Zuger Littering Art

 
 

Littering ist englisch und bedeutet so viel wie „das achtlose Wegwerfen von nicht mehr benötigten Gegenständen“.


„Littering Art“ ist ein Selbsthilfe-Projekt, und ich will Ihnen gerne erklären, wie es dazu kam:
Ich heiße Hans-Peter Zimmermann, bin gebürtiger Schweizer, Jahrgang 1957, und wohne nach einem längeren Kalifornien-Aufenthalt seit Ende 1998 im schweizerischen Städtchen Zug (Ja, das ist das berühmte Steuer- und auch anderweitige Paradies)


Die Zuger sind ein tolerantes Völkchen, und
das ist gut so. Einzig im Straßenverkehr, wo
der typische Zuger bei Tempolimit 50 mühelos
auch Tempo 35 toleriert, und beim Littering,
da war mir bis jetzt die Toleranz zu groß.
Jahrelang habe ich mich darüber aufgeregt,
dass die Behörden nichts unternahmen.
„In Städten wie Palm Springs und Ländern
wie Singapur geht‘s doch auch“, dachte ich.
In Palm Springs drohen zum Beispiel jedem,
der auch nur einen Zigarettenstummel
wegwirft, 1000 Dollar Buße.
Wen wundert‘s, dass es da sehr sauber ist?


Es gab für mich also nur zwei Möglichkeiten:

  1. 1.Als Politiker aktiv werden und Strafen einführen. Wer mich kennt, der weiß, das ist nichts für mich.

  2. 2.Mich selbst therapieren, so dass mir jede Form von Littering am Allerwertesten vorbei geht. Das hat nicht funktioniert, obwohl meine Hypnotherapie-Methoden sonst ganz gute Resultate erzielen.


Es blieb nur noch eine Möglichkeit: Ein radikaler Reframe musste her. So nennt man das, wenn man in einer vermeintlichen Schwäche auf einmal eine Stärke sieht. Und das tue ich heute:

Littering ist nämlich Kunst! Und das ist der Grund, warum unsere Politiker nicht radikal durchgreifen. Die Stadt Zug war immer schon der Kunst zugetan. Und wenn ein dahergelaufener Japaner von unserem Kunsthaus den Auftrag bekommen kann, auf den Zuger Straßen ein paar Holzverschalungen anzubringen, es Kunst zu nennen und viel Geld dafür zu kassieren, dann dürfen wir es der heutigen Jugend nicht verargen, wenn sie in diesem Markt ebenfalls mitmischen möchte.


Das Resultat meines Selbsthilfe-Einfalls:
Ich sehe Littering jetzt mit ganz anderen Augen. Mit meiner Kamera bewaffnet pirsche ich durch die Straßen Zugs und freue mich wie ein Kind über die Tatsache, dass man in der Regel keine fünf Meter gehen muss, um beim nächsten Kunstwerk zu landen.

Bitte, liebe Politiker, macht mir mein Littering-Art-Projekt nicht kaputt, indem Ihr anfangt, unsere öffentlichen Plätze besser zu überwachen und die Littering-Künstler mit Geldstrafen einzuschüchtern.


Haltet Zug dreckig – der Kunst zuliebe!


Hier geht‘s zu den Galerien von Littering-Art...


 

Was ist littering art?

Endlich darf ich auch einmal Kunst machen und meinen Kopf schwarzweiß und angeschnitten auf eine Homepage patschen. Wer nichts verkaufen muss, der darf das bedenkenlos tun.