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Reinkarnation und Psychoanalyse -
ein Widerspruch?

 
             
 

Witziger aber ernstgemeinter Kommentar von Hans-Peter Zimmermann

 
             
 
             
  Hallo, liebe Psychoanalytikerinnen,
hallo, liebe Psychoanalytiker,

Ihr gehört zu den schwierigeren Menschen, heißt es in der Psycho-Szene, weil Ihr so viel über den Menschen und sein Unterbewusstsein wisst wie sonst keiner.

Ich verkneife mir den Witz mit der psychoANALytischen Phase, denn Witz ist ja für Euch nur eine verräterische Funktion des Unterbewusstseins. Oder? ;-)

Was ich jedoch kürzlich im Gespräch mit einem von Euresgleichen gehört habe, bedarf schon der Erläuterung. "Der Reinkarnations-Gedanke widerspricht den Prinzipien der Psychoanalyse", hieß es da. Und "Reinkarnations-Therapie hilft lediglich, die traumatischen Ereignisse aus dem jetzigen Leben in ein früheres zu verdrängen. Somit wirkt sie desintegrativ."

Mein Kommentar: Klingt gescheit, ist aber Mumpitz!
Falls Ihr nicht schon weggeklickt habt, solltet Ihr meine Meinung zum Thema Reinkarnation studieren, bevor Ihr weiterlest. Ich bin nämlich der Meinung, dass kein Mensch die Existenz von früheren Leben beweisen kann. Aber es kann eben auch keiner das Gegenteil beweisen.

Und so sei es denn dahingestellt, ob die Geschichten, die unsere Klientinnen und Klienten uns erzählen, wahre Begebenheiten sind oder lediglich Metaphern des Unterbewusstseins. Wenn man richtig damit arbeitet, wird der Mensch geheilt. Und ich werde Euch an einigen Beispielen zeigen, dass Reinkarnations-Therapie durchaus integrativ wirken kann.
(Die Daten wurden so weit anonymisiert, dass keine Rückschlüsse auf die tatsächlichen Klienten gezogen werden können.)


Beispiel 1

Ein 30jähriger Klient kommt in die Praxis wegen einer therapieresistenten Sozialphobie. Auf die Frage, wie sich diese äußere, meint er, er könne in der Öffentlichkeit keinen Kaffee trinken aus Angst, ihn zu verschütten. Ich frage ihn, ob er sich an das erste Mal erinnern könne, wo er den Kaffee verschüttet habe. Er schildert die Begebenheit wie folgt:
"Es war an einer geschäftlichen Besprechung. Ich fühlte mich auf einmal von hinten beobachtet. Und da riss es mir dermaßen unkontrolliert den Kopf herum, dass ich den Kaffee verschüttete."
In Trance schildert er mir eine Szene aus einem früheren Leben, wo er gehängt worden ist. Nach zwei Sitzungen ist die Sache erledigt.
Frage an den Psychoanalytiker: Was soll hier desintegrativ sein?


Beispiel 2

Eine 36jährige Frau kommt in die Praxis. Sie ist verzweifelt. Ihre Psychoanalytikerin habe ihr gesagt, sie sei vermutlich als Kind missbraucht worden. Sie könne sich das einfach nicht vorstellen. Allerdings deute ihr Sexualverhalten durchaus darauf hin, dass da mal etwas gewesen sei.
In Trance regrediert sie zum 16. Lebensjahr und gibt heftige Schmerzen im Unterleib an. Sie findet jedoch kein Bild dazu. Verzweifelt sagt sie: "Ich kann doch nicht einfach etwas erfinden, wenn ich nichts sehe."
Nach mehreren Versuchen, die Situation aufzudecken, biete ich ihr an: "Kann es sein, dass du da etwas verwechselst, das heisst, dass das sehr wohl mit 16 Jahren war, aber in einem früheren Leben?" Ohne zu zögern schildert mir die Klientin eine Situation im Krieg, wo fremde Horden ihr Dorf überfallen und alle Frauen vergewaltigt hatten. Sie erlebt eine starke Abreaktion. Anschließend versuche ich, sie mit Rollenspiel nach Moreno dazu zu bringen, dass sie den Übeltätern verzeiht. Dies gelingt erst, nachdem ich sie in ein noch früheres Leben geführt habe, wo sie sich nicht als Opfer, sondern als Täterin erlebt.
Die Klientin hat also ihre unbewussten Teile "Opfer" und "Täter" voll integriert. Spielt es da eine Rolle, ob der Schauplatz des Geschehens im jetzigen oder in einem "früheren" Leben zu finden ist? Ich meine, nein.


Beispiel 3

Ein 52jähriger Klient, der den Eindruck eines starken Verdrängers erweckt, erzählt bereitwillig aus einem früheren Leben, in welchem er unter pädophilen Anwandlungen gelitten hatte. Sämtliche Aspekte dieser sexuellen Störung werden beleuchtet und integriert. Der Mann hat in vielen Bereichen seiner Persönlichkeit Heilung erfahren, und ich zweifle, ob das möglich gewesen wäre, wenn man ihm nicht die Möglichkeit geboten hätte, in ein früheres Leben auszuweichen.


Fazit

Wer sich als Therapeut die Mühe nimmt, sich seriös mit Reinkarnations-Forschung und Reinkarnations-Therapie zu beschäftigen, der wird nicht auf Horden von Cäsars und Kleopatras stoßen, sondern auf ganz normale Geschichten des Alltags, die helfen, Teile des Unterbewusstseins zu integrieren, die bisher für Konflikte gesorgt haben. Die Resultate sprechen für sich!




Lesen Sie dazu auch "Alle wollen Kleopatra gewesen sein - das unwissenschaftliche Blabla der Reinkarnations-Gegner" im Power-Letter Nr. 58 (Punkt 4)

 
             
 
             
 

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