Geistheilern zusammen. |
| Gerda-Boyesen-Methode | Siehe Biodynamische Psychologie |
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Haarmineral-Analyse
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Eine Probe der Haare wird in einer Säure gelöst und analysiert. Das Ergebnis gibt dem Therapeuten Hinweise auf ernährungs- bzw. umweltbedingte Mangelzustände (Mineralien, Spurenelemente) oder Schwermetallbelastungen. |
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Hatha-Yoga
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Hatha-Yoga ist ein Übungsweg über den Körper. Dabei werden neben der körperlichen Beweglichkeit die Wahrnehmungsfähigkeit, die Beobachtungsgabe und die Konzentration entwickelt. Wichtigster Bestandteil des Hatha-Yoga sind die Körperhaltungen, die sogenannten Asanas. Mit Hilfe der Asanas, verbunden mit geeigneten Atemübungen sollen Verspannungen wahrgenommen, gelöst und so die körperliche Gesundheit, geistige Konzentration und seelische Ausgeglichenheit zu fördern. |
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Homöopathie
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Der Patient wird vom Homöopathen
nicht nur unter dem Aspekt der Krankheit betrachtet, sondern
als ganzer Mensch aus Körper, Seele und Geist. Neben den
Symptomen der Krankheit bezieht der Homöopath auch die Lebensgewohnheiten
des Patienten, seine Gedanken und Träume, Ängste und
Sorgen in sein Gesamtbild mit ein. Diese sanfte Therapie regt
die Lebensenergien des Körpers an und stellt durch eine
gezielte Medikation das verlorene Gleichgewicht des Organismus
wieder her. Symptome werden nicht durch starke Medikamente unterdrückt,
schädliche Nebenwirkungen und Folgeschäden treten nicht
auf. Jeder Patient bekommt sein persönliches, auf seinen
individuellen Zustand abgestimmtes Arzneimittel. Wenn fünf
Patienten mit demselben Leiden einen Homöopathen aufsuchen,
wird dieser wahrscheinlich jedem der fünf ein anderes Heilmittel
verschreiben. Selbst wenn das allgemeine Krankheitsbild übereinstimmt,
können die persönlichen Krankheitsbilder der einzelnen
Patienten doch sehr verschieden sein. In ausführlichen Einzelgesprächen, die sich über ein bis zwei Stunden erstrecken können, macht sich der Homöopath ein Bild von der Krankengeschichte des Patienten. Erst dann wird die passende Arznei verordnet. Besonders bei langwierigen chronischen Leiden wie Rheuma, Asthma, Neurodermitis und psychosomatischen Krankheiten werden der Homöopathie Heilungserfolge zugeschrieben. Der Arzt, Chemiker und Apotheker Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843) hat die Homöopathie am Ende des 18. Jahrhunderts begründet. Er hat das sogenannte Ähnlichkeitsgesetz entdeckt: "Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt" (Simila similibus curantur). Als Hahnemann ein englisches Arzneimittelbuch ins Deutsche übersetzte, stieß er auf die Arznei Chinarinde, die damals erfolgreich gegen Malaria eingesetzt wurde. Die Behauptung, die Heilwirkung der Chinarinde läge in ihren magenstärkenden Bitterstoffen, stellte Hahnemann nicht zufrieden. In einem bis dahin einzigartigen Selbstversuch widerlegte Hahnemann diese Behauptung. Er nahm einige Tage etwas von der pulverisierten Chinarinde ein und entwickelte daraufhin als Gesunder malariaähnliche Symptome, die nach einiger Zeit wieder verschwanden und jedesmal wiederkehrten, wenn er erneut von dem Pulver nahm. Sollte der Arzneistoff, der einen gesunden Organismus krank macht, der gleiche sein, der einen kranken Menschen, der unter ähnlichen Symptomen leidet, gesund macht? Auf dieser Tatsache beruht das Ähnlichkeitsgesetz. Die krankmachende Wirkung verschiedenster Stoffe wurde in sogenannten Arzneimittellehren (Repertorium,Repertorisation) zusammengefasst. Dieses damals begonnene Nachschlagewerk, die Materia Medica, enthält bereits heute über eintausend geprüfte Substanzen aus dem Pflanzen-, Tier- und Mineralreich. Die Materia Medica wird ständig erweitert. Hahnemann verdünnte zuerst die von ihm geprüften einzelnen Arzneistoffe, um ihre toxische Wirkung auszuschalten. Mit dem Ergebnis der Verdünnung allein war er nicht zufrieden und begann, die verdünnten Arzneistoffe zusätzlich zu verschütteln. Er entdeckte, dass die Wirkung der Mittel dadurch wesentlich erhöht wurde und länger anhielt. Diesen Vorgang nannte er Potenzieren. In der von ihm festgelegten Form wird diese Zubereitung bis heute durchgeführt. Die in diesem Verfahren gewonnene Arznei enthält die für den kranken Organismus spezifische Information. Bei Einnahme des homöopathischen Mittels reagiert der kranke Organismus auf diese Information, wenn die Muster der Arznei und des Organismus übereinstimmen. Dadurch wird das geschwächte oder sogar blockierte Abwehrsystem befreit und die Lebensenergie des Patienten aktiviert. Die Heilung wird nicht in Form von starken Medikamenten von außen übergestülpt, sondern der Körper erhält Hilfe zur Selbsthilfe. |
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Hydro-Colon-Therapie
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Die Hydro-Colon- oder Colon-Hydro-Therapie
ist eine moderne, tiefgreifende Methode des Darmbades. Dickdarmspülungen waren schon im Altertum üblich, um bei Verstopfung sofortige Abhilfe zu schaffen. Das Verfahren hat sich bis heute kaum geändert, nur ist es mit moderner Technik wirksamer geworden und frei von unangenehmen Begleitumständen. Der Patient liegt entspannt und zugedeckt auf dem Rücken. In seiner Analöffnung steckt ein kurzes, steriles Einmalrohr, das für Zulauf und Ablauf mit zwei ebenfalls sterilen Einmalschläuchen verbunden ist. Die Spülung beginnt bei gelindem Druck mit warmem Wasser, dessen Temperatur zwischen 25 und 41 Grad verändert werden kann. So spürt der Patient, wie es in seinem Innern zu arbeiten beginnt, und sein Darm einem angenehm warmen Bad ausgesetzt wird. Warmes Wasser lockert die Darmmuskulatur. Dadurch entsteht Bewegung, die Blähungen mobilisiert und verklebte oder eingetrocknete Fäkalreste von den Darmwänden löst. Sie werden angesaugt und fließen durchs Ablaufrohr in den Auslauf. Auf diesem Weg passieren sie ein beleuchtetes Fenster im Therapiegerät, damit der Patient den Behandlungserfolg beobachten kann. Das Ganze ist als luftdicht abgeschlossenes System angelegt, das jede Geruchsbelästigung ausschließt. |
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Hämatogene Oxydationstherapie (HOT)
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Entwickelt wurde die HOT von Prof. Dr. Eduardo Wehrli. Dem Patienten wird hierbei Blut aus der Vene entnommen, mit einem blutgerinnungshemmenden Mittel versetzt, mit Sauerstoff aufgeschäumt und schließlich mit ultraviolettem Licht bestrahlt. Durch diese Behandlung kommt es zu einer Reaktion, bei der ein neuer Stoff, der Singulett-Sauerstoff entsteht. Dieser chemischen Verbindung wird die Wirksamkeit der Therapie zugeschrieben, die unter anderem bei Gefässerkrankungen, Migräne und Allergien helfen soll. |
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Hyperbare Sauerstoff-Therapie
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Die Hyperbare Oxygenation (HBO)
ist die wissenschaftliche Bezeichnung für die Sauerstoff-Überdruck-Therapie.
Dabei atmet der Patient in einer Überdruckkammer reinen
Sauerstoff ein. Die HBO nutzt die Erkenntnis, dass Flüssigkeiten
unter Druck mehr Gas aufnehmen. Dies gilt natürlich auch
für Blut. Dem Körper ist es in einer Druckkammer möglich,
mehr Sauerstoff über das Blut aufzunehmen als unter Normaldruck.
Über die Blutbahnen wird das "Medikament" Sauerstoff
zu den Geweben transportiert und gelangt durch Diffusion (Ausgleich
des Druckunterschieds) in die Körperzellen. Weil der Sauerstoffgehalt
wesentlich höher als normal ist, können die Körpergewebe
besser mit Sauerstoff versorgt werden. Dabei werden unter anderem die Abwehrmechanismen stimuliert und die Neubildung der Blutgefässe im Wundbereich aktiviert. Bei Organverletzungen nach der Strahlentherapie bei Krebserkrankungen kann diese spezielle Sauerstoffbehandlung ebenfalls helfen. Unter Überdruck wirkt der Sauerstoff zudem stark antibakteriell, was die Behandlung zahlreicher Krankheiten unterstützen kann. HBO wird oftmals auch erfolgreich bei Tinnitus eingesetzt, vor allem dann, wenn man als Ursache Durchblutungsstörungen vermutet. |
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Hypnose
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Hypnose ist eine Form der Psychotherapie.
Neben dem Schlaf und dem Wachbewusstsein gibt es noch einen dritten
Bewusstseinszustand: den Zustand der hypnotischen Trance. Dieser
Zustand kann prinzipiell von jedem Menschen erreicht werden.
Einigen Menschen fällt es aber leichter, einigen etwas schwerer
in Trance zu gehen. Bei den meisten Menschen wird nach einigen
Übungssitzungen eine für die Therapie ausreichende
Hypnosetiefe erreicht. Für die Hypnotisierten stellt die
Hypnose in der Regel eine sehr angenehme Form der Behandlung
dar, da er sich die meiste Zeit in einem Zustand angenehmer,
tiefer Entspannung befindet. Mit Hypnose lassen sich nicht nur
seelische Probleme lösen, sondern auch viele körperliche
Erkrankungen positiv beeinflussen. Ausgangspunkt jeder therapeutischen Hypnose ist das Erreichen eines Zustands angenehmer Entspannung. In dieser Situation geistiger, seelischer und körperlicher Ruhe ist unser Unbewusstes bereit Suggestionen aufzunehmen. Suggestionen sind in gewisser Weise Lehrsätze für unser Unbewusstes. Sie werden häufig wiederholt und sind oft formelhaft. Neben der suggestiven Beeinflussung können wir in der Hypnose aber auch Informationen aus unserem Unbewussten wachrufen. Dinge, die wir vergessen oder verdrängt haben, werden so wieder zugänglich gemacht und können uns helfen, Lösungsmöglichkeiten für konkrete Probleme zu finden. In der klassischen Form der Hypnose wird der Hypnotisierte sehr direkt mit Hilfe von befehlsartigen Suggestionen in der Trance geführt. Von den Behandlern wird hierbei angestrebt, dass der Hypnotisierte in eine sehr tiefe Trance fällt, sich passiv verhält und sich nach der Hypnose nicht an den Verlauf im einzelnen erinnert. Diese Amnesie spielt in der modernen Hypnotherapie eine weit geringere Rolle. Vielmehr wird hier eine aktive Auseinandersetzung zwischen Therapeut und Patient gefördert. In dieser offenen Form dient das Erreichen der Trance meist als Basis für eine weitergehende Psychotherapie. Bei der Selbsthypnose, zu der auch das bekannte Autogene Training gehört, übernimmt der Patient nach einer gewissen Einübung selbst die Steuerung der Hypnose und kann so diese Therapieform selbstbestimmt nutzen. Medizinische Anwendungsbereiche: Allergien, Schmerzerkrankungen, Asthma bronchiale, Warzen, Tumorleiden, Herpes, Migräne und Kopfschmerzen, Magen-Darmerkrankungen, sowie in der Zahnheilkunde, Geburtshilfe und Chirurgie zur Schmerzunterdrückung. Psychotherapeutische Anwendungsbereiche: Ängste und Phobien, Schlafstörungen, Süchte, Stressbewältigung, Mangel an Selbstbewusstsein, Essstörungen. |
I |
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| Iris-Diagnostik | siehe Augen-Diagnostik. |
K |
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Kinesiologie
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Die Kinesiologie ist ein relativ junges Naturheilverfahren,
in den 60er Jahren entwickelt vom amerikanischen Chiropraktiker
George Goodheart. Er entdeckte bei seiner Arbeit zufällig,
dass sich aus Muskeltests Rückschlüsse ziehen lassen
auf den übrigen Zustand des Patienten, vor allem auf das
Energiesystem des Körpers.
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| Kirlian-Fotografie | In den 40er Jahren entwickelte das russische Ehepaar Semyon und Valentiner Kirlian die Technik der fotografischen Ablichtung der Aura. Das Bild entsteht mit Hilfe einer durch Hochspannung aufgeladenen Metallplatte und fototechnischer Hilfsmittel. |
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Kneipp-Therapie
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Sebastian Kneipp (1821-1897),
der Begründer der nach ihm benannten Therapie, wurde am
17. Mai 1821 in Stephansried geboren. Als Gymnasiast erkrankte
Kneipp an einer Lungentuberkulose. Dann studierte er Theologie
und geriet an ein Buch des Schweidnitzer Arztes Dr. Johann Siegmund
Hahn über Kaltwasserbehandlung. Es beeindruckte ihn derart,
dass er im Winter für einige Sekunden in die Donau ging
und sich gleich wieder anzog, aber ohne sich vorher abzutrocknen.
Nun machte er dreimal in der Woche im eisig kalten Wasser Halbbäder
von nur drei bis vier Sekunden Dauer, die ihm bestens bekamen.
Schließlich heilte die Tuberkulose aus. Diese Erfahrungen führten
ihn zur Entwicklung der Hydrotherapie nach Kneipp (Güsse,
Bäder, Wassertreten, Waschungen, Wickel und Packungen),
der ersten von fünf Säulen. Weitere Grundlagen der Kneipp-Therapie sind die Phytotherapie, Bewegungstherapie, Ernährungstherapie (Diätetik) und Ordnungstherapie. |
L |
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Laser-Akupunktur
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Hier werden die Reize nicht durch Nadeln, sondern durch das hoch konzentrierte Licht eines Lasers gesetzt. Obwohl Akupunktur, Elektroakupunktur und Laserakupunktur sich in einigen Punkten ihrer Anwendung und Auswirkung unterscheiden, beruhen sie doch alle auf dem Prinzip der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen und sind deshalb mit anderen naturheilkundlichen Verfahren zu kombinieren und als Medikamente einsparende Therapie einzusetzen. |
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Lymph-Drainage
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Form der Streichmassage zur Beseitigung von
Lymphstauungen. Unter kreisendem Druck werden ödematöse
(gestaute, geschwollene) Gebiete massiert, um den Abfluss der
Flüssigkeit im Zwischengewebe und den venösen Rückstrom
zu fördern. Anwendung bei Ödemen, Rheuma und für allgemeines Wohlbefinden. |
M |
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Magnetfeld-
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Bei einer Magnetfeldtherapie
wird der zu behandelnde Körper einem Magnetfeld ausgesetzt,
das in einer bestimmten Stärke und Frequenz pulsiert. Magnetfelder
durchdringen den Körper vollständig, erreichen also
jede einzelne Zelle. Wenn magnetische Felder den menschlichen
Körper durchdringen, wird diese Energie auf den Körper
übertragen. Biochemische oder elektrische Prozesse im Körper
werden positiv direkt oder indirekt beeinflusst. Es gibt keinen
Vorgang in der Natur der nicht irgendwie durch magnetische Felder
beeinflussbar ist. Da in der Natur alles Leben durch biochemische
und elektrische Energien gesteuert wird, kann eine positive Beeinflussung
nur heilend wirken, z.B. wird die Zellerneuerung (Heilung) verbessert.
Hormon- und Enzymsysteme werden angeregt. Ausserdem haben magnetische
Energien eine positive Auswirkung auf die Körpersäfte
und die Zellatmung. Krankhafte Prozesse können somit gestoppt
werden. Durch die lokale Sauerstoffanreicherung, die das Magnetfeld
bewirkt, werden auch Medikamente in ihrer Wirkung verbessert.
Die Magnetfeldtherapie kann aus diesem Grund nicht nur als alleinige
Therapieform angewendet werden, sondern auch als Ergänzungstherapie mit anderen natürlichen Therapieformen wie z.B. der zystoplasmatischen Therapie. (Behandlung mit Zellinhaltsstoffen). Vor der Magnetfeldanwendung ist eine genaue Diagnose notwendig, um die richtige Frequenz zu bestimmen. Die Dauer der Anwendung beträgt im Durchschnitt 15-20 Minuten und sollte ein- bis dreimal wöchentlich durchgeführt werden. Erstverschlimmerungen können wie bei der Homöopathie auftreten. |
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Massage
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Alle Kulturen der Welt kennen
die helfende oder heilende Wirkung der Massage, sei es zur reinen
Entspannung oder zur Unterstützung therapeutischer Prozesse.
Heute sind sehr viele verschiedene Massage-Methoden bekannt.
Die klassische oder medizinische Massage setzt anatomische Kenntnisse voraus und beinhaltet Streichungen, Reibungen, Hautverschiebungen, Knetungen, Zirkelungen, Klopfungen, Schüttelungen und Vibrationen. |
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Moxa / Moxibustion
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Mogusa (japanisch) = brennendes
Heilkraut. Beim Verglühen von Heilkraut (in der Regel Beifuss) auf oder über bestimmten Akupunktur-Punkten oder Hautarealen werden Leitbahnen oder bestimmte Regionen erwärmt. Die Wärme dringt über diese Punkte in den Körper ein. Auf diese Weise werden Feuchtigkeit und Kälte vertrieben. Ausserdem wird durch diese Methode auch die Energie (Qi) bewegt. Moxibustion kann mit Hilfe von Akupunkturnadeln oder aber mit sogenannten Moxa-Zigarren erfolgen. Bei letzterem Verfahren wird die Moxa-Zigarre bis kurz vor der Schmerzgrenze in der Nähe des Akupunkturpunktes gehalten. Die Folge sind in der Regel starke psychische und körperliche Abreaktionen, ein bis zwei Tage Erstverschlimmerung und dann deutliche Besserung. |
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Multicom-Therapie
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Der Mensch braucht Luft, Nahrung und Bewegung zum Überleben ebenso wie ein dichtes Netz steuernder Signale aus seiner Umwelt. Hierzu gehören das Erdmagnetfeld, Licht und Farben sowie kosmische Einflüsse. Durch Umweltverschmutzung wie Radar, Mikrowellen und Funk ist dieses System bei vielen aus dem Gleichgewicht geraten. Im Multicom-Gerät werden deshalb verschiedene Schwingungen von Farben, Tönen, Edelsteinen und Metallen vereint und zur Therapie eingesetzt. Mikromagnetfeld-Impulse übertragen die Schwingungen elektromagnetisch über Hautelektroden, durch einen Softlaser auf Akupunkturpunkte oder als Vibrationen direkt auf das Gewebe. Die übertragenen Informationen werden im Körperwasser gespeichert und so die körpereigenen Selbstheilungs- und Abwehrkräfte angeregt. |
N |
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Neural-Therapie
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Die Neuraltherapie arbeitet
mit örtlich wirksamen Betäubungsmitteln wie Procain
und Lidocain. Zur Therapie werden diese Betäubungsmittel
an Nerven, Muskeln, Gelenken oder in die Haut injiziert. Die
Wirkung der Neuraltherapie beruht dabei weniger auf der direkten
betäubenden Wirkung des Procains, sondern darauf, dass übergeordnete
Regelkreise des Körpers beeinflusst werden. Über das
Nervensystem, das durch einen Strom ständig fließender
Impulse alle Bereiche unseres Körpers miteinander verbindet,
kommt es zu einer Umstimmung des Stoffwechsels und zur Neuregulation
der Körperrhythmen. Neben der Schmerztherapie ist die Neuraltherapie
deswegen auch bei den immer weiter zunehmenden funktionellen
Störungen ein besonders wertvolles Therapieverfahren. Jede lebende Körperzelle hat ein elektrisches Potential von 40-90 Millivolt. Im Normalfall wird der gesunde Organismus dieses Potential aufrecht erhalten. Gestörte Zellen aber haben ein Defizit. Dieses wird über das injizierte Anästhetikum, das über ein elektrisches Eigenpotential von ca. 270 Millivolt verfügt, aufgefüllt. Der kräftige Impuls kann dabei auch entfernte Körperregionen erreichen. Der Patient erlebt so manchmal staunend das Sekundenphänomen: Chronische Beschwerden sind augenblicklich spurlos verschwunden. Oft sind aber mehrere Injektionen notwendig um das auslösende Störfeld zu finden. Ein Störfeld kann eine frühere Erkrankung, Verletzung, selbst eine unauffällige Narbe oder ein in seiner Funktion gestörtes Organ sein. Die aktive Mitarbeit des Patienten ist daher zur genauen Bestimmung des Störfelds unerlässlich. 1925 wurde von den Brüdern Ferdinand und Walter Huneke, beide Mediziner, durch einen Zufall die Heilwirkung des Procains entdeckt. Ihre Beobachtungen bestätigten die schon vorher gemachten Erfahrungen von Medizinern wie Leriche und Wischnewski. Die Brüder Huneke bauten die Einzeltechniken zu einer eigenständigen Therapiemethode aus, die zu Beginn Heilanästhesie genannt wurde, später Segmenttherapie und schließlich Neuraltherapie. Anwendungsbereiche: Alle akuten Schmerz- und Entzündungszustände, Kopfschmerzen, Ischiasbeschwerden, Hexenschuss, chronische Schmerzen, Gelenkrheuma, Bandscheibenschäden, Tumorleiden, chronische Erkrankungen aufgrund eines Störfeldes, Kreislauferkrankungen, Migräne, Allergien, Angina pectoris, Umstimmung bei vegetativen Beschwerden und hormonellen Störungen, Schilddrüsenvergrösserung. |
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NLP
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(NLP = Neurolingustisches Programmieren.
Neuron = Nerv; Lingusitik = die Lehre der Sprache) NLP kommt aus den USA und hat seine Wurzeln in der Psycho- und Kommunikationstherapie. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass jedes Verhalten in unserem Gehirn (neuronal) repräsentiert ist. Mit Sprache und Körpersprache (linguistisch) können wir diese Muster beeinflussen (programmieren). So soll NLP z.B. helfen, sich selbst mit positiven Denkmustern zu motivieren und Selbstbewusstsein oder Begeisterungsfähigkeit bei sich und anderen zu erhöhen. Schlüsselfiguren im NLP sind der Informatiker Richard Bandler und der Linguist John Grinder, die in den siebziger Jahren das Verhalten von drei berühmten Therapeuten studierten. Daraus ist nicht nur eine Technik zum "Clonen" von inneren Strategien entstanden, sondern ein stetig wachsendes und sehr komplexes Gebiet der Psychotherapie, das eng mit der Hypnose verwandt ist. |
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Nosoden-Therapie
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Unter Nosoden versteht man Mittel, die aus lebenden Organismen gewonnen werden. Dies können sein: Der Patient selbst, Nutztiere wie Rinder oder Schafe, aber auch Kleinstlebewesen wie Bakterien, Viren und Pilze. Beim Patienten wird z. B. Blut entnommen und nach homöopathischen Gesetzen verdünnt. Anschließend wird die so gewonnene Nosode dem Patienten wieder injiziert. Naturheilkundler sprechen diesen sogenannten Eigennosoden die grösstmögliche Wirkung zu. Bei der Verwendung von Erbnosoden geht man von einer vererbten Krankheitsbelastung des Patienten aus. War beispielsweise der Großvater an einer Tuberkulose erkrankt, sind Auswirkungen noch auf den Enkel möglich, also wird aus abgetöteten Tuberkuloseerregern eine Nosode hergestellt. |
O |
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| Ohr-Akupunktur | siehe Aurikulo-Therapie |
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Orgon-Therapie
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Wilhelm Reich, ein Schüler Sigmund Freuds, entdeckte die Orgon-Energie im ersten Viertel unseres Jahrhunderts. Er sah in ihr die universelle Lebensenergie, die er mit physikalischen Messmethoden nachwies. Durch seine Fähigkeit, die Orgon-Energie (eine blaue Lichterscheinung) mit blossem Auge sehen zu können, fand er heraus, wie sich diese Energieform sammeln und speichern lässt. Hieraus entstanden die in der Orgon-Therapie heute gebräuchlichen Orgon-Akkumulatoren und -Strahler. Sie sollen die überall vorhandene, alles durchdringende Lebensenergie sammeln und zielgerichtet an den Patienten abgeben. Erfolge wurden unter anderem in der Tumorbekämpfung und bei psychosomatischen Erkrankungen erzielt. Nach einigen Experten ist die Orgon-Therapie bei hohem Blutdruck mit Vorsicht anzuwenden. |
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Orthomolekulare
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Relativ junge Therapieform aus den USA, die
zunehmend auch in deutschsprachigen Ländern angewandt wird.
"Orthomolekular" (griech./lat.) bedeutet "richtige
Moleküle". Da unsere moderne Industriegesellschaft für viele Menschen Ernährungsmängel mit sich bringt, die zu Krankheit führen können, müssen die "richtigen" Verhältnisse wiederhergestellt werden. Gemeint sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Amino- und Fettsäuren. Bei der Behandlung wird ausschließlich auf diese ohnehin im Körper enthaltenen Stoffe zurückgegriffen. Dr. med Matthias Rath, ein eifriger und kämpferischer Verfechter der orthomolekularen Medizin, nennt sie auch Zellular-Medizin. |
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Osteopathie
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Begründer der Osteopathie, die ähnlichen
Prinzipien wie die Chiropraktik folgt, war der amerikanische
Arzt Andrew Taylor Still (1828 - 1912). Er mass dem Skelett und
vor allem der Wirbelsäule entscheidende Bedeutung für
die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit bei: Eine
beschädigte oder verlagerte Wirbelsäule führt
zur Reizung von Nerven, deren Auswirkungen auch in anderen Regionen
des Körpers auftreten können. Besonders oft genutzte
Techniken sind: Plötzlicher kurzer Druck auf verlagerte
Wirbel, um sie wieder in ihre ursprüngliche Position zu
bringen, Einrichtung verschobener Wirbel (Arme oder Beine werden
hierbei als Hebel genutzt) oder auch kurze, schnelle Drehungen,
um Gelenke zu mobilisieren, die nicht mehr voll beweglich sind.
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| Ozon-Therapie | siehe Eigenblut-Therapie. |
P |
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Phytotherapie
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Die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) gehört
zu den ältesten Medizinlehren. Bereits um 350 v. Chr. entstand
in Griechenland das erste umfassende Heilpflanzenwerk. Auch der
mittelalterliche Arzt Paracelsus (1493-1541) war herausragender
Vertreter dieser Richtung. Schwere Rückschläge erlebte
die Phytotherapie im Mittelalter: Viele Pflanzenkundige galten
als Hexer und Hexen, wurden von der Kirche verfemt und häufig
auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Nach einem "Taucher"
durch die übermächtige Pharma-Konkurrenz hat die Phytotherapie
heute wieder mehr Zulauf. In der Phytotherapie unterteilt man die Pflanzen in drei Arten je nach ihrer Wirksamkeit: Die (milden) Mite-Pflanzen, die (starken) Forte-Pflanzen und eine große Zahl von dazwischen liegenden Kräutern und Gewächsen. Die Therapie mit Heilpflanzen, egal ob mit Frischpflanze, Volldroge oder isolierter Reinsubstanz, kommt für alle Gebiete der Heilkunde in Frage. Weit verbreitet, aber dennoch falsch, ist die Ansicht, dass es bei den Heilpflanzen keine unerwünschten Nebenwirkungen gibt: So kann beispielsweise roher Kartoffelsaft (atropinartige) Wirkungen erzeugen, wie Erweiterung der Pupillen mit Sehstörungen. Deshalb ist vor einem unsachgemäßen Gebrauch von Heilpflanzen dringend zu warnen. |
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Psychotherapie
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Psychotherapie ist die allgemeine Bezeichnung für alle Formen der psychologischen Behandlung von psychischen oder auch organischen Störungen. Ausgangsüberlegung: Die allermeisten Krankheiten haben (entweder ganz oder vorrangig) seelische Ursachen. Sigmund Freud, C.G. Jung und viele andere machten die Behandlung der Seele vor allem mit Gesprächstherapie (auf der legendären Couch) salonfähig. Heute gibt es zahllose Therapieformen, darunter Autogenes Training, Hypnose, Katathymes Bilderleben, Neurolinguistisches Programmieren (NLP), aber auch systemische Familientherapie und Gestalt- oder Bewegungstherapie. |
| Pulsdiagnostik | Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (siehe TCM) |
Q |
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Qi Gong
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Qi Gong (sprich: Tschi Gong)
ist eine Atem- und Bewegungsübung, die sich in der Traditionellen
Chinesischen Medizin (TCM) seit etwa 3000 Jahren entwickelt hat. Die Übungen dienen nicht nur der Gesunderhaltung, sondern werden gezielt bei Krankheiten eingesetzt. Es gelten die gleichen Prinzipien wie bei Akupunktur und Kräuterheilkunde. Das Qi Gong kennt drei Säulen: Bewegung, Atmung und Vorstellungskraft. Alle Bewegungen werden langsam ausgeführt, so dass ein Bewusstsein über jede dieser Bewegungen entsteht. So entspannen sich Atmung und Körper. Aus dieser Ruhe wächst Vitalität, die dann den Fluss der Energie (Qi) wahrnehmbar und lenkbar machen. Man achtet also weniger auf die Symptome der Krankheit als auf die Wiederherstellung der Harmonie der Kräfte. |
R |
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Radiästhesie
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(lateinisch radium = Strahl;
griechisch aistanesthai = wahrnehmen) Bedeutet so viel wie Strahlenempfänglichkeit.
In fernöstlichen Ländern ist die Radiästhesie seit Jahrtausenden bekannt und wird beispielsweise eingesetzt, um besonders strahlungsarme Orte für Wohnhäuser zu finden. In der Naturheilkunde geht man davon aus, dass auch die wasserhaltigen Körpersäfte durch Wünschelrute und Pendel untersucht werden können. So können die Wirksamkeit von Medikamenten getestet oder Krankheitsherde lokalisiert, aber auch der strahlungsärmste, also gesündeste Ort für den Schlafplatz ermittelt werden. |
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Radionik
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Die Radionik hat eine fast 100jährige
Tradition, abgesehen von den geistigen Ursprüngen im Ayurveda,
bei Hippokrates oder Paracelsus. Der kalifornische Arzt Albert
Abrams stieß auf einen Effekt, aus dem sich später die
Radionik entwickelte. Er stellte fest, dass jede Krankheit eines
Menschen durch Abklopfen der Bauchdecke feststellbar ist. Dabei
ist jeder Krankheit ein bestimmter Punkt auf der Bauchdecke zugeordnet.
Allerdings gibt es verschiedene Krankheiten, die sich am selben
Punkt auf der Bauchdecke befinden. Abrams schaltete deshalb elektrische
Widerstände in einen Messkreis mit dem Patienten, um beim
Abklopfen eine bessere Differenzierung zu erreichen. Er ging
davon aus, dass die durch die Krankheit hervorgerufenen Veränderungen,
die er beim Abklopfen auf der Bauchdecke feststellte, elektrischer
Natur seien. Radionik ist heute in den deutschsprachigen Ländern
immer noch relativ unbekannt. In anderen Ländern, speziell
in England, wird die Radionik komplementär zur Schulmedizin
eingesetzt. Die Radionik ist ein Verfahren zur Analyse und Balancierung des morphogenetischen Informationsfeldes, auch "Inneres Datenfeld" (IDF) genannt. Sie bedient sich der menschlichen Fähigkeiten im Bereich der intuitiven Wahrnehmung in Verbindung mit speziell dafür entwickelten Instrumenten. Die Wirkungsweise der Radionik kann heute auf Grund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse erklärt werden wie z.B. Quantenphysik, morphogenetisches Feld (Rupert Sheldrake), holographisches Weltbild (Bohm, Pribram u.a.), Elementarstrukturen der Materie (Heim). |
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Rebalancing
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Wurde vom indischen Baghwan Osho entwickelt.
Die Wurzeln des Rebalancing reichen in die frühen 80er Jahre.
Damals wurde in Poona (Indien) und kurz darauf auf der "Ranch"
in Oregon/USA aus einer Vielzahl von bewusstseinsbetonten Körperarbeitstechniken
eine ganzheitliche Schule der modernen Körperarbeit entwickelt.
Bestandteil sind unter anderem die wesentlichen Grundlagen des
Rolfing und des daraus abgeleiteten "Structural Balancing",
die Alexander-Technik, "Trager-Work", craniosacrale
Arbeit, und "Polarity" Energiearbeit. Die Betonung liegt auf der Rolle des Bodyworkers als "Kanal". Er wirkt bewussseinsändernd bzw. erweiternd durch das Medium der geschulten Berührung. Obwohl präzise Techniken gelehrt werden und deren Wichtigkeit für den Anfänger herausgestrichen wird, liegt das Schwergewicht auf der Schulung Bewusstseins durch Meditation und ständiges "in der Gegenwart verweilen". Rebalancing hat in diesem Sinne viel mit Zen gemein. Die Wichtigkeit der Atmung sowohl des Klienten wie auch des Praktizierenden wird stark und immer wieder betont. Desgleichen die des "Grounding" während der Arbeit. |
| Rebirthing | Rebirthing ist eine von Leonard Orr entwickelte
psychotherapeutische Methode. Rebirthing heißt sinngemäß:
Neu-geboren-werden. Viele unserer Verhaltensmuster, Ängste,
Gefühlsblockaden und Krankheiten lassen sich auf das Geburtstrauma
zurückführen. Mit Hilfe von Atemtechniken, Körperarbeit,
Meditation, spirituellen Reinigungstechniken und Affirmationen
geht man noch einmal durch dieses Geburtstrauma hindurch, um
zur natürlichen Lebensenergie zurückzufinden. Das Wiedererleben
der eigenen Geburt ist ein Akt der Befreiung. Rebirthing ist
die Chance, noch einmal "geboren zu werden", diesmal
auf sanfte Weise und in eine Welt, die einen mit annimmt. Dies
schafft die Grundlage für eine wesensgemäße Selbstverwirklichung.
Eine andere Therapie, die sich mit dem Geburtstrauma befasst, ist die "Urschrei-Therapie" von Arthur Janov. Der Urschrei ist der erste Schrei, den der Mensch nach seiner Geburt ausstösst. Nach Janov ist er das erste Zeichen, sich von Schmerz zu befreien oder seinem Schmerz Ausdruck zu verleihen. Seine Therapie beschreibt er in seinem berühmt gewordenen Buch "Der Urschrei". |
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Regressions-
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(lateinisch regredi = zurückschreiten) Jede Form von Psycho-Therapie, die den Menschen in seine Vergangenheit führt. Führt in der Regel nicht nur in die Kindheit, zur Geburt (Perinatal-Therapie) und in den Mutterleib (Pränatal-Therapie), sondern auch zum Zeugungsakt, zu Geschichten aus früheren Leben (Reinkarnations-Therapie) und aus früheren Generationen (Generationen-Therapie) Regressions-Therapeuten behaupten manchmal, dass sie nicht mit Trance arbeiten. Tatsache ist, dass jede Form von Regression Trance bewirkt und somit auch hypnotische Phänomene hervorrufen kann. |
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Reiki
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Unter Reiki versteht man eine ganzheitliche
Heilmethode, deren Ursprung in Japan liegt. Es wurde von dem
Mönch Mikao Usui wiederentdeckt. Wörtlich übersetzt
bedeutet Reiki "Die Kraft der Sonne", "Universale
Lebensenergie" oder "Geisteskraft von Engeln". Aus der Übersetzung lässt sich entnehmen, dass es sich um eine rein geistige Heilmethode handelt. Die Reiki-Technik besteht zum einen aus Handauflegen auf bestimmte Körperstellen, denen dadurch Energie zugeführt werden soll. Zum anderen soll die Sendung von Energie an entfernte Personen sowie die Verbindung der individuellen mit der kosmischen Energie möglich sein. Reiki wird nach esoterischem Brauch, durch Initiation (= Einweihung) von Lehrer zu Schüler weitergegeben und kennt verschiedene Grade. |
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Rolfing
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Die Biochemikerin Ida Rolf widmete sich 40
Jahre lang dem Studium der "Strukturellen Integration".
Sie erkannte, dass die falsche Körperhaltung schwerwiegende
Folgen hat und den Menschen daran hindert, eine erfüllte
Persönlichkeit zu entwickeln. Haltungsschäden zwingen den Körper in unnatürliche, unbequeme und krankmachende Stellungen. Ida Rolf entwickelte eine besondere Form der Massage, die nach ihr benannt wurde. Die "Rolfing-Massage" löst verhärtete Bindegewebsstrukturen auf, die durch ständige Muskelverspannung hervorgerufen werden. Das Geheimnis, den Körper wieder in Balance zu bringen, liegt darin, ihn wieder in die richtige Haltung zu bringen, so dass sich das Körpergewicht im richtigen Verhältnis an der Vertikalachse des Körpers verteilen kann. Beim Rolfing wird der Patient dahin gebracht, zu seiner natürlichen Körperhaltung zurückzufinden. Daher ist Rolfing eine Selbsterfahrung, bei der man nicht nur die falsche Körperhaltung und die damit verbundenen Verspannungen erkennt, sondern auch ihre Ursachen und Zusammenhänge. |
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Repertorisation
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In der Klassischen Homöopathie wird so der Weg zum richtigen Arzneimittel bezeichnet. Hierbei wird vom Therapeuten in einem oder mehreren Verzeichnissen bzw. Nachschlagewerken (Repertorium) nachgesucht. In diesen Repertorien verschiedener Autoren findet der Therapeut alle bekannten homöopathischen Arzneien mit den dazugehörigen Symptomen aufgelistet. Unterschiedliche Wertungen machen ein spezielles Auswahlverfahren nötig, das dann zur Medikamentenverordnung führt. |
S |
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Sauerstoff-
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In den 70er Jahren
entwickelte der deutsche Professor Manfred von Ardenne die Sauerstoff-Mehrschritt-Regenerationstherapie
(SMT): Zunächst wird der Sauerstoffdruck des Blutes gemessen,
der dann den Therapieverlauf vorgibt, bei dem Sauerstoff ausschließlich
über die Atmung zugeführt wird. Das geschieht in mehreren Sitzungen, auch unter kreislaufbelastenden Bedingungen wie z. B. Kniebeugen. Der Körper soll wieder in die Lage versetzt werden, genügend Sauerstoff für alle Funktionen aus der Atemluft zu gewinnen. Angewendet wird die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie bei allen Erkrankungen, deren Ursache auf eine Mangelversorgung zurückzuführen ist. |
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Schröpfen
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Gehört zu den ausleitenden
Verfahren. Man unterscheidet das unblutige und das blutige Schröpfen.
Bei Ersterem wird mit Glasglocken an bestimmten Punkten des Körpers Unterdruck erzeugt und Blut und andere Körpersäfte angesaugt. Folge: Abfallstoffe werden verstärkt ausgeschieden und innere Organe über die Hautreflexzonen angeregt. Bei der Schröpfmassage werden die Gefässe über den ganzen Rücken gezogen, nachdem dieser mit durchblutungsfördernden Mitteln eingerieben wurde. Beim blutigen Schröpfen wird die Haut vor dem Ansetzen der Schröpfgefässe geritzt. Folge: Ähnlich wie beim Aderlass wird das Blut verdünnt und die Fließfähigkeit erhöht. Die Ausleitung soll auch das Immunsystem stärken. |
| Shiatsu | Shiatsu, in Japan entstanden, ist eine Kombination von Techniken der traditionellen Akupressur mit speziellen Massagegriffen. |
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Symbiose-
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Bei der Symbioselenkung oder Mikrobiologischen Therapie werden lebende oder abgetötete Mikroorganismen oder deren Bestandteile oral (durch den Mund), parenteral (unter Umgehung des Magen-Darmkanals), durch Einreibung über oder durch Injektion in die Haut verabreicht. Die Symbioselenkung dient der Wiederherstellung bzw. Erhaltung einer normalen Mikroflora im Darm und damit auch der Anregung der körpereigenen Abwehr. Des weiteren soll sie zu einer besseren Stoffwechselleistung beitragen. |
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Spagyrik
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Das Wort Spagyrik bedeutet trennen
und wieder zusammenfügen (Spao = trennen; gyrein = vereinigen.
Das spagyrische Herstellungsverfahren basiert auf dem Werk des
Schweizer Aztes Paracelsus (1493 - 1541) und der Weiterentwicklung
durch den deutschen Arzt Carl Friedrich Zimpel (1801 - 1879).
Spagyrik nach Dr. Zimpel ist die Brücke zwischen klassischer
Homöopathie und moderner Pflanzenheilkunde und zeichnet
sich durch charakteristische Besondeheiten aus. Die Herstelllung der spagyrischen Essenz nach Dr. Zimpel basiert auf drei wesentlichen Stufen, nämlich der Gärung, der Destillation und der Veraschung. Damit werden sowohl ätherische Öle (Aromastoffe) als auch pflanzeneigene Mineralstoffe und Spurenelemente gewonnen. |
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Systemische Familien-
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Die systemische Familientherapie,
entwickelt vom Psychoanalytiker Bert Hellinger, ist eine Form
der Psychotherapie. Er geht davon aus, dass Menschen krank werden,
weil sie innerhalb ihrer Familie in die Schicksale anderer Familienmitglieder
verstrickt sind. Wenn diese Verstrickungen ans Licht gebracht
werden, kann der Betroffene sich daraus lösen. Im Zentrum dieser Therapie steht das "Familienstellen". Ein Mitglied aus der Therapie-Gruppe stellt seine Ursprungs-Familie (Vater, Mutter, Geschwister, Halbgeschwister, Stiefeltern etc.) mit Hilfe der übrigen Gruppen-Mitglieder auf. Diese beginnen aus unerfindlichen Gründen, sich so zu fühlen und zu verhalten, als wären es die richtigen Verwandten. In Abwandlung dieser Methode gibt es mittlerweile auch das "Organstellen", wo ein kranker Mensch seine Organe mit Hilfe von Gruppenmitgliedern aufstellt und daraus wertvolle Rückschlüsse auf seine Krankheit bekommt. |
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Störfeld-
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(siehe auch Neural-Therapie) Störfelder sind krankhaft veränderte Körperbereiche, die an anderen Stellen des Menschen Störungen, Schmerzen und Krankheit auslösen. Hierzu gehören z. B. schadhafte Zähne, Nebenhöhlen, Mandeln, Fremdkörper oder chronische Entzündungen an Organen, die Giftstoffe und Erreger in die Blutbahn schicken können. Auch Narben und Krampfadern werden mit zu den Störfeldern gerechnet. Wird durch die Störfeldtherapie die Ursache einer krankhaften Veränderung beseitigt, können auch alle anderen Gesundheitsstörungen verschwinden. |
T |
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| Tai Chi | Im deutschsprachigen
Raum ist Tai-Ji-Quan (sprich: Tai Tschi Tschüan) meist nur
unter Tai-Chi bekannt. Die Ursprünge gehen auf einen chinesischen
Kaiser der Hsia Dynastie (2205-1766 v. Chr.) zurück. Tai-Ji-Quan
ist kein direktes Naturheilverfahren, sondern eher eine durch
Bewegungen dargestellte Form der Symbole Ying und Yang. Die Bewegungsabläufe
erinnern zum Teil an Tanz, zum Teil an eine Form des asiatischen
Kampfsportes. Wichtig bei allen Übungen sind das richtige
Atmen, meditative Konzentration und eine ausgeglichene Balance. Tai-Ji-Quan soll die Verbindung mit den Energien des Universums schaffen. Durch regelmäßiges Üben sollen Körper, Geist und Seele in ein Gleichgewicht zueinander kommen. Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind vergleichbar z.B. mit denen der Meditation, dem Yoga oder anderen Formen der Gymnastik. In China machen allmorgendlich Millionen von Menschen aller Altersgruppen auf öffentlichen Plätzen ihre Tai-Ji-Quan Übungen, um so Kraft für die Arbeit zu sammeln. |
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Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
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Unsere moderne, naturwissenschaftlich
begründete Medizin ist eine somatische, d.h. auf den Körper
bezogene Wissenschaft. Die Gegenstände, mit denen sie zu
tun hat und in die sie den Menschen einteilt, sind etwas Gegenständliches,
Stoffliches, Materielles. Die gedanklichen Voraussetzungen dazu
schuf Isaac Newton im 17. Jahrhundert mit seinem überzeugenden,
umfassenden, mechanistischen Weltbild. Daraus entwickelte sich
ein sehr funktionstüchtiges, mechanisches Modell des Körpers.
Kranksein ist mit morphologischen, messbaren Veränderungen
verknüpft und wird als Fehlfunktion von physikalisch-chemischen
und biologischen Mechanismen angesehen, die korrigiert werden
müssen. Diese Medizin eignet sich vor allem für Krankheiten,
die sich als körperliche Veränderung manifestieren,
für fortgeschrittene, ernste, oft lebensgefährliche
Krankheiten. Die chinesische Medizin dagegen ist eine funktionale Wissenschaft. Das bedeutet, dass bei ihr lebendige Abläufe, Lebensfunktionen, aktuelles biologisches oder psychisches Geschehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Die chinesischen Ärzte verstehen den Menschen als ein energetisches Gefüge. Das "energetische Potential", das die Chinesen Qi nennen, durchdringt den Körper wie Flüsse und Seen eine Landschaft durchströmen. Nach der Erfahrung der alten Ärzte fließt dieses Qi auf definierten Bahnen (Leitbahnen oder Meridiane). Diese Bahnen leiten das Qi, zyklisch aufeinander folgend, durch den Körper. Bestandteile der TCM sind die Akupunktur, die Moxibustion, die Phytotherapie, die Diätetik (Ernährungstherapie), Tui Na und An Mo (Chinesische Massagen), Qi Gong und Tai-Ji-Quan (Bewegungstherapien). Zur Diagnose wird in der TCM unter anderem auch die Zungen- und die Puls-Diagnostik eingesetzt. |
| Touch for Health | Vom amerikanischen Chiropraktiker
George Goodheart entdeckte und von seinem Schüler John Thie
populär gemachte Form der angewandten Kinesiologie, die
gemäß John Thie auch Laien anwenden und lehren sollen. Im Zentrum steht eine sanfte Art, die wichtigen Körpermuskeln ins Gleichgewicht zu bringen. |
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Transzendentale Meditation
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Die Tranzendentale Meditation
(TM) wurde in den 60er Jahren von dem indischen Mönch Maharishi
Mahesh Yogi im Westen bekannt gemacht. Sie fand schnell Millionen
Anhänger. Über ein "Mantra", ein leicht zu
behaltendes Wort ohne Bedeutung, das ständig wiederholt
wird, sollen unerwünschte oder beunruhigende Gedanken losgelassen
werden. Das Mantra muss geheim gehalten werden. Geübt werden
sollte zweimal täglich 20 Minuten. Ziel der Meditation:
innere Gelassenheit, bessere Beherrschung von Ängsten und
Stresszuständen. Messbare Veränderungen: ruhige und
tiefe Atmung, sinkender Blutdruck und ruhiger Puls,Veränderung
des Hautwiderstandes und Sinken des Milchsäurespiegels. In gewissen Kreisen in Verruf geraten ist die TM in den 70er Jahren, als die ersten TMer auf zehn Jahre Meditation zurückblickten und erwarteten, dass sie nun in der Lage seien, zu fliegen. Maharishi hatte angeblich versprochen, dass man mit seinen "Sidhis" (Übungen) eines Tages die Schwerkraft überwinden könne. Ausserdem kursierten damals Listen von Mantras mit der Absicht, die "Einmaligkeit" des persönlichen Mantras in Misskredit zu bringen. |
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Triggerpunkt-
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Faszien, auf deutsch Spalthäute
genannt, schmiegen sich an Muskeln, Blutgefässe, Nerven
aber auch innere Organe und sind fest mit ihnen verwachsen. Sie
durchziehen auch das Fettgewebe Sie formen, stützen und
schützen. Muskel und Faszie bilden eine funktionell untrennbar
miteinander verbundene Einheit. Die eine Struktur kann nicht
ohne die andere "funktionieren" und umgekehrt. Faszien
enthalten ein dichtes Netz feinster Nervenendungen und glatter
Muskelfasern. Sie erfüllen ebenso wie Muskeln die Funktion
eines Sinnesorgans im Sinne der Eigenwahrnehmung. Wir sprechen
vom myofaszialen System. Dieses myofasziale System ist durch
spezielle Handgrifftechniken (myofascial release technique nach Prof. Ward, Michgan State University Ann Arbor USA) beeinflussbar. In den USA wird diese Techniken an den Universitäten gelehrt. Die praktische Durchführung umfasst einen sanften Druck auf das zu behandelnde Gewebe, vorsichtiger und gefühlvoller Spannungsaufbau in Faserrichtung bis das Gewebe von selbst nachgibt, sich "löst". Mit der Faszie löst sich auch die Muskulatur. Die Behandlung zählt zu den sanften und weichen Techniken und ist ohne jedes Risiko. |
U |
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| Ultraschall- Therapie |
Wird der Elektrotherapie zugerechnet: Die vom Gewebe absorbierten Schallwellen werden in Wärme umgewandelt, wobei die unterschiedlichen Gewebearten ein unterschiedliches Aufnahmeverhalten zeigen. Ultraschall dringt bis in tiefste Gewebeschichten ein. |
| UVA / UVB- Therapie |
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die antibakterielle Wirkung des ultravioletten Lichtes (UV) bekannt und wird genutzt, um z. B. einzelne Körperteile oder das Blut zu bestrahlen. |
V |
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| Vega-Test | Das Verfahren (vegetativer Reflexionstest) nach H.W. Schimmel ist eine Abwandlung der EAV und entstand aus dem praktischen Anliegen, mit entschieden weniger Messpunkten auszukommen. Der Schwerpunkt liegt in der Testung von Medikamenten. |
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Verhaltens-
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Dieser Zweig der Psychotherapie will über einfache "Umerziehungsvorgänge" (also weniger über das Erreichen des Unterbewusstseins) den Patienten in seinem Verhalten positiv ändern. Grundlagenforscher um die Jahrhundertwende war der russische Neurophysiologe und Nobelpreisträger Iwan P. Pawlow: Er setzte Hunde widersprüchlichen Reizen aus, strafte sie beispielsweise, wenn sie Hunger hatten und gefüttert wurden. Hieraus entstanden bei den Tieren Neurosen. Durch erneutes Trainieren ließen sich die Verhaltensstörungen wieder beseitigen. Pawlow schloss daraus, dass auch bei Menschen fehlerhafte angeeignete Verhaltensweisen durch gegenteilig neu erlernte beseitigt werden können. Hieraus entwickelten sich verschiedene Formen der Verhaltenstherapie, unter anderem die Aversions- oder Übersättigungstherapie. |
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Visualisations-
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Durch Arbeiten mit bestimmten Symbolen wird es dem Klienten möglich gemacht, sich von Abhängigkeiten, klar erkennbaren Sicherheitssymbolen und beherrschenden Faktoren seines Lebens zu lösen. Das können z.B. Eltern, Lehrer, Familienangehörige, Partner und Freunde sein, aber auch materielle Dinge und Ziele wie Geld, Beruf und jegliche Art von Besitz. Auch von den inneren Zwängen kann man sich mit dieser Methode befreien (z.B. Veranlagungen, Charakterzüge und familiäre Verhaltensmuster). Phyllis Krystal entwickelte diese spezielle Methode 1950, die sie seit 1982 in England publiziert. |
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Vitalpraktik
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Der dipl. Vitalpraktiker und
Lebensberater nach Francis E. Vuille erfasst und behandelt immer
den Menschen in seiner Ganzheit von Körper, Geist und Seele
als Prävention für die Gesundheit. Die Körperarbeit umfasst das Durchbewegen von Rumpf, sowie den oberen und unteren freien Extremitäten. Muskelverspannungen und Energieblockaden werden durch Energieausgleichstechniken gelöst. Im Gespräch hilft er dem Klienten, sich seine Lebenssituation bewusst zu machen und neue Lösungen zu erarbeiten. |
Y |
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Yoga
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Das Wort (altindisches Sanskrit)
wird übersetzt mit "den Geist zur Ruhe bringen".
Verschiedene Meditationsübungen für Körper und
Seele sollen Mensch und Schöpfungsmacht "vereinigen".
Das im Westen verbreitete Hatha-Yoga hat sich von den alten spirituellen
Grundgedanken entfernt, ist jedoch noch immer eine gute Methode,
Körper und Geist in Harmonie zu bringen. Hierzu werden meist
in Kursen Übungen erlernt, die auch regelmäßig zu
Hause gemacht werden sollen. Yoga bewirkt eine schonende, aber effektive Dehnung von Bändern, Sehnen, Bindegewebe und Muskeln. Als Erfolg stellt sich oft eine grössere Ausgeglichenheit ein. Damit verbunden ist z. B. das Verschwinden von Verdauungs- und Menstruationsbeschwerden, Durchblutungs- und Schlafstörungen. |
Z |
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| Zilgrei | Dieses Therapieverfahren wurde Mitte des 20. Jahrhunderts von dem Chiropraktiker Greising und einer Patientin Frau Zillo entwickelt. Es enthält Elemente der Chiropraktik, des Yoga und der Atem- und Bewegungstherapie. |
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